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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 25.09.2006
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Einzigartige Web-Plattform für sozialen Wandel

Der "Table of Free Voices", der von dropping knowledge am 9. September in Berlin ausgerichtet wurde, war die Geburtsstunde für eine neue Art von Internetservice – einer einmaligen Kombination aus Wissensportal, globalem Dialogforum und lebendiger Bibliothek.

Die insgesamt 11.200 Antworten der 112 am Table of Free Voices versammelten Persönlichkeiten werden zurzeit ins Englische übersetzt, transkribiert und in den kommenden Wochen nach und nach den Grundstock für eine neuartige Wissensquelle bilden. Durch die aktive Teilnahme von Nutzern aus aller Welt und einer Kombination von führenden Wissens- und Sprachtechnologien entsteht unter www.droppingknowledge.org eine einmalige Plattform für sozialen Wandel.

Entwickelt wurde sie in den vergangenen zwei Jahren vom Deutschen Forschungsinstitut für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken in enger Zusammenarbeit mit den dropping knowledge Teams in Berlin und San Francisco. "Angefangen haben wir mit zwei Leuten, inzwischen arbeiten rund 15 Leute an dem Projekt", erzählt Jakob Uszkoreit, Chef-Programmierer des Berliner Teams und Sohn von Hans Uszkoreit, dem Wissenschaftlichen Leiter des DFKI.
   
Nicht Wikipedia, Yahoo und auch nicht Google   
   
Herausgekommen ist ein neuer Internetservice, der sowohl bekannte als auch völlig neue Online-Funktionen bietet: "Unser Plattform ist nicht Wikipedia, nicht Yahoo und auch nicht Google", sagt Jakob Uszkoreit. "Wir nutzen zwar diese Dienste und auch deren Technologien, aber wir wollen etwas anderes: Unser Ziel ist der offene Dialog und der freie Meinungsaustausch."

Dass es sich dabei um den Austausch von "subjektivem, bewertendem Wissen" handelt, ist Uszkoreit nur recht: "Das Ziel von dropping knowledge ist nicht die einzig wahre, universal gültige Antwort. Wir wollen verschieden Perspektiven, Meinungen und Positionen zulassen – gerade das ist unser Anliegen."

Dementsprechend können die Nutzer dieser Plattform Antworten auf bereits vorhandene Fragen geben, eigene Fragen stellen, neue Themen anregen und ihre Gedanken zu laufenden Diskussionen einbringen. Mittel- bis langfristig soll es sogar möglich sein, eigenes Bild-, Video- und Musikmaterial einzustellen.
   
Keine Zensur   

Eine Zensur findet getreu den Grundsätzen von dropping knowledge nicht statt, allenfalls eine Selbstzensur. Beiträge, deren Inhalte nachweislich faktisch falsch sind oder gegen bestehende Gesetze verstoßen, können die Benutzer selbst anzeigen.

Die dropping knowledge Redaktion prüft diese Hinweise und gibt gegebenenfalls dem Löschantrag statt. "Der Beitrag verschwindet dann aber nicht einfach", erklärt Jakob Uszkoreit. "An seinen Platz rückt immer eine Erklärung, warum der Beitrag gelöscht wurde."
   
Virtuelle Themen-Landkarten   

Das System enthält jedes Thema, das nichtstaatliche Organisationen in den vergangenen 20 Jahren behandelt haben: Insgesamt 23.000 Themen werden als dreidimensionale Topographie abgebildet. 600 Oberthemen (zum Beispiel "Klimawandel") unterteilen sich wiederum in 24 Kategorien (zum Beispiel "Umwelt").

Damit sich der Nutzer in dieser Themen- und Informationsflut nicht verliert, gibt es virtuelle Landkarten, die Vernetzungen zwischen den Themen zeigen. "Durch Klicken kann man in dem Problemraum 'herumwandern' und sich zu den besuchten Themen relevante Informationen heraussuchen oder selbst einstellen", erläutert Uszkoreit. Jeder Eintrag kann durch neue Fragen, Antworten, Kommentare, Dialog und Hyperlinks ergänzt werden.
   
"Lernende Suchmaschinen"   
   
Benutzer können die Plattform per Volltext-Suche oder mittels einer intuitiven, optischen Navigation erforschen. Ausformulierte Fragen führen ebenfalls zu Ergebnissen. Die innovative Software ermöglicht eine Vielzahl von Diskussionssträngen, die sich weiter verzweigen und mit anderen Themen verknüpfen. Ähnlich dem menschlichen Nervensystem, entstehen so weitläufige Verbindungen und Knotenpunkte.

Jakobs Vater, Hans Uszkoreit, verantwortet die Entwicklung der Plattform. Der Leiter des Forschungsbereich Sprachtechnologie am DFKI erklärt: "Nach Ansicht von vielen Experten wird das Web von morgen semantischer. Das bedeutet: Maschinen tasten nicht länger nur Schlagwörter ab, sondern können die Bedeutung von Sprache tatsächlich verstehen. Die Technologie, an der wir arbeiten, verbindet digitale Versatzstücke zu einem kollektiven Gedächtnis."
   
Digital-Darwinismus   
   
Suchmaschinen arbeiten mit einem Schlagwort-Index, der gigantische Mengen von Sprache erfasst. dropping knowledge nutzt zusätzlich eine semantische Web-Technologie, die Inhalte permanent neu organisiert.

Durch die Themenzusammenhänge der Benutzer "lernt" das System neue Zusammenhänge. Je öfter Nutzer einen Beitrag anschauen, je mehr Hyperlinks zugefügt werden, je besser der Inhalt bewertet wird – desto prominenter erscheint dieses Thema innerhalb des Systems. Somit bestimmt die Gemeinschaft der Nutzer die Evolution der Inhalte.
   
Sozialen Wandel realisieren   
   
Jeder, Eintrag, jede Frage und jede Antwort können auf der Plattform kommentiert und durch Hyperlinks und Dialoge ergänzt werden. Schließlich soll ein Netzwerk entstehen, in dem sich Einzelpersonen und Initiativen finden. Wo nichtstaatliche Organisationen auf Nachhaltigkeits-orientierte Unternehmen treffen. Wo sozial aktive Stiftungen, Firmen und Aktivisten wiederum innovative Projekte und Organisationen entdecken. Und wo letztlich die Aufmerksamkeit auf tragfähige und nachhaltige Initiativen gelenkt wird, die durch die Nutzergemeinschaft vorgeschlagen und von ihr realisiert werden.

Wenn das passiert, hat dropping knowledge sein Hauptziel erreicht - aktiv sozialen Wandel voranzutreiben.



Herr Nicolai Tewes
Tel.: +49.89.3800-4511
E-Mail: nicolai.tewes@allianz.de

Allianz Group
Königinstraße 28
80802 München
Deutschland
www.allianz.com/aktuell

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