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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 10.08.2007
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Energiesparen mit Warmglas und Rollläden

Moderne Fenster und neue Rollläden senken die Heizkosten und erhöhen den Wohnkomfort. Auf die Energiebilanz wirkt sich aber nicht nur die Verglasung aus. Auch das Material des Rahmens, Anzahl und Abstand der Scheiben, die Füllung des Scheibenzwischenraums sowie der Flächenanteil von Glas und Rahmen bestimmen über Gewinn oder Verlust von Energie, sagt die Wüstenrot Bausparkasse AG, eine Tochter der Stuttgarter Finanzdienstleistungsgruppe Wüstenrot & Württembergische.

Bei der Modernisierung von Altbauten ersetzen besondere Renovierungsfenster die alten Fenster energieeffizient und dabei zum Stil des Gebäudes passend. Um Energie zu sparen, sollten die Fenster grundsätzlich möglichst wenig Wärme hinaus lassen und luftdicht schließen. Hauseigentümer senken damit nicht nur Öl- oder Gaskosten, sondern profitieren außerdem beim Austausch der Fenster von staatlichen Fördergeldern für Energieeffizienz.

Wirksam Sparen mit Warmglas

Moderne Isolierglas-Fenster bestehen aus zwei oder drei Glasscheiben, wobei eine Scheibe dünn mit Edelmetall beschichtet ist. Die Wärme strahlt in den Raum zurück und kann nicht entweichen. Beschichtete Scheiben dämmen somit bis zu 60 Prozent besser als solche aus unbeschichtetem Isolierglas. Daher werden sie auch „Warmglas“ genannt. Bei hochwertigen Lichtdurchlässen erhöht Edelgas in den Zwischenräumen die Wärmedämmung noch zusätzlich.

Wie viel Wärmeenergie durch ein Fenster ausströmt, sagt der Wärmedurchgangskoeffizient (Uw-Wert) aus. Je kleiner der Uw-Wert, desto weniger Wärme geht aus einem beheizten Gebäude verloren. Faustregel: Bei Fenstern führt die Reduzierung des Uw-Werts um 0,1 W/m²K (Wärmedurchlaßwiderstand) zu einer Einsparung von 1,2 Liter Heizöl pro m² Fensterfläche und Heizperiode.

Dämmung vom Rahmen abhängig

Die Wärmedämmung hängt zu einem Drittel vom Rahmen ab. Um mit der gesamten Fensterkonstruktion optimal Energie zu sparen, sollten seine Wärmedämmwerte ähnlich niedrig ausfallen wie die der Glasscheiben.

Rahmen aus Holz haben gute Dämm- und Festigkeitswerte. Der nachwachsende Rohstoff erfordert Pflege, hält dafür auch lange. Holzbauteile regulieren Feuchtigkeit und sorgen für ein gesundes Wohnklima. Aluminium-Rahmen sind langlebig, einfach zu recyceln und nahezu wartungsfrei. Allerdings ist das Material bei der Herstellung energieaufwendig. Auch nach Jahren sind Aluminium-Fenster problemlos zu bedienen, da die Rahmen beständig und formstabil sind. Aluminium-Holz-Rahmen verbinden die gute Wärmedämmung von Holz mit der Witterungsbeständigkeit des Aluminiums. Kunststoff-Rahmen sind nahezu wartungsfrei und weisen gute Dämm- und Festigkeitswerte auf. Temperaturunterschiede, Sonneneinstrahlung, Sauerstoff und Feuchtigkeit beeinflussen den Werkstoff nur wenig. Altersbedingte Farbabweichungen kommen heute nicht mehr vor.

Rollläden gegen Wärmeverlust

Fenster und Rollladen sollten bei der Sanierung als eine Einheit behandelt werden, da ältere Rollladenkästen sehr viel Wärme verlieren. Zum Raum hin sind diese oft nur mit einer ungedämmten Platte aus Holz oder Metall verschlossen, dem Revisionsdeckel. Eine nur wenige Millimeter breite Fuge kann die Dämmwirkung der Gebäudehülle um bis zu 65 Prozent verringern. Die relativ geringe Zusatzinvestition verbessert nicht nur Wärme- und Schalldämmung, sondern erhöht auch den Licht- und Sichtschutz. Den preiswertesten Schallschutz bieten die Lamellen des herabgelassenen Rollladens. Die Masse eines normalen Rollladens, je nach Profil vier bis fünf Kilo pro Quadratmeter, dämpft den Schall erheblich.

Tipps von Wüstenrot zum Einbau neuer Fenster und Rollläden:
  • Bei der Auswahl sollten Sie auf Fenster mit einem Uw-Wert von 1,5 W/m²K Wert legen. Diese Qualität stellt einen hohen Stand der Technik im Wohnbereich dar.
  • Beim Glas gibt der g-Wert den Energiegewinn an. Er kennzeichnet den Grad des Energiedurchlasses einer Verglasung und damit die Menge an Sonnenlicht, die durch das Fensterglas dringt. Bei modernen Fenstern liegt der g-Wert bei 0,6. Das bedeutet, dass 60 Prozent der Sonnenenergie durch das Fenster kommt. Der g-Wert sollte also möglichst hoch sein.
  • Dagegen steht der U-Wert für den Energieverlust. Gemessen wird, welche Wärmemenge einen Werkstoff pro Zeiteinheit durchdringt, wenn zwischen innen und außen ein Temperaturunterschied von einem Grad besteht. Der U-Wert sollte also möglichst niedrig sein.
  • Der Fachbegriff „Beschlag“ umfasst bei Fenstern alle beweglichen Teile. Dazu gehören Griff, Riegelstange, Eckumlenkung, Schere und Bänder. Ihre Funktion sollte regelmäßig geprüft werden. Schließen Sie beim Kauf neuer Fenster am besten einen Wartungsvertrag mit Ihrem Fachbetrieb ab.
  • Auf funktionelle Weise werden Fenster und Terrassentüren mit einem funkgesteuerten Überwachungssystem gegen Einbrecher gesichert. Die in Beschlag und Fensterfalz eingebauten Kontakte kommunizieren kabellos mit einer Funkempfangseinheit, die in einer Steckdose steckt.
  • Wenn Fenster gleichzeitig mit Rollläden eingebaut werden, kann der Rollraum des Rollladens mit einer raumseitig geschlossenen Dämmung ausgestattet werden. Somit entfällt der Revisionsdeckel im Innenbereich. Montage und Reparatur des Rollladens erfolgen von außen.
Das Interview

Keine halben Sachen, meint der Fensterbauer im Gespräch mit einem Hausrenovierer. Er rät, nicht nur neue Fenster einzubauen, sondern auch die Rollläden zu ersetzen.

Hausrenovierer: Mit Farbe allein kommen wir bei unseren 50 Jahre alten Holzfenstern jetzt nicht mehr weiter, fast ein Wunder, dass sie solange gehalten haben. Wozu rät ein Fensterbauer in Zeiten des Klimawandels und der Energieknappheit?

Fensterexperte: Eine hochwertige Wärmeschutz-Verglasung ist heute das A und O eines jeden Fensters. Ob man sich für Zwei- oder Dreischeiben-Qualitäten entscheidet, ist eine Kostenfrage. Wer wirklich mit dem Cent rechnen muss, fährt mit der Zweischeibenlösung besser. Die Entscheidung für drei Scheiben hat natürlich den Vorteil, dass durch die niedrigeren Wärmeverluste mehr Öl im Tank bleibt – die Energiekosten dürften geringer sein. Der Einbau von Rollläden würde die Energieverluste noch weiter reduzieren.

H.: Ich weiß nicht mehr, wie viel teure Malerarbeiten für die vielen Fenster- und Fensterläden-Anstriche in den 50 Jahren zusammengekommen sind. Sprechen wir doch darüber, wie der spätere Aufwand für die neuen Fenster und Rollläden möglichst auf Null zurückgefahren werden kann. Ist das überhaupt realistisch?

F.: Sie sprechen die Folgekosten an. Wir müssen hier zwischen dem Erhaltungsaufwand und der Verringerung von Energieverlusten trennen. Beides erzielen Sie mit der Erneuerung von Fenstern und Rollläden. Den Erhaltungsaufwand reduzieren Sie deutlich mit Rahmen aus Aluminium oder Kunststoff. Die größte Energieeinsparung haben Sie bei Fenstern mit drei Scheiben und einem Rollladenpanzer.

H.: Bedeutet das, dass Fenster aus dem ökologisch wertvollen Baumaterial Holz keine Chance haben?

F.: Doch, mit einem Kompromiss. Es gibt inzwischen hochwirksame Schutzanstriche aus Lacken und Lasuren, die besonders hitzebeständig sind und auch der Nässe trotzen. Diese sichern dem Renovierer eine zehnjährige Gewährleistung. Allerdings müssen die Rahmen dann jedes Jahr mit einem Spezialmittel gereinigt und mit einer Pflegemilch behandelt werden.

H.: Da wir uns entschlossen haben, auf unsere bisherigen Klappläden zu verzichten, um dem Rollladen den Vorzug zu geben – können wir auch hier Energie einsparen?

F.: Ein moderner Rollladen, winters über Nacht regelmäßig geschlossen, senkt den Heizverbrauch spürbar. Manche Hersteller denken sogar an den Schlitz für das Gurtband des Rollladens, der viel Energie verschwendet. Dieser ließ im Winter einen ganzen Raum in kurzer Zeit auskühlen. Jetzt gibt es eine wärmegedämmte Gurtführung, die die Wärmeverluste fast auf Null zurückführt.

Finanzierungsbeispiel

Bei einem größeren Einfamilienhaus ist beim Fenstertausch – je nach Scheibenqualität – mit Kosten unter 25.000 Euro inklusive der Entsorgung der Altfenster zu rechnen. Ein gleichzeitiger Rollladenwechsel (motorgesteuerte Rollläden, außenliegend, Material Aluminium) kostet etwa 5.000 Euro. In unserem Fall wurden auf der Südseite des Gebäudes die Kellerfenster vergrößert und das Gelände davor abgeböscht, um den Lichteinfall zu erhöhen. Bei diesen Arbeiten fallen zusätzliche Kosten an, so dass eine Gesamtbausumme von 65.000 Euro zu finanzieren ist. Die Gesamtfinanzierung von 65.0000,00 Euro setzt sich in der Beispielsrechnung aus zwei Teilen zusammen: Im ersten Teil kommt ein Bausparvertrag, im zweiten ein Sofortfinanzierungsmodell zum Tragen.



Herr Frank Weber
Tel.: 0711 662-1470
Fax: 0711 662-1334
E-Mail: frank.weber@ww-ag.com

Wüstenrot & Württembergische AG
Gutenbergstraße 30
70176 Stuttgart
http://www.ww-ag.de/

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