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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 04.03.2011
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EuGH zu Unisex-Tarifen – Endlich Gleichstellung bei der Beitragskalkulation in der privaten Rentenversicherung vorgeschrieben

Als der Europäische Gerichtshof am Dienstag (2. März 2011) sein Urteil zur Gleichbehandlung von Frauen und Männern bei den Versicherungsprämien bekannt gab, war der Aufschrei in der Branche riesengroß und einhellig. Die mächtigsten Anbieter und ihr Gesamtverband sowie Ratingagenturen (Map-Report) und die Versicherungskaufleute verurteilen die Umsetzung dieses zentralen Grundrechtes als Fehler. Sie warnen vor Prämienexplosionen, Marktverzerrungen, Kundenschädigungen.

Der Bundesverband unabhängiger Finanzdienstleisterinnen (BuF) e.V., kann sich dieser Einschätzung nicht anschließen, schließlich verweist der Verband bereits seit vielen Jahren auf gravierende Ungerechtigkeiten bei der Kalkulation privater Rentenversicherungen. Denn hier sind die Unterschiede so richtig spürbar. Bei der für Frauen günstigeren Autoversicherung dagegen oder bei geschlechtsspezifisch kalkulierten Preisen von Risikolebensversicherung profitieren zwar Frauen, doch der Preisunterschied zu Männertarifen ist in diesen Sparten geradezu lächerlich gering im Vergleich zur Rentenversicherung.

So zahlt heute eine 40-jährige Frau, die 25 Jahre für eine lebenslange Gesamtrente von etwa 1.000 € spart, in der Zeit bis zu ihrem Rentenbeginn etwa 10.000 € mehr Prämien als der männliche Versicherte mit gleichen Vorgaben. Die Zins- und Zinseszinsen sind dabei noch gar nicht berücksichtigt.

Als Begründung für diese Männer bevorzugende Prämienkalkulation bot sich der Branche die längere Lebenserwartung von Frauen an. Doch genau dies ist grundgesetzwidrig: Denn kein Mensch darf wegen der Zugehörigkeit zu einer Gruppe, der er unabänderlich allein durch die Geburt angehört, höher belastet werden als andere. Das gilt auch, wenn es statistisch nachweisbare Unterschiede gibt.

Doch scheinheilig ist der Aufschrei der Branche auch deshalb, weil allgemein bekannt ist, dass die Lebenserwartung durch zahlreiche (weitere) Bedingungen beeinflusst wird: durch den Bildungsstand, das soziale Umfeld, die Einkommenshöhe, den Lebensstil, die Ernährung, durch Zigarettenkonsum usw. Einfacher ist es da jedoch einen augenscheinlichen Aspekt herauszugreifen, die statistisch nachweisbare längere Lebenserwartung von Frauen.

Damit ist jetzt Schluss. Wir dürfen gespannt sein, auf welche Weise die Auflage des Europäischen Gerichts umgesetzt wird. Doch freuen können sich Frauen, die für die Rente sparen müssen, auf jeden Fall. Und mit ihnen ihre Interessenvertreterinnen in der Versicherungsbranche, die engagierten, unabhängigen Finanzberaterinnen.



Frau Dr. Mechthild Upgang
Tel.: 0228-2426645
Fax: 0228-2426646
E-Mail: info@finanzexpertinnen.de

BuF Bundesverband unabhängiger
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Über den Bundesverband unabhängiger Finanzdienstleisterinnen (BuF e. V.) und seine Mitgliedsunternehmen

Der Bundesverband unabhängiger Finanzdienstleisterinnen (BuF e. V.) ist ein Zusammenschluss von Expertinnen aus der Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche, die ihre Mandantinnen und Mandanten kompetent und unabhängig von Banken, Versicherungs-, Investment- und Anlagegesellschaften beraten. Der BuF legt höchsten Wert auf die Qualifikation, Professionalität, Erfahrung und Unabhängigkeit seiner Mitglieder. Auf Tagungen und Kongressen werden diese Qualitätsmerkmale kontinuierlich weiter entwickelt. Denn eine hochwertige Beratung, die natürlich immer die individuelle Lebenssituation der Mandantinnen und Mandanten berücksichtigt, zahlt sich aus.

Die BuF-Mitglieder verfügen über mehrjährige Erfahrungen in der Auswahl, dem Umgang und der Vermittlung von Versicherungs- und Finanzprodukten. Vermögen aufbauen, die Altersvorsorge planen, Geld anlegen, die Arbeitskraft absichern und den Erwerb oder Verkauf einer Immobilie erwägen – hier ist die Unterstützung durch eine unabhängige Finanzexpertin besonders gefragt. Die Produkte, die durch die BuF-Mitglieder angeboten werden, sind so vielfältig wie die individuellen Anforderungen der Kundinnen und Kunden. Allein bei den Geld- und Kapitalanlagen können die Finanzexpertinnen zwischen mehreren tausend Investmentfonds wählen.

Die Expertinnen des BuF sind bundesweit vertreten. Der BuF bündelt die Interessen seiner Mitglieder und ihrer Mandantinnen/Mandanten und kommuniziert die gemeinsamen Anliegen und Ansprüche in der Öffentlichkeit und auf Bundesebene.

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