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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 30.03.2011
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Gemischte BVZL-Bilanz 2010: Positive Signale am deutschen Lebensversicherungszweitmarkt, Vertrauenskrise und Ernüchterung im britischen und USamerikanischen LV-Zweitmarkt.

Die im deutschen LV-Zweitmarkt tätigen Mitgliedsunternehmen haben sich im Jahr 2010 auf die veränderten Marktgegebenheiten eingestellt und wieder verstärkt Policen angekauft. Mit einem Ankaufsvolumen von über 160 Mio. Euro konnte das Ergebnis des Jahres 2009 (100 Mio. Euro) deutlich übertroffen werden. Die im BVZL organisierten Policen-Aufkäufer blicken nach Aussage von Ingo Wichelhaus, Vorstand National des Bundesverbandes Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen e. V. (BVZL), „nun wieder zuversichtlicher in die Zukunft“. Ernüchterung und eine Fortsetzung der Vertrauenskrise prägten dagegen die Entwicklung an den „internationalen“ LV- Zweitmärkten Großbritannien und USA. Im abgelaufenen Jahr konnte in diesen Anlageklassen kein nennenswertes Volumen an Neuplatzierungen verzeichnet werden.

Im Gegenteil: Krisenmanagement und Krisenkommunikation waren hier gefragt, sowohl für den BVZL, in erster Linie aber für die Emissionshäuser, die ihren Investoren und Anlegern einige unangenehme Nachrichten übermitteln mussten. Bestehende britische LV-Fonds konnten bzw. wollten aufgrund der Marktentwicklungen keine Ausschüttungen vornehmen um den Fortbestand der Fonds nicht zu gefährden. Auch im US-Bereich blieben die Ausschüttungen aufgrund bekannter Ursachen, wie etwa den ungenauen Lebenserwartungsgutachten, zum Teil weit unter Plan. Schlagzeilen um „kriselnde“ Fonds prägten das Bild in der Öffentlichkeit.

Transparenz und Aufklärung

Entsprechend unzufrieden mit den aktuellen Entwicklungen im britischen und USamerikanischen LV-Zweitmarkt, zeigte sich der neue BVZL-Vorstand International, Christian Seidl: „Leider gelang es gerade bei diesen beiden Asset-Klassen noch nicht ausreichend, bestehende und zum Teil nachvollziehbare Vorbehalte bei Investoren, Anlegern und Vertriebspartnern vollständig zu entkräften und so mögliche und unzweifelhaft vorhandene Potentiale dieser beiden Asset- Klassen wieder zu nutzen“. „Investitionen in gebrauchte britische und US-amerikanische Lebensversicherungen seien nach wie vor eine interessante Anlagealternative, sowohl für private als auch für institutionelle Investoren“, vor allem vor den sich derzeit wieder abzeichnenden positiven Marktentwicklungen“, so Seidl weiter. Im britischen Markt zeichnet sich ein weiteres Ansteigen der Rückkaufswerte und der Boni ab, im USamerikanischen Markt scheint es, als seien nun endgültig alle offensichtlichen „Kinderkrankheiten“ ausgestanden.

Dennoch: Der BVZL, aber auch Emissionshäuser und Fondsmanager, müssen das ihre im Jahr 2011 dazu beitragen, Anleger, Vertriebe und die breite Öffentlichkeit wieder davon überzeugen, dass sich Investitionen in britische Traded Endowment Policies (TEPs) und US-amerikanische Senior Life Settlements nach wie vor hervorragend zur Diversifizierung des Anlageportfolios eignen.

Positive Entwicklung am deutschen Markt setzt sich fort

Für das Jahr 2011 erwartet der Branchenverband nochmals eine weitere Zunahme des Ankaufvolumens. Positiv sollte sich hier u. a. weiter die Entwicklung des Zinsniveaus auswirken, die direkten Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der Sekundärmarktunternehmen hat. Denn die Investoren kaufen verstärkt Policen aufgrund der im Verhältnis zum Zinsniveau hochattraktiven Garantieverzinsung, die neben den tatsächlich erzielten Policenrenditen einen wesentlichen Vorteil dieser Anlageklasse ausmachen.

Zeichen stehen auf Wachstum

Die allgemeine Verunsicherung bei Investoren und Anlegern, resultierend aus Hypotheken- und Finanzkrise, scheint überwunden zu sein, das Vertrauen in die Qualität deutscher Lebensversicherungs-Policen konnte zurückgewonnen werden, neue Absatzkanäle für Policen-Aufkäufer tun sich auf, das Geschäft scheint langsam aber stetig wieder in Schwung zu kommen. Vor allem institutionelle Investoren aus der Schweiz und Luxemburg, aber auch zunehmend Privatpersonen, die über elektronische Handelsplattformen in Einzelpolicen investieren können, sorgen dafür, dass die Policen-Aufkäufer wieder verstärkt auf der Suche nach geeigneten Policen sind. Für veräußerungswillige Verbraucher, die ihre Police mit einem finanziellen Aufschlag zum eigentlichen Rückkaufswert auf dem Zweitmarkt verkaufen wollen, steigen dementsprechend wieder die Chancen, einen seriösen Abnehmer zu finden.

Anlage in deutsche Kapitallebensversicherung lohnt sich

Die deutsche Kapitallebensversicherung zeigte sich auch im Zuge der Finanzkrise als solide und nachhaltige Finanzanlage. Absicherungsmechanismen wie eine konservative Anlagepolitik der Versicherer aufgrund gesetzlicher und aufsichtsbehördlichen Bestimmungen wie z. B. dem Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) oder der Anlageverordnung (AnlV) sowie regelmäßige Kontrollen der Finanzaufsicht sorgten u. a. dafür, dass sich Verbraucher keine Sorgen um ihre Altersvorsorge machen mussten.

Die Sparanteile inkl. Zinsen und Überschüsse werden im Sicherungsvermögen der Versicherer getrennt vom übrigen Unternehmensvermögen angelegt und können nicht von etwaigen Gläubigern angegriffen werden. Im schlimmsten Fall würden die Lebensversicherungsverträge mit dem Sicherungsvermögen auf die Protektor Lebensversicherungs AG übertragen, bei der alle deutschen Lebensversicherer Pflichtmitglieder sind. Ein gutes und sicheres Produkt wird sich durchsetzen – Im Erstmarkt, wie auch im Zweitmarkt.

Augen auf beim Verkauf der Police

Mit großer Sorge beobachtet der BVZL bereits seit längerer Zeit die stetig zunehmende Anzahl von Unternehmen auf dem deutschen LV-Zweitmarkt, die Verbraucher mit zum Teil horrend hohen Kaufpreisversprechen zum Verkauf ihrer Lebensversicherungen bewegen wollen. Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sieht diese Entwicklung mit gewisser Sorge und verbot in der Vergangenheit bereits einigen Firmen die Geschäftstätigkeit aufgrund des Betreibens unerlaubter Einlagegeschäfte.*

Wichelhaus weist in diesem Zusammenhang nochmals ausdrücklich darauf hin, dass sich Verbandsmitglieder des BVZL, die im deutschen Lebensversicherungszweitmarkt tätig sind, freiwillig an Standards und Leitlinien halten, die auf der Homepage des Verbandes www.bvzl.de veröffentlicht sind.

Grundsätzlich sollten Versicherte Angebote intensiv prüfen, die vorsehen, den Kaufpreis in Raten oder zu einem späteren Zeitpunkt auszuzahlen. „Seriöse Aufkäufer zahlen immer sofort. Alles andere könnte für den Verkäufer der Police ein unkalkulierbares Verlustrisiko darstellen“ so der BVZL- Vorstand. Skeptisch sollten Verbraucher auch dann sein, wenn extrem hohe Gewinnversprechen (beispielsweise die Verdoppelung des Rückkaufswertes) und hohe zweistellige Renditen bei Wiederanlage der Mittel aus gekündigten Policen versprochen werden. Für Verbraucher, die ihre Police auf dem Zweitmarkt veräußern möchten, über die Aufnahme eines Policen-Darlehens nachdenken oder aber auch direkt in eine gebrauchte Lebensversicherung investieren wollen, hat der BVZL einige Merkblätter erarbeitet, die helfen sollen seriöse Anbieter von unseriösen zu unterscheiden. Diese, wie auch weitere nützliche Informationen zu den Lebensversicherungszweitmärkten sowie eine Liste von am deutschen Markt tätigen Mitgliedsunternehmen, stehen ebenfalls auf der Homepage zum kostenlosen Download bereit. Darüber hinaus empfehlen die Experten des BVZL Verbrauchern, sich im Zweifelsfall an eine Verbraucherzentrale vor Ort zu wenden und sich dort über die Seriosität des potenziellen Aufkäufers zu informieren.

* Aktuelle Informationen hierzu können Verbraucher auf der Homepage der BaFin unter www.bafin.de/verbrauchermitteilungen finden!



Kommunikation & Politik
Herr Lothar Trummer
Tel.: 0171/ 537 2949

BVZL Bundesverband Vermögensanlagen
im Zweitmarkt Lebensversicherungen e.V.
Ridlerstraße 33
80339 München
www.bvzl.de

Kurzportrait BVZL:

Die im Bundesverband Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen (BVZL) e. V. zusammengeschlossenen Unternehmen und Dienstleister engagieren sich weltweit in Lebensversicherungszweitmärkten. Der Verband mit seinen derzeit knapp 40 Mitgliedern fungiert seit seiner Gründung im Mai 2004 als eine einheitliche Interessenvertretung in wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Fragen. Der BVZL steht im ständigen Dialog mit Politik, Meinungsbildnern, Öffentlichkeit und anderen Interessengruppen, um die dynamische Entwicklung der Branche aktiv zu unterstützen.

Ein wichtiges Anliegen ist es, Branchenstandards im Hinblick auf Transparenz und Vergleichbarkeit der unterschiedlichen Anlagesegmente (britische, deutsche und US-amerikanische Lebensversicherungen) zu installieren und somit die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Investment in diese differenziert zu betrachtenden Asset-Klassen stetig zu verbessern.

Mitglieder (in alphabetischer Reihenfolge):

21 st Services, AA-Partners AG, Abacus Settlements, LLC, Allgemeiner Versicherungsdienst Gesellschaft M.B.H., Augur Life Management GmbH & Co. KG, Back Bay Group, LLC/North Channel Bank Gmbh & Co. KG, Berlin Atlantic Capital AG, BLLW Braun Leberfinger Ludwig Weidinger, BVT Life Bond Management GmbH, cash.life AG, City Endowments Limited, Coventry, Credit Suisse Securities, Del Mar Financial S.à.r.l., Dr. Peters GmbH & Co. KG, Fasano Associates, ISC Services, Jäderberg & Cie. GmbH, König & Cie. GmbH & Co. KG, Legacy Benefits LLC, Life Bond Holding GmbH, Life Insurance Settlement Association, Locke Lord Bissell & Liddell LLP, Mercurius AG, MLF LexServ, LP, ORCA Finance N. V., Peachtree, Policen Direkt GmbH, Q Capital Strategies, LLC, SL Investment Management Limited, LLC, UniCredit Bank AG, Wealth Management Capital Holding GmbH, Wells Fargo Bank N.A., WestLB Life Markets GmbH

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