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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 23.06.2008
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Gesamtwirtschaftlicher Ausblick für die USA und den Euro-Raum

Ernste Risiken für das Wirtschaftswachstum

Frankfurt, Juni 2008 – Die Weltkonjunktur hat in der jüngsten Vergangenheit deutlich an Schwung verloren. Allerdings fiel die Verlangsamung weniger drastisch aus, als vielerorts befürchtet wurde. Namentlich in den Schwellenländern ist das Wachstum noch immer stabil. Während sich die Wirtschaftstätigkeit in der Euro-Zone nach wie vor positiv entwickelt, hat sie in den USA nachgelassen. Zu einem Einbruch ist es jedoch bisher nicht gekommen. Sollte der Erdölpreis jedoch seinen Höhenflug fortsetzen, könnte er das Weltwirtschaftswachstum stark beeinträchtigen. Aufgrund der zurückhaltenden Kreditvergabepolitik der Finanzindustrie sind die Risiken zusätzlich gestiegen.

In den USA hat sich das Wachstum insbesondere aufgrund der schrumpfenden Wohnbauinvestitionen und einem nachlassenden Konsum abgeschwächt. Gründe dafür sind unter anderem der hohe Erdölpreis sowie Wertverluste im Immobilienbereich. Der tiefe US-Dollarkurs, der mit einem weiterhin widerstandsfähigen Wachstum in der restlichen Welt einhergeht, ermöglichte jedoch ein starkes Wachstum der US-Exporte. Im Verlauf der kommenden Monate dürften die wirtschafts- und finanzpolitischen Anreize, die seit Anfang Mai in den USA umgesetzt werden, die Konjunktur stützen und eine allzu drastische Verringerung des Konsums vermeiden. Ferner dürften die von der amerikanischen Zentralbank und der US-Regierung bereitgestellten neuen Refinanzierungs-Möglichkeiten und die Lockerung der Auflagen für die beiden weltgrößten Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac einen dramatischen Einbruch bei den Kreditvergaben verhindern. In diesem Umfeld könnte das US-Wirtschaftswachstum 2009 erneut nahezu zwei Prozent erreichen.

Sollte sich der US-Immobilienmarkt jedoch nicht stabilisieren, würde eine so genannte L-förmige Rezession immer wahrscheinlicher (siehe Grafik). Dieses Szenario würde dann eintreten, wenn die Immobilienpreise weiter sinken und sich das Risiko verschärft, dass Haushalte ihre Hypotheken nicht mehr bedienen können. Gleichzeitig hat der Wertverlust der Immobilien negative Auswirkungen auf die Vermögenssituation der Privathaushalte, was die Konsumausgaben bremst. Die Folge wäre ein heftiger Wirtschaftsabschwung und eine jahrelange Stagnation – eine L-förmige Rezession. Wir halten dieses Szenario derzeit zwar nicht für das wahrscheinlichste. Dennoch sorgen der stetig steigende Erdölpreis und die strafferen Kreditbedingungen der Banken dafür, dass es realistischer wird.

Die Euro-Zone zeigte sich bis ins Frühjahr 2008 gegenüber den Finanzmarktturbulenzen erfreulich widerstandsfähig. Seit einigen Monaten ist bei den Unternehmerbefragungen aber eine Trendwende zu beobachten. Und wie in den USA schmälern auch im Euro-Raum steigende Rohstoffpreise die Kaufkraft der Haushalte. Die nach wie vor rege wachsende Zahl neuer Stellen dürfte aber einen allzu deutlichen Rückgang des Konsumwachstums verhindern. Insbesondere dürfte das in Deutschland erwartete Erstarken der Konsumausgaben die Verringerung in Spanien kompensieren. Die Niveauunterschiede im Wirtschaftswachstum zwischen den einzelnen Euro-Ländern würden sich dadurch eindeutig verringern.

Insgesamt gehen wir damit sowohl für das Jahr 2008 als auch für 2009 von einem Wachstum von nahezu zwei Prozent aus. Die wichtigste Unwägbarkeit dieses Szenarios betrifft die Entwicklung der Rohstoffpreise und des finanziellen Umfelds, insbesondere die Straffung der Bedingungen bei der Kreditvergabe durch die Banken. Für diese Bedrohungen ist Europa derzeit nicht gut gewappnet, denn die geldpolitischen und mehr noch die haushaltspolitischen Spielräume in der Euro-Zone sind beengt. Die EZB täte gut daran, bei hoher Inflation und konkreten Wachstumsrisiken bei einem Politikwechsel behutsam vorzugehen.



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