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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 10.06.2015
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Hochzeitversicherung: Wie Versicherer die Schweden-Hochzeit schützen (würden)

Am Samstag heiratet der schwedische Prinz Carl Philip seine Verlobte Sofia Hellqvist. Rund 650.000 Euro soll die Vermählung das Prinzenpaar angeblich kosten. Doch was passiert, wenn die Hochzeit unerwartet ausfallen müsste?

Wenn sich ein schwedischer Prinz traut, dann ist das kein normales Jawort. Ganz Stockholm wird geschmückt, wenn Carl Philip und seine Verlobte Sofia Hellqvist am Samstag vor den Traualtar treten. Der europäische Hochadel reist an und gefeiert wird nicht irgendwo, sondern im Königlichen Palast. Medienberichten zufolge wird die Hochzeit das Prinzenpaar rund 650.000 Euro kosten.

Angesichts der Summe haben Carl Philip und Sofia vielleicht eine Hochzeitsversicherung abgeschlossen. Sie leistet, wenn eine Feier überraschend ausfällt. Sei es, weil einer der Brautleute plötzlich schwer erkrankt, der zukünftige Schwiegervater unerwartet verstirbt oder der Opa aus dem Ausland wegen eines Unwetters nicht anreisen kann. „Bei Ausbruch des isländischen Vulkans 2010 konnten zum Beispiel die Eltern eines Bräutigams nicht rechtzeitig aus Amerika anreisen“, erzählt Ralf Biller, der bei den Helvetia Versicherungen den Bereich Sach-Gewerbe leitet. Dann übernimmt eine Hochzeitsversicherung die Kosten, die mit der Absage oder Verschiebung der Feier verbunden sind – vorausgesetzt, das Brautpaar hat rechtzeitig eine solche Police abgeschlossen. Das bedeutet mindestens zwei Wochen im Voraus.

Kosten der Absage können beträchtlich sein

„Im Grunde ist es ähnlich wie bei einer Reiserücktrittsversicherung“, erklärt Gitta Penz, Produktmanagerin bei der HanseMerkur. Kann die Reise ins Glück nicht angetreten oder muss sie verschoben werden, ersetzt die Hochzeitsversicherung die Kosten. Die können erheblich sein: Der Saal muss – zumindest anteilig – bezahlt werden, der Fotograf verlangt eine Kompensation und auch die Band bekommt ein Ausfallhonorar. Auch der Caterer bekommt eine Entschädigung, wenn er das Hochzeitsmenu schon eingekauft hat. Je nach Versicherer sind auch andere Ausfälle mit eingeschlossen. Einen wichtigen Ausschlussgrund gibt es aber: „Wenn es sich die Braut oder der Bräutigam anders überlegt, greift die Versicherung nicht“, sagt Penz.

Ob sich der Abschluss einer Police lohnt, hängt vom Einzelfall ab. „Es kommt auf das Verhältnis zwischen Aufwendungen und Lebensstandard an“, sagt Michaele Völler vom Institut für Versicherungswissenschaften an der FH Köln. Wer jahrelang auf die pompöse Hochzeit sparen müsse, sollte eher überlegen, wie viel ihm eine Absicherung wert sei. Würde ein zweiter Termin nur noch in kleinem Rahmen stattfinden können, weil das ursprüngliche Hochzeits-Budget von den Storno-Gebühren aufgefressen wurde, könne sich der Blick auf eine solche Police lohnen, sagt Völler. Aber auch mit guter Planung ließen sich die meisten Risiken minimieren.

Die Prämie einer Hochzeitsversicherung hängt von den Gesamtkosten der Feierlichkeiten ab. Für den schwedischen Prinzen wäre die Police daher nicht günstig: „Otto-Normalverbraucher könnten von der Prämie selbst eine nicht ganz kleine Hochzeit ausrichten“, sagt Biller.

Hochzeitspolicen sind ein Nischenprodukt

Ein Massengeschäft ist die Absicherung des Jawortes in Deutschland nicht. „Natürlich ist das ein Nischenprodukt“, sagt Penz. Die Paare würden sich meist für eine solche Police interessieren, wenn ihre Hochzeit 5.000 Euro oder mehr kostet. Barbara Köster-Heck vom Versicherungsmakler Aon hat ähnliche Erfahrungen: „Die klassische Hochzeit, die bei uns versichert ist, kostet zwischen 10.000 und 15.000 Euro.“ Mehr als 10.000 Euro würden laut einer Umfrage der CreditPlus Bank nur elf Prozent der Bundesbürger für eine Hochzeit ausgeben. Für knapp ein Drittel liegt die finanzielle Schmerzgrenze zwischen 5000 und 10.000 Euro.

Amerikaner lassen sich ihre Hochzeit mehr kosten als Deutsche

Im Ausland sind Hochzeitsversicherungen hingegen verbreiteter. „In anderen Kulturkreisen wird die Hochzeit traditionell noch in viel größerem Rahmen gefeiert“, sagt Völler. So ist in den USA das Produkt viel bekannter. Und die durchschnittlichen Kosten einer amerikanischen Hochzeit sind auch viel höher: Brautpaare geben hier im Schnitt 28.427 Dollar aus. Aber billiger geht es im Land der unbegrenzten Möglichkeiten auch, sogar in Anwesenheit des Hochadels. In der Elvis Chapel in Las Vegas kostet das Memories-Paket nur 195 Dollar – inklusive Trauung vom King of Rock n’Roll.

>> zum Artikel auf GDV.DE: http://www.gdv.de/2015/06/wie-versicherer-die-schweden-hochzeit-schuetzen-wuerden/

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Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit Sitz in Berlin ist die Dachorganisation der privaten Versicherer in Deutschland. Die rund 460 Mitglieder sorgen durch 427 Millionen Versicherungsverträge für umfassenden Risikoschutz und Vorsorge sowohl für die privaten Haushalte wie für Industrie, Gewerbe und öffentliche Einrichtungen.

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