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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 10.10.2011
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IBB erwartet weniger Wirtschaftswachstum

Der Schwung, mit dem die Berliner Wirtschaft das laufende Jahr begonnen hat, hält noch an. Nach wie vor sind die Auftragsbücher gut gefüllt, und die Beschäftigung nimmt weiter zu. Vor allem im Verarbeitenden Gewerbe spricht die gute Auftragslage für eine ordentliche Entwicklung. Die Berliner Industrie ist im Juli kräftig ins dritte Quartal gestartet. In den nächsten Monaten dürften sich die konjunkturellen Aussichten jedoch etwas verschlechtern. Trotz einer leicht nach unten korrigierten Wachstumsprognose  wird die Berliner Wirtschaft in diesem Jahr immerhin noch um 2,5% zulegen – ein Wert, der aber im nächsten Jahr nicht zu halten sein wird, so die Prognose der IBB-Volkswirte.

2012 – Weniger Wachstum aber keine Rezession

Zwar lässt sich eine Rezession für Berlin ausschließen, doch stehen die Zeichen auch in der deutschen Hauptstadt zum Jahresende auf Flaute. Die Schuldenkrise im Euro-Raum dürfte wegen der Verunsicherung von Konsumenten und Unternehmen das Wachstum vor allem im Winterhalbjahr bremsen. Dafür sorgt allein schon die rückläufige Entwicklung im gesamten Bundesgebiet. Die schwächer werdende Weltwirtschaft wird die deutsche Investitionstätigkeit vorübergehend dämpfen und somit die Auftragsvergaben nach Berlin schrumpfen lassen. Auch die anhaltende Diskussion über Auswirkungen der Staatsschuldenkrise auf den Bankensektor sorgt für ein vorsichtigeres Agieren der Unternehmen. Ebenso lässt im Außenhandel der Schwung allmählich nach. Die stagnierenden Auftragseingänge aus dem Ausland deuten auf ein schwaches zweites Halbjahr hin.

Rückläufige Entwicklung der Berliner Exportwirtschaft

Sowohl die schwächer werdende deutsche Wirtschaft als auch das kühlere weltweite Konjunkturklima werden die Berliner Unternehmen und die Exportwirtschaft belasten. Zwar haben die Berliner Firmen in den ersten sieben Monaten gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum noch 3,1% mehr Waren ausgeführt. Im Juli allerdings ging der Export gegenüber dem Vorjahresmonat weiter um 6,2% zurück. Insbesondere in die EU-Länder zeigen die Berliner Exporte eine rückläufige Entwicklung.

Tourismus starke Stütze der Berliner Konjunktur

Die Touristen sind in diesem Jahr erneut eine starke Stütze der Berliner Konjunktur. Trotz Finanzkrise konnte Berlin im bisherigen Jahresverlauf 2011 starke Wachstumsraten verzeichnen und an die sehr gute Entwicklung der Vorjahre anknüpfen. In den ersten sieben Monaten 2011 kamen bereits 5,5 Mio. Besucher in die deutsche Hauptstadt, das entsprach gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum einer Zunahme um 8,5%.

Steigende Umsätze im Berliner Einzelhandel

So sorgten die Touristenströme in die deutsche Hauptstadt auch beim Berliner Einzelhandel für steigende Umsätze. Im Durchschnitt der ersten sechs Monate 2011 setzte der Berliner Einzelhandel 2,2% mehr um als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Allerdings werden die Konsumenten aufgrund der neuerlichen Krisenerscheinungen in den nächsten Monaten vermehrt sparen.

16.000 offene Stellen in Berlin

Die Beschäftigung befindet sich in einer für Berliner Verhältnisse sehr guten Lage. Es entstehen nach wie vor Arbeitsplätze. So zeigt die aktuelle Erwerbstätigenrechnung einen ungebrochenen Beschäftigungszuwachs für Berlin. Für das erste Quartal 2011 weist die Statistik eine Steigerungsrate von 1,2% gegenüber dem Vorjahresquartal aus. Dabei geht der Anstieg in Berlin vor allem auf die Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer zurück. Die Belebung am Berliner Arbeitsmarkt wird sich in den nächsten Monaten zwar etwas abschwächen, unter dem Strich aber anhalten. So standen den Berliner Erwerbslosen im September rund 16.000 gemeldete offene Stellen gegenüber. Das waren rund 5.300 mehr als vor einem Jahr (+49%).

Unsicherheit wird auch Berliner Konjunkturbild prägen

Alles in allem steht Berlin noch gut da. In diesem Jahr wird ein weiterer leichter Rückgang der Erwerbslosenzahl erwartet. Rückenwind kommt vor allem vom anhaltenden Touristenboom und damit auch vom privaten Konsum. Die Investitionen der Unternehmen dürften zwar langsamer zunehmen, aber immerhin noch wachsen. Die Negativereignisse begründen somit zumindest im laufenden Jahr noch keine Konjunkturwende. Allerdings stärken die neuerlichen Turbulenzen an den Finanzmärkten die Unsicherheit. Diese sind mit verursacht durch die ungelösten Staatsschuldenkrisen in Europa und in den USA. Deshalb gilt: Die hohe Unsicherheit wird auch das Berliner Konjunkturbild im nächsten Jahr prägen.

Den vollständigen Konjunkturbericht sowie weitere volkswirtschaftliche Analysen und Berichte finden Sie unter der Adresse www.ibb.de



Herr Hartmut Mertens
Tel.: (030) 21 25-47 38

Investitionsbank Berlin (IBB)
Bundesallee 210
10719 Berlin
www.ibb.de

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