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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 29.01.2007
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ITA-Studie: Deutsche fordern Anbieter- und Produktvielfalt im Bereich privater Altersvorsorge

Aktienorientierte Altersvorsorge stößt auf positive Resonanz unter Verbrauchern

Berlin, 25. Januar 2007 – Verbraucher halten eine große Produktvielfalt bezüglich der Altersvorsorge für sehr wichtig. Dies ergab eine repräsentative Studie des ITA Institut für Transparenz in der Altersvorsorge in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). So gaben 52 Prozent der Befragten an, dass ihnen eine möglichst große Anbieter- und somit Produktvielfalt für ihre private Altersvorsorge sehr wichtig ist.

Die Studie wurde vor dem Hintergrund der Reform des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) durchgeführt. Aufgrund unklarer Formulierungen (§169, Abs. 3, Satz 2) lässt der derzeitige VVG-Entwurf auf die Einführung gesetzlich vorgeschriebener Rückkaufswerte bei Lebens- und Rentenversicherungen schließen. Die Konsequenz dessen wäre eine Verdrängung der Anbieter, die Produkte ohne garantierte Rückkaufswerte anbieten. Laut der Studie entspricht dies jedoch nicht dem Stimmungsbild der Verbraucher. So gaben 32 Prozent der Befragten an, dass ihnen Produkte mit überdurchschnittlichen Renditen und dafür niedrigen Garantien, wichtig sind. „Natürlich sind diese Produktkonzepte nicht für jeden die geeignete Form der Vorsorge, doch inwiefern Interessierte in solche Produkte investieren möchten, sollte ihnen selbst überlassen sein“, so Mark Ortmann, Direktor des ITA.

40 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen „innovative Vorsorgeprodukte“, wie sie typischerweise von ausländischen Marktteilnehmern angeboten werden, sehr wichtig sind. Darüber hinaus forderten mehr als zwei Drittel der Befragten transparentere Informationen hinsichtlich der Verwaltungs- und Abschlusskosten einer Versicherung. Ein deutliches Zeichen dafür, dass das grundsätzliche Anliegen der VVG-Reform, wie auch das des ITA, mehr Informationen und Transparenz am Markt zu schaffen, klar im Sinne der Verbraucher ist.

Produktinnovationen sind wichtig zur Schließung der Rentenlücke
Insbesondere innovative Vorsorgeprodukte, wie so genannte With Profit Produkte, wären von der Einführung garantierter Rückkaufswerte negativ betroffen. Besonderes Merkmal dieser Produktkonzepte: Zugunsten höherer Renditechancen verzichten sie weitestgehend auf Garantien in der Ansparphase. „Würden diese Produkte vom Markt genommen, so ginge dies eindeutig zulasten der Produktvielfalt und führe zur Einschränkung der Auswahlmöglich-
keiten für die Verbraucher“, erläutert Mark Ortmann die möglichen Auswirkungen der Neure-
gelung. Auch vor dem Hintergrund, dass fondsgebundene Versicherungen (FLV) nicht von der Neureglung der Rückkaufswerte betroffen wären, ist die VVG-Reform in diesem Punkt nicht nachvollziehbar. Denn im Gegensatz zur FLV bieten With Profit Policen, zumindest bezogen auf die Auszahlung am Ende der Laufzeit, Garantien, was eine gewisse Sicherheit vermittelt.

Besonders vor dem Hintergrund steigender finanzieller Belastungen, die den Menschen immer weniger Raum für Investitionen in ihre Altersvorsorge lassen, kommt es nach Ansicht des ITA auf Produkte an, die eine hohe Rendite erzielen. Denn je höher die Rendite, desto niedriger ist der erforderliche monatliche Sparbeitrag, um die Rentenlücke im Alter zu schließen. Einen maximalen Kapitalertrag erzielen Anleger langfristig mit einer Investition in Aktien, wie es in der Regel bei With Profit Policen oder Fondsgebundenen Rentenversicher-
ungen der Fall ist. Ein Grund dafür, dass aktienorientierte Rentenversicherungen in Deutschland zunehmend als Alternative zur klassischen Altersvorsorge gesehen werden. Denn sie bieten den Verbrauchern die Möglichkeit, an den Chancen der Aktienmärkte zu partizipieren, ohne jedoch das volle Risiko zu tragen. Spezielle „Glättungsmechanismen“ schützen den Versicherungsnehmer vor negativen Kursschwankungen.

„Ein wichtiger Bestandteil der VVG-Reform sollte die Fortentwicklung moderner aktienorientierter Vorsorgeprodukte sein und nicht die Verdrängung innovativer Produkte vom Markt. Zumal der Übergang zu einer stärker kapitalgedeckten Vorsorge ohne Alternative ist“, so der Finanzökonom Ortmann.



Weitere Informationen:
ITA Institut für Transparenz in der Altersvorsorge • Leonie Stockmann • Lietzenburger Straße 99 ü 10707 Berlin
Tel.: 030. 81 46 38 83 • Fax: 030. 81 46 38 99 • E-Mail: ls@ita-online.info



Pressesprecherin
Frau Leonie Stockmann
Tel.: 030-81463883
Fax: 030-81463899
E-Mail: ls@ita-online.info

ITA Institut für Transparenz in der Altersvorsorge
Lietzenburger Straße 99
10707 Berlin
Deutschland
www.ita-online.info

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