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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 18.03.2009
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In der Finanzkrise Ruhe bewahren und Pulver trocken halten

Herr Maß, Sie haben auf dem Fondskongress in Wien nicht nur durch die Tatsache, dass Sie wiederum in einem sehr schwierigen Börsenjahr einen Gewinn von über 10% für Ihre Anleger erwirtschaftet haben, sondern vor allem durch Ihre knallharten Statements auf sich aufmerksam gemacht.

Udo Maß: Da ich weder Politiker noch Banker bin, brauche ich keine Schönfärberei zu betreiben. Anleger vertrauen ihr Kapital doch Fondsmanagern und Vermögensverwaltern an, weil sie glauben, dass wir Fachleute einen Wissensvorsprung haben und verantwortungsvoll mit den uns anvertrauten Geldern umgehen. Also müssen wir unseren Kunden keine Entschuldigungen liefern, sondern eine sichere Geldanlage – allein das zählt für mich.

An welchem Punkt der Finanzkrise stehen wir? Ist das „Licht am Ende des Tunnels“ schon zu erkennen?

UM: Wir sind mitten drin. Die Situation bei den Finanzinstituten ist nach wie vor sehr angespannt. Weltweit wird über so genannte  „Bad Banks“ gesprochen, die die Problempapiere der Banken übernehmen sollen. Um die Brisanz herunter zu spielen wurde sogar ein neuer Begriff geprägt: „Toxische Papiere“. Hier liegt echter Zündstoff in den Bilanzen der Banken. Und selbst derjenige, der die Augen und Ohren verschließt, kann die Auswirkungen auf die Realwirtschaft nicht mehr leugnen. Wir haben es mittlerweile nicht mehr nur mit einer Finanzkrise, sondern schon mit einer Systemkrise zu tun.

Was meinen Sie mit Systemkrise? Was verstehen Sie darunter und welche Konsequenzen ergeben sich daraus?

UM: Eine Systemkrise ist wesentlich tiefgreifender und länger anhaltend, als eine Finanzkrise. Sie rüttelt an den Wurzeln unseres Finanzsystems. Die Anzeichen sind mehr als deutlich: Die Geldmenge entfernt sich massiv von den Realwerten. Der Geldmarkt ist, besonders durch das Verhalten der Banken, sehr stark beeinträchtigt. Das Finanzsystem kann nur noch durch massive staatliche Eingriffe und Zinssenkungen der Notenbanken überhaupt am Leben gehalten werden. Und darüber hinaus hat diese Krise längst auf die Realwirtschaft übergegriffen, da die Banken viel zu sehr mit sich selbst befasst sind, als sich mit ihrer eigentlichen Aufgabe, der Versorgung der Wirtschaft mit Krediten zu beschäftigen. Die Situation in Island hat gezeigt, dass selbst Staatspleiten nicht mehr verhindert werden können. Und wir glauben, dass die isländische Staatspleite nicht die Letzte war, die wir in dieser Krise sehen werden. Dies ist keine „normale“ Krise, denn unser komplettes Wirtschaftssystem wird in Frage gestellt.

Einige Banken empfehlen ihren Kunden selbst in der jetzigen Situation, an Investmentdepots mit einem fixen Aktienanteil festzuhalten und die bereits eingetretenen Verluste auszusitzen. Wie bewerten Sie diese Empfehlung?

UM: Das ist eine sehr mutige Empfehlung - die wohl auch nur jemand aussprechen kann, der für seine Ergebnisse nicht Rede und Antwort stehen muss. Denn es kann durchaus passieren, dass diese Anleger im Zuge der Finanzkrise weitere empfindliche Kursverluste in Kauf nehmen müssen. Die Dauer, diese Verluste auszusitzen, könnte sich um Jahre verlängern. Und es ist in höchstem Maße fraglich, ob das die richtige Entscheidung ist.

Derzeit werden Staatsanleihen aktiv beworben. Kann damit die Krise verlustfrei überstanden werden?

UM: Auch hier ist Vorsicht geboten. Wir werden in diesem Jahr eine Flut von Neuemissionen erleben. Es ist fraglich, inwieweit der Markt diese aufnimmt. Sollten es zu Problemen kommen, die sich übrigens schon jetzt abzeichnen, sind auch hier Kursverluste möglich. Italienische Staatsanleihen, die kürzlich ausgegeben wurden, konnten beispielsweise nur zu 40% platziert werden. Das kann auch anderen Staaten passieren. Zudem sind die aktuellen Renditen alles andere als interessant und deuten bereits auf eine Blasenbildung bei den Staatsanleihen hin.

Die Finanzkrise unbeschadet zu überstehen, evtl. sogar darüber hinaus noch mit Gewinn, ist die vermutlich größte Herausforderung, der sich ein Fondsmanager zur Zeit stellen muss. Können Fondsmanager diese Hürde tatsächlich meistern? Worauf kommt es an?

UM: Möglich ist dies schon. Eine  Diversifikation in viele möglichst nicht korrelierende Assetklassen ist sicherlich eine gute Grundvoraussetzung. Man sollte aber in die einzelnen Assetklassen nur dann investieren, wenn es wirklich interessant ist. In der Zwischenzeit gilt es Ruhe zu bewahren und sein Pulver für gute Chancen trocken zu halten. Offensive Positionen sollten im Zweifelsfall abgesichert werden, um größere Verluste zu vermeiden. Zudem sollten sich Fondsmanager und Vermögensverwalter die Möglichkeit schaffen, auch auf fallende Kurse setzen zu können.

Der General Investment Fund – Stable Return, für den Sie im Anlageausschuss der Swiss Select Asset Management AG maßgeblich an den Anlageentscheidungen beteiligt sind, ist erst im Dezember gestartet. Die Strategie, nach der die Anlageentscheidungen getroffen werden, wird allerdings schon seit einigen Jahren in den Depots der Swiss Select AG umgesetzt. Wie ist es Ihnen gelungen im Jahr 2008 – bereits mitten in der Finanzkrise – zweistellige Vermögenszuwächse zu erzielen?

UM: Wir haben bereits im Herbst 2007 beschlossen uns von den meisten Aktienpositionen zu trennen. Da wir die Risiken einer nahenden Krise hoch eingeschätzt haben, haben wir die verbleibenden Positionen abgesichert. Im Laufe des Jahres haben wir uns dann auch von den restlichen Positionen verabschiedet. Sogar Assetklassen wie beispielsweise Rohstoffe haben wir erst einmal mit guten Erträgen im Frühjahr verkauft. Die Gefahr, dass diese wegen der mangelnden Liquidität ebenfalls Kursverluste hinnehmen müssen war uns zu groß. Stattdessen haben wir ca. 25% in Strategien investiert, mit denen wir auch in seitwärts- bzw. fallenden Märkten Gewinne erzielen können. Den Rest haben wir in Cash gehalten. Wie sich bewiesen hat, sind wir mit dieser vorsichtigen und sicherlich eher konservativen Vorgehensweise sehr gut gefahren.

Für einige Anleger mögen Kursverluste „nur“ ärgerlich sein – aber manchmal gefährden sie sogar den Lebensstandard. Sie selbst sind auch etliche Jahre in der Kundenberatung aktiv gewesen. Welche Tipps können Sie Anlegern aber auch anderen Finanzberatern geben?

UM: Aus Situationen wie dieser lernen! Anleger sollten, vor allem wenn Sie auf das Geld dringend angewiesen sind, zu Lösungen greifen mit denen sie auch ruhig schlafen können. Von hohen Renditeerwartungen sollte man sich erst einmal verabschieden. Jeder, der im langfristigen Bereich einen Wertzuwachs von 3% über der Inflationsrate erzielt wird in den nächsten Jahren zu den wenigen Gewinnern dieser Systemkrise gehören.



Herr Malte Papen
Tel.: +49 (0)2661-9530 40
E-Mail: info@mp-service-hof.de

SWISS SELECT Asset Management AG
Im Malarsch 4
9494 Schaan
Liechtenstein
http://www.swissselect.de/

SWISS SELECT Asset Management AG
Mit Sicherheit mehr Rendite - die Swiss Select Asset Management AG ist Investmentberater des General Investment Fund – Stable Return (WKN A0RCEV). Das Unternehmen hat sich auf sicherheitsorientierte Investmentstrategien spezialisiert, die unabhängig von den allgemeinen Turbulenzen der Finanzmärkte Gewinne ermöglichen.




Udo Maß ist Vorsitzender des Anlageausschusses der SWISS SELECT Asset Management AG für den General Investment Fund – Stable Return (WKN A0RCEV) und mit seiner eigenen Firma, der Maß & Partner Unternehmensgruppe ist er seit 1992 als selbständiger Anlageberater hauptsächlich für Steuerberater und deren Mandanten tätig. Sein Vermögensberatungsunternehmen hat Niederlassungen in Hamburg und Nürnberg und fungiert als Hauptvertriebs- und Informationsstelle für den General Investment Fund – Stable Return.
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