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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 06.03.2008
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Industrie schummelt Lebensmittel gesund

Verbraucherzentrale fordert Ampelkennzeichnung

Wer isst wirklich nur ein Osterei aus einer Tüte von achtzehn oder einen Minischokokuss aus einer Packung mit 32 Stück? Mit Minimengen rechnet die Lebensmittelindustrie oft ihre Produkte gesund und lässt Übergewichtige in dem Glauben, Süßigkeiten, Chips oder Fertiggerichte leisteten keinen nennenswerten Beitrag zum täglichen Kalorienkonto. Das ergab ein Test der Verbraucherzentrale Hamburg. Die Verbraucherschützer veröffentlichten jetzt eine Liste von Produkten mit freiwilligen Nährwertkennzeichnungen der Hersteller. Darin wird unter Nennung der Namen und Abbildung der Packungen aufgedeckt, dass oft mit der Angabe winziger Portionsmengen die Verbraucher irregeführt werden. So werden auf der 180-Gramm-Packung Schoko-Ostereier „For Kids“ von Favorina für „eine Portion von 10 Gramm“ die Kalorien, Zucker- und Fettwerte in Prozent „der empfohlenen Tagesmenge eines Erwachsenen“ angegeben. Eine solche „Portion“ entspricht genau einem Ei. Welches Kind belässt es bei einem Ei?

„Diese unsinnigen Angaben helfen nicht, Lebensmittel mit hohen Fett- und Zuckeranteilen zu erkennen“, sagt Armin Valet von der Verbraucher-zentrale. Übergewichtige wiegen sich in Sicherheit, weil der Fett- und Zuckergehalt als gering erscheint. Kinder werden bei der Kennzeichnung nicht berücksichtigt. Der Verniedlichungseffekt der angegeben Portions-größen sowie die auf Erwachsene bezogenen empfohlenen Tagesmengen machen aus mancher Kalorienbombe ein vermeintliches Light-Produkt.  

Die Untersuchung zeigt nach Überzeugung der Verbraucherzentrale, dass das geltende System der freiwilligen Nährwertkennzeichnung nicht funktioniert, da es die wahren Kaloriengehalte vertuscht. Die Verbraucherzentralen fordern eine Ampel-Kennzeichnung der Inhaltsstoffe, wie es sie in Großbritannien gibt. Anhand der Farben Rot, Gelb und Grün können dort Verbraucher auf einen Blick erkennen, ob Süßigkeiten oder Snacks zucker- oder fettreich sind. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat in ihrer jetzt veröffentlichten Liste die Produkte bereits mit einer Ampel-Bewertung versehen.

Der gesamte Test mit Fotos der Miniportionen und Ampelbewertung durch die Verbraucherzentrale ist im Internet unter www.vzhh.de veröffentlicht.



Frau Silke Schwartau
E-Mail: presse@vzhh.de

Verbraucherzentrale Hamburg e.V.
Kirchenallee 22
20099 Hamburg
http://www.vzhh.de/

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