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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 04.06.2009
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Insolvenzschock in 2009

Die tiefe Rezession sorgt 2009 in Deutschland für eine Zunahme der Firmeninsol- venzen um fast 20 Prozent auf 35.000. Im nächsten Jahr wächst die Zahl der Plei- ten zwar deutlich geringer, dennoch sind fast 39.000 Betriebe in ihrer Existenz gefährdet.

Die Zunahme bei den Unternehmensinsolvenzen infolge der weltweiten Rezession setzt sich auch in Deutschland fort. In ihrer jüngsten Prognose rechnen die Experten der Eu- ler Hermes Kreditversicherungs-AG 2009 mit einem Zuwachs von 19,5 Prozent auf 35.000 Firmeninsolvenzen und 2010 noch einmal mit einem Plus von 11,1 Prozent auf 38.900. Die Summe der Not leidenden Forderungen dürfte nach der Schätzung des Hamburger Kreditversicherers 2009 um fast 36 Prozent auf 30 Milliarden Euro zuneh- men und im nächsten Jahr um 10 Prozent auf dann 33 Milliarden Euro.

Branchen: Industrie legt am stärksten zu

Von den Hauptbranchen in Deutschland wird die Industrie 2009 von der Pleitewelle be- sonders hart betroffen, die Zahl der Insolvenzen wird voraussichtlich um 45,4 Prozent klettern, nachdem sie 2008 noch um 4 Prozent gefallen war. Handel und Dienstleistun- gen werden 2009 Steigerungen der Insolvenzen um 12,6 (plus 1,1 Prozent 2008) und 22,5 Prozent (plus 2,9 Prozent 2008) erleben. Das Baugewerbe schneidet mit einem weit unterdurchschnittlichen Zuwachs von nur 7,4 Prozent in diesem Jahr recht gut ab, nachdem es sich bereits 2008 mit einem Minus von 5,5 Prozent am besten von den Hauptbranchen entwickelte.

Hohe Bedeutung der Lieferantenkredite

Die Summe der Lieferantenkredite lag im vergangenen Jahr bei rund 335 Milliarden Eu- ro und ist damit erneut angestiegen. Sie tragen damit stärker zur Unternehmensfinanzie- rung bei als die kurzfristigen Bankkredite, die 2008 rund 295 Milliarden Euro ausmach- ten. Das ist auch eine Folge der verschlechterten Finanzierungsbedingungen bei den Banken. „Eine gute Finanzkommunikation und ein effizientes Forderungsmanagement sind jetzt wichtiger denn je“, sagt Dr. Gerd-Uwe Baden, Vorstandvorsitzender der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG.

Pleitewelle auch bei Handelspartnern

Unternehmen, die ins Ausland liefern sind ebenfalls von Zahlungsausfällen bedroht, da auch bei den wichtigsten Handelspartner Deutschlands eine drastische Zunahme der Insolvenzen zu erwarten ist. So rechnen die Experten von Euler Hermes in Frankreich mit einem Anstieg von 24,9 Prozent in diesem Jahr und 9,4 Prozent 2010. Auch in Großbritannien (plus 55,7 Prozent 2009), den Niederlanden (plus 74,8 Prozent 2009) und Italien (plus 30,7 Prozent 2009) steigt die Zahl der Firmeninsolvenzen nach der Prognose von Euler Hermes deutlich an, bevor die Zuwachsraten im nächsten Jahr wie- der etwas moderater ausfallen. Für Westeuropa insgesamt wird ein Anstieg von 32,3 Prozent in diesem Jahr und ein moderates Plus von 8,7 Prozent für 2010 prognostiziert. Anders ist die Perspektive für die USA. Während in diesem Jahr nach Ansicht der Ex- perten die Firmeninsolvenzen noch um 44,7 Prozent steigen, werden sie in 2010 bereits wieder um 3,7 Prozent sinken. Auch einige europäische Länder (z.B. Spanien, Däne- mark, Norwegen) könnten nach der vorangegangenen Pleitewelle 2010 wieder leicht abnehmende Insolvenzzahlen registrieren.

Weitere Informationen unter www.eulerhermes.de unter der Rubrik Presse oder unter http://aktuell.eulerhermes.de



Frau Sabine Enseleit
Sprecherin
Tel.: +49.40.8834-10 33
E-Mail: Sabine.Enseleit@eulerhermes.com

Euler Hermes Kreditvers.AG
Friedensallee 254
22763 Hamburg
www.eulerhermes.de

Die Euler Hermes Gruppe ist Weltmarktführer im Kreditversicherungsgeschäft und eine der führenden Gesellschaften in den Bereichen Inkasso und Kautionsversicherung. Mit 6.200 Mitarbeitern in über 50 Ländern bietet Euler Hermes ein komplettes Spektrum an Dienstleistungen für das Forderungsmanagement an. Der Umsatz 2008 betrug 2,2 Mrd. Euro.

Die Euler Hermes Gruppe analysiert die Bonität von über 40 Millionen Unternehmen und versichert Transaktionen im Wert von 800 Mrd. Euro weltweit.

Euler Hermes, Tochtergesellschaft der AGF und Mitglied der Allianz, ist an Euronext Paris notiert. Die Gruppe und ihre wichtigsten Tochtergesellschaften im Bereich Kreditversicherung erhielten von Standard & Poor’s das Rating AA-.

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