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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 06.01.2011
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J.P. Morgan Asset Management: Ausblick 2011

- Positive Konjunkturüberraschungen - Günstiges Szenario für Aktien - Droht eine Schwellenmarktblase - Erholung des US-Dollars

Die Experten von J.P. Morgan Asset Management glauben aufgrund verschiedener Frühindikatoren und der zusätzlichen geldpolitischen Anreize an ein Ende der aktuellen konjunkturellen Schwächephase. Nach Ansicht von David Shairp, globaler Stratege bei J.P. Morgan Asset Management, liegt das reale BIP-Wachstum für 2011 gemäß Bloomberg-Konsens bei 2,6 Prozent – nach 2,8 Prozent in diesem Jahr. Dies ist seiner Meinung nach eher ein historischer Maßstab, denn einige Volkswirte erwarten ein Wachstum von bis zu vier Prozent – ein Wert, bei dem die Arbeitslosenquote sinken würde. Außerdem gibt es Hinweise auf eine Lockerung der geldpolitischen Bedingungen in den USA und in China, zusätzlich zu den nach wie vor expansiven Bedingungen in der Eurozone. „Unser firmeneigener Indikator für die USA zeigt wieder expansive Bedingungen an: In der Vergangenheit folgte kurz darauf ein Anstieg der offiziellen Frühindikatoren. So haben die Kennzahlen unseres Währungsteams für die USA bereits im September 2010 die Trendwende eingeläutet“, erläutert Shairp.

Die Entwicklung in der Vergangenheit lege zudem nahe, dass das Wirtschaftswachstum im dritten Jahr nach einer Bankenkrise oberhalb des Trendniveaus liegen sollte. Die Professoren Carmen Reinhart und Kenneth Rogoff haben Bankenkrisen in mehreren Ländern analysiert (1) und festgestellt, dass die Aktivität im ersten Jahr nach der Krise üblicherweise einbricht, worauf im zweiten Jahr eine schwache Erholung folgt. Diese beschleunigt sich dann im dritten Jahr über das Trendniveau hinaus und lässt danach schließlich allmählich nach.

Günstiges Szenario für Aktien

Aktien werden sich laut dem Experten 2011 voraussichtlich besser entwickeln als Staats- und Nicht-Staatsanleihen: So herrsche derzeit ein leicht deflationäres Umfeld bei dem das Wachstum nachlässt, während die Inflation sinkt. So sei die Kerninflation in den USA jüngst auf ihren niedrigsten jemals verzeichneten Stand gesunken, parallel dazu habe die Produktion abgenommen. Somit stünden die Zeichen nach der Reflation jetzt auf Deflation beziehungsweise Disinflation. Beide Szenarien seien in der Regel günstig für Aktien, sofern es nicht zu einer sehr schweren Deflation komme, in der die Anlageklasse unter Druck geraten könnte. „Unserer Meinung nach werden sich die Investoren nach der angekündigten quantitativen Lockerung der Fed und des klaren Bekenntnisses zu einer Bekämpfung des Deflationsrisikos auf eine disinflationäre Entwicklung anstatt auf eine deflationäre einstellen. Ein solches langsames, aber stetiges Wachstum zusammen mit einer niedrigen Inflation ist günstig für Aktien“, betont Shairp.

Droht in den Schwellenmärkten eine Blase?

Die Schwellenmärkte gelten als Hauptnutznießer der quantitativen Lockerung in den USA. Es wird voraussichtlich viel Kapital in diese Märkte fließen, deren Währungen als unterbewertet gelten. Den Optimisten zufolge werden die Schwellenmärkte die gleiche Entwicklung nehmen wie die asiatischen Märkte Anfang der 1990er-Jahre. Dies würde eine massive Neubewertung und möglicherweise eine Bewertungsblase zur Folge haben. Das wirft die Frage auf, ob die Emerging Markets nicht mit einem Aufschlag notieren sollten. Aus historischer Sicht sind die Bewertungen attraktiv – sowohl auf Basis der historischen Kurs-Gewinn-Verhältnisse als auch auf Basis eines zusammengesetzten Bewertungsindex. Gegenüber den Industrieländern erscheinen die Bewertungen der Schwellenmärkte dagegen überzogen. Auch die Anlegerpositionierungen scheinen kurzfristig übertrieben. Die Mittelzuflüsse, gemessen in US-Dollar, waren im bisherigen Jahresverlauf höher als in den letzten 15 Jahren. Strategisch sind die globalen Investoren jedoch immer noch gegenüber der Benchmark untergewichtet, und ein Ausbau der Positionen um nur ein Prozent könnte diese Märkte schon überfrachten.

„Allerdings bereitet uns eine scheinbar extreme relative Bewertung keine allzu großen Sorgen. Die Schwellenmärkte sollten auch künftig stärker wachsen als die Industrienationen, auch wenn 2011 eine erhöhte Inflation und gezielte geldpolitische Straffungen zu erwarten sind. Die Eigenkapitalrendite in den Schwellenmärkten ist höher als in der westlichen Welt. Zudem sind die makroökonomischen Fundamentaldaten aufgrund der günstigeren Wachstumsaussichten und der gesunden Bankensysteme besser. Darüber hinaus finden ausländische Minderheitsaktionäre dort ein für sie vorteilhaftes Geschäftsklima vor“, erklärt Shairp. Sollte sich 2011 in den Schwellenmärkten eine Blase bilden, ist nach Ansicht des globalen Strategen von J.P. Morgan Asset Management noch genügend Zeit, um rechtzeitig strategisch richtig zu handeln.

Erholung des US-Dollars

Eine stabilere Wirtschaftsentwicklung dürfte zudem den US-Dollar begünstigen, der laut Shairp in der ersten Jahreshälfte 2011 seine Talsohle erreichen könnte. Bessere Konjunkturdaten aus den USA und ein Aufwärtstrend der Frühindikatoren könnten der US-Währung auf die Sprünge helfen. Aufgrund der Annäherung der Renditespreads dürften die Aussichten für die großen Währungen besonders von den Wachstumserwartungen beeinflusst werden. Hier stehen die USA gut da. Und die Verlängerung der Steuersenkungen in den USA sollte 2011 ein Prozent zum Wachstum beisteuern, was den Dollar weiter stützen würde.

Aufgrund seiner Prognosen ist das Fazit von David Shairp für die Mischportfolien von J.P. Morgan Asset Management: „Wir gewichten Aktien im Vergleich zu Anleihen weiterhin über und bevorzugen in unseren Mischportfolios Großbritannien, die USA, Japan, Hongkong und die Schwellenmärkte.“

(1)  Dieses Mal ist alles anders: Acht Jahrhunderte Finanzkrisen“, FinanzBuch Verlag 2010.

Carmen M. Reinhart ist Professorin für Betriebswirtschaft an der Universität Maryland.

Kenneth S. Rogoff ist Professor für öffentliche Ordnung und Betriebswirtschaft in Harvard.



Frau Annabelle Düchting
PR & Marketing Managerin
Tel.: (069) 71 24-22 75
E-Mail: annabelle.x.duechting@jpmorgan.com

JP Morgan Asset Management Europe S.a.r.l.
Frankfurt Branch
Junghofstr. 14
60311 Frankfurt
www.jpmam.de

Über J.P. Morgan Asset Management

Als Teil des globalen Finanzdienstleistungskonzerns JPMorgan Chase & Co. bietet J.P. Morgan Asset Management seinen Kunden erstklassige Investmentlösungen. Das Unternehmen gehört zu den weltweit führenden Investmentgesellschaften und verwaltet in den Asset Management Fonds von JPMorgan Chase & Co. per 30. September 2010 Kundengelder von über 1,26 Billionen US-Dollar. Mit 41 Niederlassungen weltweit verbindet J.P. Morgan Asset Management ein globales Angebot und eine breite Expertise in allen relevanten Assetklassen mit einer starken lokalen Präsenz. In Deutschland ist J.P. Morgan Asset Management seit 21 Jahren präsent und mit über15 Milliarden US-Dollar verwaltetem Vermögen eine der größten ausländischen Fondsgesellschaften.



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