Informationen und Wissen für die Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche Registrieren Abo Einloggen
Rotes Informations-Icon
Passwort vergessen? Kein Konto? Kostenlos registrieren...

dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 15.05.2009
Werbung

J.P. Morgan Asset Management: Wann wird aus dem „L“ ein „U“?

Robert Michele, globaler Chief Investment Officer für Anleihen, und Lisa Coleman, Head of Global Credit, im Investorengespräch

Die Experten von J.P. Morgan Asset Management zeigen sich verhalten optimistisch für die weitere Entwicklung der globalen Märkte. Bei einem Investorengespräch in Frankfurt erläutert Robert Michele, CIO für Anleihen und Währungen, dass die Rezession seit Jahresbeginn die gesamte Weltwirtschaft erfasst habe und nun in allen Regionen die Wachstumsprognosen erheblich nach unten korrigiert würden. Die Notenbanken und Regierungen ergriffen in der Folge weitere umfangreiche Maßnahmen, um dem Abschwung entgegenzuwirken: In den USA, Großbritannien und Japan wurden nicht nur die Zinsen auf nahezu null gesenkt, sondern darüber hinaus auch quantitative Lockerungsprogramme bekannt gegeben. Durch diese Maßnahmen ging die Volatilität an den Bondmärkten gegenüber den hohen Niveaus von Ende 2008 weltweit wieder zurück. Bei der Europäischen Zentralbank sieht Michele darüber hinaus noch Potenzial für weitere Zinsschritte.

In den USA hat das von der Obama-Regierung angekündigte Public-Private Investment Program (PPIP) des US-Finanzministeriums und der geplante Aufkauf von Staatsanleihen sowie von zusätzlichen Mortgage Backed Securities (MBS) und Anleihen der US-Agencies durch die Federal Reserve erhebliche Auswirkungen auf die Rentenmärkte. Nach einer deutlichen Kontraktion in der ersten Jahreshälfte sollten die Konjunkturmaßnahmen, der fortschreitende Lagerabbau, der geringere Druck aus dem Wohnimmobilienmarkt und die etwas günstigeren Finanzierungsbedingungen im zweiten Halbjahr eine allmähliche Rückkehr auf den Wachstumspfad herbeiführen. Dennoch dürfte das Wachstum mit gut einem Prozent unter der langfristigen Trendrate und somit so schwach bleiben, dass mit einem anhaltenden Anstieg der Arbeitslosenquote gerechnet werden muss. Aufgrund der beherzten Maßnahmen der Bank of England dürfte sich auch der Wirtschaftsabschwung in Großbritannien in den nächsten Monaten verlangsamen. Dennoch ist für die zweite Jahreshälfte bestenfalls mit einer Seitwärtsentwicklung der Wachstumsrate zu rechnen. Die Wirtschaftsflaute in Japan wird dagegen in den nächsten Quartalen anhalten, denn die Konjunkturindikatoren trüben sich weiter ein. Auch die Bank of Japan ging bereits zur Politik der Kreditlockerung über, um die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen zu verbessern. Darüber hinaus weitete die japanische Notenbank den Kauf von Staatsanleihen aus. Sogar die gescholtene EZB, die den Hauptrefinanzierungssatz zuletzt auf ein Prozent senkte, hat ihre Politik der Kreditlockerung durch die Ankündigung des Kaufs von Pfandbriefen ausgeweitet.

Insgesamt betont Robert Michele, dass es bei allen derzeit zu verzeichnenden positiven Frühindikatoren nach wie vor noch Korrekturbedarf gibt. Aber er sieht den G20-Gipfel als Wendepunkt: das Momentum des Abwärtstrends habe gestoppt werden können. Es sei – wenn auch auf niedrigem Niveau – zu einer Bodenbildung gekommen. Nun befinde sich die Wirtschaft in einer L-förmigen Seitwärtsbewegung. Damit aus dem „L“ nachhaltig ein „U“ werde, seien jedoch noch einige Folgen der Krise aufzuarbeiten: In der Historie zeigten Volkswirtschaften mit einer Bankenkrise im Durchschnitt vier Jahre ein Wachstum unter Trend. Ebenso dauert es rund vier Jahre bis das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf wieder auf das Niveau vor der Krise ansteigt.

Negatives Szenario nach wie vor eingepreist

Lisa Coleman, die bei J.P. Morgan Asset Management das Team für globale Unternehmensanleihen leitet, erläutert die Anlagechancen des aktuellen Marktumfeldes. Durch die Maßnahmen der Notenbanken würden die Zinsen gewolltermaßen sinken, was „sichere Anlagehäfen“ wie den Geldmarkt und Staatsanleihen unattraktiver mache. Obwohl bereits eine erste Rallye zu beobachten war, seien Anlagen, die etwas mehr Risiko aufweisen, nach wie vor attraktiv bewertet – so etwa Corporate Bonds, Wandelanleihen und sogar der Markt für Hochzinsanleihen. Allerdings seien die Fundamentaldaten weiterhin schwach, und für Coleman stellt sich die Frage, wie nachhaltig der Aufschwung an den Märkten für Unternehmensanleihen, Convertibles und High Yields tatsächlich ist. Lisa Coleman spricht von rezessionsbedingtem Gegenwind der weiterhin bestehe. Damit meint sie die nach wie vor zurückhaltende Kreditvergabe der Banken, die zurückgehende Profitabilität, den Trend zu übervorsichtigem Agieren der Rating-Agenturen bis hin zu wackeligen Refinanzierungsplänen der Unternehmen. Da jedoch die Risikoaufschläge nach wie vor ein negatives Szenario einpreisten, bestehe ein respektabler Puffer für eventuelle Ausfälle. Hintergrund sei, dass die Risikoprämien für die gesamte Anlageklasse „Credit“ 2008 Niveaus erreichten, wie seit der großen Depression nicht mehr. Seit Ende 2008 hätten sich diese Spreads schon wieder deutlich eingeengt, es besteht aber weiterhin Renditepotenzial. Wichtig sei allerdings ein Bewusstsein für das erhöhte Risiko – denn Downgrades und Ausfälle dürften in der nächsten Zeit zunehmen.

 



Frau Annabelle Düchting
PR & Marketing Managerin
Tel.: (069) 71 24-22 75
E-Mail: annabelle.x.duechting@jpmorgan.com

JP Morgan Asset Management Europe S.a.r.l.
Frankfurt Branch
Junghofstr. 14
60311 Frankfurt
www.jpmam.de

Robert Michele ist Managing Director und globaler Chief Investment Officer für Anleihen und Währungen bei J.P. Morgan Asset Management. Seit September 2008 leitet er die verschiedenen Teams in New York und London. Zuvor arbeitete Michele für mehr als zehn Jahre bei Schroder Investment Management, zuletzt ebenfalls als globaler Leiter des Anleihenbereichs. Er führte dort zuvor die Anleihengruppe in den USA. Von 1995 bis 1998 war er bei BlackRock verantwortlicher Manager für die Kern-Rentenportfolios und Credit-Strategien. Davor arbeitete Michele fünf Jahre bei FirstBoston Asset Management als Leiter des US-Zinsteams. Bei Brown Brothers Harriman verwaltete er mehr als acht Jahre Total Return-Portfolios für Investoren außerhalb der USA. Seine Karriere startete Michele bei Bankers Trust, wo er als Investment Analyst und Portfolio Manager arbeitete. Er hält einen Bachelor Titel der University of Pennsylvania, ist CFA-Charterholder und besitzt das Investment Management Zertifikat der UK Society of Investment Professionals.

Lisa Coleman ist Managing Director und leitet als Head of Global Credit das Team für Unternehmensanleihen im Investment Grade-Bereich. In dieser Funktion verantwortet sie für alle Aktivitäten der Sektorspezialisten und Credit-Analysten in New York und London. Zuvor war sie für mehr als acht Jahre bei Schroder Investment Management für die globalen Credit Strategien verantwortlich und parallel Leiterin des europäischen Anleihenbereichs. In dieser Zeit hat sie bereits intensiv mit Robert Michele zusammengearbeitet. Lisa Coleman arbeitete für sechs Jahre bei Allmerica Financials, wo sie Kern-Rentenportfolios und Credit-Strategien gemanagt hat. Zuvor war sie Deputy Manager des globalen Anleihengeschäfts bei Brown Brothers Harriman und managte für fünf Jahre Unternehmensanleihen-, ABS-, MBS- und Staatsanleihen-Portfolios. Zwischen 1986 und 1989 arbeitete Lisa Coleman bei Merrill Lynch als Analystin und Portfoliomanager. Sie begann ihre Karriere 1981 bei der US-Notenbank Federal Reserve Bank of New York im Devisenhandel. Lisa Coleman hält einen Bachelor Titel in Economics ders Trinity College, Hartfort und einen Master in International Banking and Finance der Columbia Universität in New York. Sie ist ist CFA-Charterholder und besitzt das Investment Management Zertifikat der UK Society of Investment Professionals.

Zum Unternehmen

Als Teil des globalen Finanzdienstleistungskonzerns JPMorgan Chase & Co. bietet J.P. Morgan Asset Management seinen Kunden erstklassige Investmentlösungen. Das Unternehmen gehört zu den weltweit führenden Investmentgesellschaften und verwaltet in den Asset Management Fonds von JPMorgan Chase & Co. per 31. März 2009 Kundengelder von über 1,11 Billionen US-Dollar. Mit 40 Niederlassungen weltweit verbindet J.P. Morgan Asset Management ein globales Angebot und eine breite Expertise in allen relevanten Assetklassen mit einer starken lokalen Präsenz. In Deutschland ist J.P. Morgan Asset Management seit 20 Jahren präsent und mit über 15 Milliarden US-Dollar verwaltetem Vermögen eine der größten ausländischen Fondsgesellschaften. www.jpmam.de





dvb-Pressespiegel abonnieren
Erhalten Sie täglich die 8 wichtigsten Mel- dungen zu Versicherungs- und Finanzthemen.
Hier anmelden:
dvb-Newsletter: die Entscheidungshilfe!
Psychonomics: 1. Platz Aktualität / 2.Platz Entscheidungsrelevanz für Versicherungs- und Finanzmakler
 
AGB | Datenschutz | Hilfe | Impressum | Sitemap | Team | Werbung & Preise

© deutsche-versicherungsboerse.de