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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 06.05.2009
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Jedes Jahr könnten 600 Kinder auf Europas Straßen gerettet werden: „Road Safety PIN Talk“ zur Verkehrssicherheit von Kindern

Allein auf deutschen Straßen sterben jährlich etwa 100 Kinder im Alter bis 15 Jahre bei Verkehrsunfällen – im Jahr 2008 waren es 102 –, EU-weit sind es über 1.200. Dies ergab der kürzlich veröffentlichte Road Safety PIN-Bericht des Europäischen Verkehrsicherheitsrates (ETSC) über die Verkehrssicherheit von Kindern. In der gesamten EU könnte die Hälfte der für Kinder tödlich verlaufenden Straßenverkehrsunfälle – rund 600 pro Jahr – verhindert werden, wenn überall so wenige Kinder im Verkehr sterben würden wie zum Beispiel in Schweden. Die Skandinavier weisen die niedrigste Getötetenrate von Kindern im Straßenverkehr in ganz Europa auf.

Die Ergebnisse des PIN-Berichts sowie Maßnahmen, die zur weiteren Verbesserung der Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr in Deutschland ergriffen werden müssen, waren Thema des Road Safety PIN Talk, den der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und der ETSC heute in Berlin mit Unterstützung von Toyota Motor Deutschland durchgeführt hat.

 “Das Beispiel Schweden und anderer Länder mit besserer Leistungsbilanz wie zum Beispiel Großbritannien liefert uns viele neue Anregungen und Ideen. Wir müssen die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr weiter verbessern“, sagte DVR-Hauptgeschäftsführer Christian Kellner. Um das Sicherheitsrisiko von Kindern im Straßenverkehr zu verringern, müssten die schulische und außerschulische Verkehrserziehung weiter verstärkt werden. „Eine erfolgreiche schulische Verkehrssicherheitsarbeit braucht eine gesicherte Finanzierung“, so Kellner. Kinder, Eltern, Lehrer und die Polizei müssten eingebunden sein.  

“Es ist durchaus realistisch, dass in vielen Ländern – auch in Deutschland – keine Kinder mehr im Straßenverkehr sterben“, sagte Graziella Jost, ETSC PIN-Programmleiterin. "Die Gesellschaft muss die Sicherheit von Kindern als elementares Menschenrecht sicherstellen, dies ist absolut unerlässlich.”

Der ETSC schlägt ein ganzes Maßnahmenpaket vor, das auf EU-Ebene sowie nationalen und kommunalen Regierungsebenen umgesetzt werden sollte. Die Mitgliedsstaaten sollten sich als gesondertes Ziel die Verringerung der Anzahl getöteter Kinder im Straßenverkehr setzen und ihr Bestes tun, um eine sichere Umgebung für Kinder zu schaffen, wie zum Beispiel durch die Einrichtung von verkehrsberuhigten Bereichen oder Tempo-30-Zonen.

Mit Informationskampagnen sollten sie die Nutzung von Kinderrückhaltesystemen (KRS) fördern und niedrigere Mehrwertsteuersätze für KRS ermöglichen. Ebenso sollten sie für ein größeres Angebot an rückwärtsgerichteten KRS werben, denn viele Experten halten diese für sicherer als vorwärtsgerichtete Sitze. Die EU-Institutionen sollten rückwärtsgerichtete Sitze für Kinder bis vier Jahre sowie den Einbau von ISOFIX-Kindersitzverankerungen als Voraussetzung für die Erteilung der Allgemeinen Betriebserlaubnis verpflichtend einführen.  

Der Europäische Verkehrssicherheitsrat ETSC ist eine unabhängige und gemeinnützige Organisation mit Sitz in Brüssel. Sein Hauptziel ist die Verringerung der Anzahl und Schwere von Verkehrsunfällen in Europa. Der ETSC wählt aufgrund von Forschungsergebnissen Maßnahmen mit hohem Sicherheitspotenzial aus und fördert diese. Im ETSC haben sich 41 nationale und internationale mit Verkehrssicherheit befasste Organisationen aus ganz Europa zusammengeschlossen. www.etsc.be.  

Das Road Safety Performance Index (PIN) Programm wurde im Juni 2006 ins Leben gerufen, um das Niveau der Verkehrssicherheit in den Ländern Europas zu vergleichen. Zurzeit sind 30 Länder in das Programm eingebunden, darunter auch der DVR für Deutschland. Die schwedische Straßenverkehrsadministration und Toyota Europe unterstützen dieses Programm. www.etsc.be/PIN. Den PIN Flash 12 "Reducing Child Deaths on EU Roads" können Sie unter www.etsc.be/PIN-publications.php herunterladen.  

Die Präsentationen und Vorträge des PIN Talk können unter http://www.etsc.eu/PIN-events.php abgerufen werden.



Herr Sven Rademacher
Tel.: +49.(0)228.4 00 01-72
Fax: +49.(0)228.4 00 01-67
E-Mail: srademacher@dvr.de

Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V.
Beueler Bahnhofsplatz 16
53225 Bonn
http://www.dvr.de

Der DVR feiert in 2009 sein 40-jähriges Bestehen.
Der bundesweite "Tag der Verkehrssicherheit" findet am 20. Juni 2009 zum fünften Mal statt.
Informationen und Anregungen finden Sie unter www.tag-der-verkehrssicherheit.de.

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