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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 04.12.2008
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Kreditversicherer entschädigen für deutlich mehr Forderungsausfälle, rechnen aber für 2008 mit zufriedenstellendem Ergebnis

- Voraussichtliches Beitragsplus von 1 Prozent auf rund 1,4 Milliarden Euro - Anstieg der Entschädigungsleistungen um 20 Prozent auf rund 900 Millionen Euro erwartet - Deutliche Zunahme des versicherten Handelsvolumens

Die Finanzkrise und der Konjunkturabschwung machen sich bei den Kreditversicherern durch steigende Entschädigungsleistungen bemerkbar, die die Delkredereversicherung bei Zahlungsausfällen erbringt. Dies erklärte Peter Ingenlath, Vorsitzender der Kommission Kreditversicherung im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), am Donnerstag in Köln. Nachdem die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im ersten Halbjahr 2008 noch zurückgegangen sei, habe sich dieser Trend in der zweiten Jahreshälfte bereits gedreht, so dass die Kreditversicherer für 2008 erstmalig seit 2003 wieder mit einem Anstieg der Unternehmensinsolvenzen um 3 Prozent auf dann knapp über 30.000 rechnen. Für 2009 rechnet die Branche mit einem weiteren Anstieg gegenüber 2008 um rund 12 Prozent auf mehr als 33.000 Fälle.

Mit dem Geschäftsverlauf der Kreditversicherung im Jahr 2008 zeigte sich Ingenlath in Anbetracht der Verschlechterung des wirtschaftlichen Umfelds dennoch zufrieden. Auf Basis der Ergebnisse der ersten drei Quartale rechnen die Kreditversicherer für das Gesamtjahr mit einem Beitragsplus von 1 Prozent auf rund 1,4 Milliarden Euro und einem Anstieg des Schadenaufwands um 20 Prozent auf rund 900 Millionen Euro, der im Wesentlichen auf die Zunahme der Schadenbelastung in der Delkredereversicherung zurückzuführen ist.

Ingenlath wies insbesondere auf die wichtige Funktion der Delkredereversicherung im Hinblick auf die laufende Überwachung der Bonität der Kunden der Versicherungsnehmer hin, durch die ein wesentlicher Beitrag zur Schadenverhütung geleistet werde. „Nicht zuletzt durch unsere Funktion als „Frühwarnsystem“ sind wir für unsere Versicherungsnehmer ein zuverlässiger Partner für ein professionelles Kreditmanagement“, sagte Ingenlath.

Die Zahlen nach den ersten drei Quartalen 2008 zeigen für die Sparten der Kreditversicherung folgendes Bild: In der Delkredereversicherung nahm der Schadenaufwand um 38,1 Prozent auf rund 355 Millionen Euro bei gleichzeitigem Rückgang der Beitragseinnahmen um 1,4 Prozent auf rund 616 Millionen Euro zu. Ohne die deutliche Zunahme des versicherten Handelsvolumens um 15,6 Prozent auf rund 336 Milliarden Euro wäre der Beitragsabrieb noch deutlicher ausgefallen. Demgegenüber profitierte die Kautionsversicherung von der noch guten Auftragslage im Baubereich sowie vom Ausbleiben von Großschäden. Allein in den ersten drei Quartalen 2008 haben die Kautionsversicherer Bürgschaften mit einem Gesamtvolumen von rund 34 Milliarden Euro übernommen. Die Beitragseinnahmen stiegen um 10,1 Prozent auf rund 258 Millionen Euro bei gleichzeitigem Rückgang des Schadenaufwands um 6,9 Prozent auf rund 93 Millionen Euro. Auch in der Vertrauensschadenversicherung waren die Ergebnisse zufriedenstellend. Die Beitragseinnahmen blieben unverändert bei rund 132 Millionen Euro, während der Schadenaufwand um 8,1 Prozent auf rund 51 Millionen Euro zunahm.

Mit Blick auf das Jahr 2009 sagte Ingenlath: „Wir erwarten im kommenden Jahr einen Anstieg der Schadenquoten. Zugleich gehen wir davon aus, dass angesichts der Finanzkrise das Risikobewusstsein in den Unternehmen und damit die Nachfrage nach Kreditversicherungsschutz steigen. Mit Blick auf insgesamt gestiegene Kosten einer Risikoabsicherung, auch im Vergleich zu anderen Absicherungsformen, erwarten wir einen Anstieg des Prämienniveaus am Markt. Wir Kreditversicherer werden unseren Kunden auch in diesen schwierigen Zeiten mit angemessenen Zeichnungsquoten zur Seite stehen.“



Frau Ulrike Pott
Leiterin Presse und Information
Tel.: 030 - 20 20 – 51 10
E-Mail: u.pott@gdv.de

Gesamtverband der Deutschen
Versicherungswirtschaft e.V
Wilhelmstraße 43 / 43G
10117 Berlin
http://www.gdv.de

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