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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 12.01.2012
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Laut einer Umfrage sind die europäischen Versicherer noch nicht für Solvency II gerüstet

Eine hohe Abhängigkeit von externen Dienstleistern bei der Erfassung von Daten, die Erstellung präziser Risikomodelle und der Erhalt hinreichend segmentierter und optimal aufbereiteter Fondsdaten zählen zu den größten Problemen, die sich in der europäischen Versicherungsbranche bei der Einhaltung der Solvency II-Vorschriften stellen. Dies ergab eine gemeinsame Studie von BNP Paribas Securities Services und InteDelta.

Im Rahmen der bei europäischen Versicherern durchgeführten Umfrage wurde ermittelt, wie weit diese bereits für die Einhaltung der Solvency II-Vorschriften gerüstet sind. Ein weiterer Themenschwerpunkt waren die Bereiche, in denen die Einhaltung der Vorschriften Probleme bereiten könnte.

Die Studie ergab, dass trotz der Fortschritte bei der Vorbereitung auf die Kapitalanforderungen (Säule I) und auf die Vorschriften hinsichtlich qualitatives Risikomanagement (Säule II) bezüglich Umsetzung und Integration der Vorschriften in die geschäftlichen Abläufe noch viel Arbeit vor den Unternehmen liegt.

57% der Teilnehmer räumten eine hohe Abhängigkeit von externen Dienstleistern bei der Modellierung der Risiko- und sonstigen kritischen Daten ein und berichteten gleichzeitig von Problemen bei der Erhebung hinreichend segmentierter und optimal aufbereiteter Daten für bestimmte Fonds und Produkte.

Ferner ging aus der Umfrage hervor, dass 60% der Versicherer noch nicht für die Erfüllung der Vorschriften von Säule III (Berichtspflichten gegenüber den Aufsichtsbehörden und zu veröffentlichende Angaben) gewappnet sind, da sie noch mit Veränderungen in diesem Bereich rechnen. Zwar fanden die meisten Befragten die Anforderungen von Säule III klar verständlich, doch räumten viele von ihnen ein, dass der Umfang der dafür erforderlichen Daten, die überwiegend aus Daten und Analysen der Säulen I und II zu extrahieren sind, hinsichtlich der Umsetzungsfrist ein erhebliches Problem darstellt.

Die wichtigsten, bei der Umfrage ermittelten Probleme sind:

  • Die Risiko-Governance, die um Daten und Analysen Dritter zu erweitern ist

- 57% der Befragten gaben eine mittlere bis hohe Abhängigkeit von externen Datenanbietern zu Protokoll

- Die Einführung spezieller Datenverarbeitungsprozesse im Rahmen des kompletten Solvency II-Programms wird eine klare Sicht auf kritische externe Abhängigkeiten für die Beschaffung von Daten und das Risikoreporting ermöglichen

  • Die Schlüsselrolle der Fondsmanager bei der Datenerhebung

- 80% der Befragten nannten die Manager konzerneigener und externer Fonds als Schlüsselquellen für Daten

- Das Problem der Segmentierung und Aufbereitung der Daten für komplexe Produkte und Dachfonds

- Erhöhte Anforderungen an Risikomodellierung und Wertpapierdienstleister

  • Die Notwendigkeit zur Einsetzung eines voll funktionsfähigen Risikoteams

- Vollständige Einbeziehung des Risikomanagements auf allen Ebenen und in sämtliche permanente Prozesse des Tagesgeschäfts

- Gilt als hohe Herausforderung für die Unternehmenskultur und gleichzeitig als Chance zur Optimierung des Managements

Die Ergebnisse der Umfrage kommentierte Maxime Gibault, Leiter des Kundensegments Versicherungsgesellschaften bei BNP Paribas Securities Services, wie folgt: “Zwar verzeichnen die Versicherer gute Fortschritte bei der Erfüllung der quantitativen Anforderungen von Solvency II, doch muss die Branche die in der Richtlinie spezifizierten Bereiche Risikomanagement und Reporting mit mehr Entschlossenheit angehen.“

„Neue Prozesse zur Nachvollziehbarkeit der Daten, zusätzliche Daten-Governance und neue Kriterien für das Kunden-Reporting, dies sind die Bereiche, die für die Versicherer kritisch identifiziert wurden. Besonders kritisch sind diese Bereiche allerdings für manche Versicherer mit Fonds externer Anbieter oder extern gepoolten Fonds, die ein mehrstufiges transparentes Reporting erfordern.“

„Daraus wird ersichtlich, dass die Versicherer hinsichtlich Solvency II eng mit ihren Assetmanagern zusammenarbeiten müssen, um zum 1. Januar 2014 startklar zu sein.”



Herr Dirk-Michael Mitter
Tel.: +49 (0) 69 7193 6667
E-Mail: dirk-michael.mitter@bnpparibas.com

BNP Paribas S.A.
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www.bnpparibas.de

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BNP Paribas (www.bnpparibas.com) gehört zu den am besten bewerteten Banken* weltweit. Die Gruppe ist in mehr als 80 Ländern vertreten und beschäftigt über 200.000 Mitarbeiter, davon über 160.000 in Europa. BNP Paribas belegt in ihren drei Kern-Geschäftsfeldern Schlüsselpositionen: Retail Banking, Investment Solutions und Corporate & Investment Banking. In Europa hat die Gruppe vier Heimatmärkte (Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg) und BNP Paribas Personal Finance ist bei Konsumentenkrediten Marktführer. BNP Paribas baut derzeit ihr integriertes Geschäftsmodell in den europäischen Mittelmeerstaaten aus und hat zudem ein großes Netzwerk im Westen der USA. Im Corporate & Investment Banking und im Bereich Investment Solutions hält die Gruppe ebenfalls Spitzenpositionen in Europa, hat eine starke Präsenz in Amerika und verzeichnet starkes und nachhaltiges Wachstum in Asien.

*Von Standard & Poor's mit AA- bewertet.

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