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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 04.03.2008
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Licht am Ende des Tunnels?

- Kollektiver Pessimismus spricht für Erholung - Langsamer Einstieg in langfristige Aktieninvestments

Wangen im Allgäu, März 2008 – Der Monat Februar war geprägt von einer nervösen Seitwärtsbewegung. Der DAX begann bei 6940 Punkten, schwankte anschließend zwischen 6600 und 7100 Punkten und steht aktuell ungefähr wieder auf seinem Ausgangsniveau. Einerseits wurden die Märkte von einigen positiven Faktoren gestützt: Die Unternehmensdaten sind nicht schlecht und Insider, Staatsfonds und Unternehmen investieren wieder verstärkt – so kaufte beispielsweise IBM jüngst eigene Aktien in Höhe von 15 Milliarden US-Dollar zurück.

Andererseits gibt es durchaus einige Faktoren, die das Licht am Ende des Tunnels wieder verdunkeln:

Ölpreis gefährdet die Wirksamkeit des US-Rettungspakets

Der Ölpreis belastet die Verbraucher weltweit im Allgemeinen und den angeschlagenen US-Konsumenten im Besonderen. Zum Jahresende hatten die meisten Investmentbanker noch mit einem Jahresdurchschnittspreis von unter 80 Dollar je Barrel Öl gerechnet. Davon ist das Fass mit Rekordwerten von über 100 Dollar aber weit entfernt. Berücksichtigt man die Faustregel, wonach ein Anstieg des Ölpreises um zehn Dollar die Amerikaner um 50 Milliarden US-Dollar Kaufkraft bringt – umgerechnet sind das 0,4 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts – wird klar, worum es hier geht: Das US-Verbrauchervertrauen hat mittlerweile den tiefsten Stand seit Beginn des Irak-Krieges 2003 erreicht. Wenn nun auch noch ein hoher Ölpreis für hohe Sprit- und Heizkosten sorgt, wirkt sich das negativ auf den ohnehin schon kränkelnden Konsum aus. Das 150-Milliarden-Dollar-schwere Konjunkturpaket der US-Regierung könnte also – sofern der Ölpreis so hoch bleibt – in den Heizöl- und Benzintanks der Amerikaner landen, anstatt im Konsum oder in der Tilgung von Krediten. Aber auch Preisaufschläge bei anderen Rohstoffen, wie zum Beispiel Eisenerz, belasten die Wirtschaft und treiben die Inflation. Und das nicht nur in den USA, wie die mittlerweile auf rekordverdächtige elf Prozent gestiegene Sparquote in Deutschland belegt. Das zeigt: Der Konsum wird 2008 nicht zum Wachstumsmotor, sondern eher zur Wachstumsbremse.

Flucht aus dem US-Dollar

Hinzu kommt, dass der US-Dollar im Moment einen herben Vertrauensverlust verkraften muss. Man muss sich schon fragen, wer den USA bei einem Zinsniveau von 1,975 Prozent auf zwei Jahre noch Geld leiht, wenn die Inflation bei vier Prozent liegt und die Liquiditätsschleusen der Notenbank komplett geöffnet sind. Die Flucht der Anleger in Gold aber auch in den Euro wird also allem Anschein nach weitergehen. Wie bereits im vergangenen Jahr stellt sich die Frage, ab welchem Kurs Europas Produzenten bei internationalen Ausschreibungen nicht mehr mithalten können. Da rund 60 Prozent der deutschen Exporte im Moment noch in den Euroraum gehen, scheint die Abhängigkeit nur gering zu sein, aber auch hier müssen unsere Unternehmen mit „Dumpingangeboten“ aus USA und Fernost rechnen.

Platzt die China-Blase?

Profiteur der Dollarschwäche ist zweifellos die asiatische Wirtschaft. Weil der chinesische Yuan weitgehend an den US-Dollar gekoppelt ist, werden Waren aus dem Reich der Mitte noch günstiger.

An der Börse in Shanghai macht sich dieser Effekt im Moment allerdings noch nicht bemerkbar: Hier entweicht gerade die Luft aus einer großen Spekulationsblase. Seit Oktober 2007 hat Chinas Börse rund 30 Prozent an Wert eingebüßt. Der Absturz war zu erwarten: Noch im Herbst kam es hier zu hundertfach überzeichneten Börsengängen. Auch der jüngste Börsenstart von China Rail war rund 80-fach überzeichnet. Eine weitere zehnprozentige Korrektur der chinesischen Börse scheint uns durchaus möglich – vielleicht auch mehr. Wie sich ein 30-40-prozentiger Kursverlust auf das Konsumverhalten der vor kurzem noch „neureichen“ Chinesen auswirkt, bleibt abzuwarten. Sicher sitzen vor allem Früheinsteiger immer noch auf massiven Gewinnen, doch alle chinesischen Anleger mussten enorme Einbußen hinnehmen.

Bodenbildung bei Finanztiteln

Noch immer keine Ruhe ist auf der Finanzseite eingekehrt. In den USA ist die Zahl der notleidenden Subprime-Kredite auf über 15 Prozent gestiegen. Das wirkt sich auf die Handelbarkeit der verbrieften Verbindlichkeiten aus, hier gab es Abschläge von bis zu 80 Prozent. Selbst mit AAA sehr gut bewertete verbriefte Papiere lassen sich zurzeit nur sehr schlecht handeln.

Allerdings sollten die positiven Aspekte der Situation nicht außer Acht gelassen werden: Gerade die Finanztitel haben in den vergangenen Monaten so stark gelitten, dass die an der Börse vorweggenommenen Verluste die tatsächlich notwendigen Abschreibungen in den Bilanzen der Institute deutlich übersteigen dürften. Finanztitel haben bereits rund 500 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung verloren. Bear Stearns rechnet indes „nur“ mit einem gesamten Abschreibungsbedarf von 300 Milliarden Dollar – vieles sollte also in den Aktienkursen bereits vollzogen sein.

Trotzdem kann es zu weiteren Abschreibungsgerüchten und Hiobsbotschaften kommen, da die Abschreibungen in den Bilanzen der Finanztitel noch längst nicht verbucht sind. Aktuell ist die Lage vergleichbar mit 2003, als nach dem Worldcom-Konkurs alle Telefongesellschaften als Pleitekandidaten galten, und manche – im Nachhinein betrachtet – doch zu stark abgestraft wurden.

Viele Pessimisten – gutes Zeichen

Ein gutes Zeichen ist der kollektive Pessimismus am Markt – meist ein Signal dafür, dass sich die Kurse bald erholen könnten. Der ZEW Indikator, der die Stimmung der Analysten misst, ist wesentlich tiefer gefallen, als beispielsweise der Ifo-Geschäftsklimaindex, bei dem Unternehmer befragt werden. Das heißt, die Stimmung ist schlechter als der tatsächliche Zustand der Wirtschaft – noch.

Auch vor dem Hintergrund des Societe-Generale-Schocks sollte die Marktbereinigung weiter fortgeschritten sein als gemeinhin vermutet. In aller Regel verbessert sich die Investorenstruktur durch derartige Ereignisse denn: Kreditspekulanten werden zur Liquidation gezwungen und Hartgesottene nehmen die „Exekutionsware“ entgegen.

Langsam einsteigen

Aufgrund dieser Faktoren glauben wir, dass schon wieder die Zeit gekommen ist, vorsichtig und in mehreren Schritten langfristig zu investieren. Wer in den verbleibenden zehn Monaten dieses Jahres jeweils ein Zehntel der beabsichtigen Summe peu a peu zum Beispiel in aktiv gemanagte Misch- oder Dachfonds mit hohem Aktienfokus investiert, sollte nicht alles falsch machen – vor allem auch im Hinblick auf die herannahende Abgeltungssteuer. Aufgrund der massiv gestiegenen Risikoaufschläge sind auch Hochzinsanleihen wieder einen Blick wert. Ihr Risiko ist zwar nach wie vor nicht zu unterschätzen, jedoch erhält man im Gegensatz zu 2005 bis Mitte 2007 wieder ordentliche Risikoprämien. Nach über zweijähriger Abstinenz hat die GECAM AG auf diesem Markt wieder erste vorsichtige Investments getätigt.



Frau Dana Garbe
Tel.: 069 / 133896-17
E-Mail: dg@stockheim-media.com

German Capital Management (GECAM)
Am Engelberg 8
88239 Wangen im Allgäu
Deutschland
www.gecam.de

Die GECAM ist ein unabhängiger Vermögensverwalter, der sich auf das Management von Dachfonds spezialisiert hat. Darüber hinaus bietet das Unternehmen seit der Firmengründung 1997 ein ganzheitliches Dienstleistungskonzept an und unterstützt Vertriebspartner in der professionellen Beratung von individueller und aktiver Fondsportfolio-Verwaltung. Mit der Entwicklung eigener, erfolgreicher Superfunds unterstreicht GECAM die fachliche wie organisatorische Leistungsfähigkeit ihres Finanzmanagements. GECAM verwaltet aktuell ein Gesamtnettovermögen von 220 Millionen Euro. Das GECAM-Team unter der Leitung von Vorstand Uwe Leonhardt betreut derzeit fünf Dachfonds nach dem Absolute-Return-Ansatz und ist eine der erfolgreichsten Dachfondsfamilien im banken-unabhängigen Bereich. Anfang 2006 wurde GECAM mit dem Goldenen Bullen als Vermögensverwalter des Jahres vom Finanzen Verlag ausgezeichnet. Die GECAM-Dachfonds Global Balanced und Global Value erhielten vom Finanzen Verlag jeweils den Fund Award 2006.

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