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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 04.08.2009
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Münchener Rück erzielt 1,1 Mrd. € Gewinn im 1. Halbjahr 2009

Die Münchener Rück hat im 2. Quartal 2009 mit einem Gewinn von 703 Mio. € erneut ihre Ertragskraft unter Beweis gestellt. Das Ergebnis lag um 11,9 % über dem Vorjahres-Ergebnis (628 Mio. €). Im 1. Halbjahr betrug der Gewinn 1.123 (1.405) Mio. €.

Vorstandsvorsitzender Nikolaus von Bomhard erklärte: „Wir konnten weiter von unserer Kapitalstärke profitieren und unsere Spielräume für profitables Wachstum nutzen. Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise halten wir für die Münchener-Rück-Gruppe für überschaubar.“

Von Bomhard betonte, dass die Münchener Rück gerade für die Zeit nach der Krise gut gerüstet sei: „In der Rückversicherung geht es um mehr, als solide und finanzstark zu sein: Unsere Kunden wollen von uns flexible, innovative Lösungen, die auf unserer Expertise basieren. Die Voraussetzungen dafür haben wir in den vergangenen zwei Jahren geschaffen. Jetzt liefern wir.“

In der Erstversicherung kehrte ERGO im 2. Quartal in die Gewinnzone zurück. „Dank unserer konsequenten Bilanzierungspolitik können wir mit Zuversicht nach vorn blicken“, so von Bomhard. „In Deutschland ist ERGO auf einem gutem Weg. Es zeigt sich, dass wir mit der breiten Diversifikation unseres Geschäfts, sowohl über die Geschäftsfelder als auch regional, gut fahren.“

Zusammenfassung der Zahlen des 1. Halbjahres der Münchener- Rück-Gruppe

Die Münchener-Rück-Gruppe erzielte in den ersten sechs Monaten ein zufriedenstellendes operatives Ergebnis von 2.119 (2.281) Mio. €; davon 1.373 Mio. € im 2. Quartal. Das Kapitalanlageergebnis zeigte sich erfreulich stabil; es stieg gegenüber dem 1. Halbjahr 2008 um 8,9 % auf 3,6 Mrd. €. Das entspricht einer Kapitalanlagerendite von 4,0 %. Das Eigenkapital blieb gegenüber dem Jahresanfang unverändert bei 21,3 Mrd. €. Die risikoadjustierte Eigenkapitalrendite (RoRaC) lag annualisiert bei 13,2 %, die Nachsteuer-Rendite auf das gesamte Eigenkapital (RoE) annualisiert bei 10,5 %. Der Halbjahresgewinn betrug 1.123 (1.405) Mio. €. Für das 2. Quartal 2009 ergab sich ein Konzernergebnis von 703 Mio. € (+11,9 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum). Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen um 9,8 % auf 20,7 (18,9) Mrd. €. Bei unveränderten Wechselkursen wäre das Beitragsvolumen gegenüber dem Vorjahr um 8,8 % gestiegen.

Seit dem 1. Quartal 2009 wendet die Münchener Rück den neuen Rechnungslegungsstandard IFRS 8 an und richtet damit die Segmentberichterstattung stärker an der internen Berichts- und Steuerungsstruktur aus.

Seit Mai bietet die Münchener Rück ihren Kunden und Partnern außerhalb Deutschlands ihre Leistungen im Gesundheitsbereich unter der Marke Munich Health an. Sie bündelt damit in ihrem dritten Geschäftsfeld ihr globales Know-how aus Erst- und Rückversicherung sowie den damit verbundenen Serviceleistungen. Aufgrund der noch geringen Größe wird dieses Geschäftsfeld bisher in der Rechnungslegung nicht separat, sondern im Rahmen der Segmente Rückversicherung Leben/Gesundheit und Erstversicherung Gesundheit ausgewiesen.

Erstversicherung: 2. Quartal mit Gewinn – 1. Halbjahr von Goodwill- Abschreibungen und Zinsabsicherungen belastet

Das Erstversicherungsgeschäft der Münchener-Rück-Gruppe besteht aus den Unternehmen der ERGO-Gruppe; aufgrund von Konsolidierungseffekten können sich die Zahlen der Erstversicherungssegmente der Münchener-Rück-Gruppe dennoch von den Zahlen der ERGO Versicherungsgruppe unterscheiden.

Die Erstversicherung kehrte im 2. Quartal in die Gewinnzone zurück, jedoch litten die Ergebnisse im ersten Halbjahr insgesamt unter den Folgen der Finanzkrise. Das operative Ergebnis betrug 292 (585) Mio. €, davon entfielen 215 (271) Mio. € auf das 2. Quartal. Das Konzernergebnis des Erstversicherungssegments betrug in den ersten sechs Monaten -9 (330) Mio. €, davon 63 (159) Mio. € von April bis Juni.

Die Schaden-Kosten-Quote im Segment Schaden- und Unfallversicherung (inkl. Rechtsschutz) betrug im 1. Halbjahr 2009 94,7 (90,7) %. Vor allem im 2. Quartal lag sie mit 93,1 (93,4) % auf einem guten Niveau.

Angesichts der nicht einfachen Rahmenbedingungen durch die Wirtschaftskrise hob ERGO-Vorstandsvorsitzender Torsten Oletzky die Versicherungstechnik hervor: „Trotz des konjunkturellen Gegenwinds stehen wir bei den versicherungstechnischen Ergebnissen weiterhin gut da. Es hilft, dass wir beizeiten unsere Hausaufgaben gemacht haben, so zum Beispiel auf der Kostenseite. Unsere sinkenden Kosten dämpfen die Wirkung leicht höherer Schadenquoten.“

Die gesamten Beitragseinnahmen über alle Sparten wiesen im 1. Halbjahr ein Plus von 5,1 % aus und beliefen sich auf 9,7 (9,2) Mrd. €; davon 4,6 (4,3) Mrd. € im 2. Quartal. Wachstum erzielte die ERGO erneut vor allem im internationalen Geschäft, allerdings belasteten starke Wechselkursveränderungen besonders des polnischen Zloty und der türkischen Lira den Umsatz.

Im Segment Leben stiegen die gesamten Beitragseinnahmen auf 3,8 (3,4) Mrd. €, davon entfielen 2,0 (1,8) Mrd. € auf das 2. Quartal. Im Inland war ein Anstieg von 1,7 % zu verzeichnen. Im internationalen Geschäft stiegen im 2. Quartal die Beiträge um 82,7 % auf 519 (284) Mio. €. Hier werden seit dem 4. Quartal 2008 die Beitragseinnahmen der Bank Austria Creditanstalt Versicherung AG (BACAV) in den Konzernabschluss mit einbezogen. Im 1. Halbjahr 2009 lagen sie bei 223 Mio. €. Die gebuchten Bruttobeiträge beliefen sich insgesamt auf 3,0 (2,9) Mrd. €; darin nicht enthalten sind die Sparbeiträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen oder Kapitalisierungsprodukten wie der Riester-Rente in Deutschland. Im inländischen Neugeschäft verursachte ein Basiseffekt bei den laufenden Beiträgen einen Rückgang des Jahresbeitragsäquivalents (APE; entspricht dem laufenden Beitrag zuzüglich 10 % der Einmalbeiträge): Anfang 2008 hatte die vierte und letzte Förderstufe bei Riester- Policen das Neugeschäft stark erhöht. Demgegenüber konnte ERGO in 2009 bislang deutlich mehr Einmalbeitragsgeschäft abschließen, vor allem im Bank-, Makler- und Direktvertrieb.

Im Erstversicherungssegment Gesundheit kletterten die Beitragseinnahmen in den ersten sechs Monaten 2009 um 3,0 % auf 3,1 (3,0) Mrd. €; davon entfielen 1,5 (1,4) Mrd. € auf das 2. Quartal. Im Inland stiegen sie um 1,5 % auf 2,5 (2,4) Mrd. €, im internationalen Geschäft zeigten sie ein Plus von 9,9 % auf 586 (533) Mio. €. Hier machten sich vor allem hohe Beitragssteigerungen in Spanien bemerkbar.

Im Segment Schaden- und Unfallversicherung erzielte ERGO in den ersten sechs Monaten 2009 wie im Vergleichszeitraum des Vorjahrs Beitragseinnahmen von 2,8 Mrd. €. Das internationale Geschäft ging wegen sinkender Wechselkurse um 0,3 % auf 1.005 (1.008) Mio. € zurück; dafür wuchs das Inlandsgeschäft leicht: Seit Jahresbeginn erreichten die Beiträge hier 1.782 (1.778) Mio. €, ein leichtes Plus von 0,2 %; von April bis Juni 2009 649 (640) Mio. €. Oletzky dazu: „Erfreulich ist unser Wachstum im Gewerbe- und Industriegeschäft – hier können wir mit unserer Expertise weiter punkten. Weiterhin rückläufig ist aber die Kraftfahrtversicherung; wer hier Geld verdienen will, muss derzeit auch bereit sein, auf Beiträge zu verzichten.“

Rückversicherung: Schaden-Kosten-Quote von 97,7 % bei hoher Großschadenbelastung

Das Rückversicherungsgeschäft verlief im 1. Halbjahr 2009 insgesamt zufriedenstellend. Aufgrund des breit diversifizierten, profitablen Geschäfts und eines soliden Kapitalanlageergebnisses in Höhe von 2.007 (2.741) Mio. € konnte die Münchener Rück trotz einer Anzahl von Großschäden ein operatives Ergebnis von 2.004 (2.628) Mio. € (-23,7 %) erzielen, davon entfielen 1.153 Mio. € auf das 2. Quartal. Zum Gesamtgewinn der Gruppe trug die Rückversicherung 1.299 (2.021) Mio. € bei, davon 634 (1.442) Mio. € im 2. Quartal. Dabei war eine Abschreibung von 47 Mio. auf den Geschäfts- oder Firmenwert sowie auf immaterielle Vermögensgegenstände der Sterling Life wegen des geänderten regulatorischen Umfelds in den USA zu verzeichnen. Im Kapitalanlageergebnis und im Gewinn war im 1. Halbjahr des Vorjahrs noch die konzerninterne Dividendenzahlung der ERGO an die Münchener Rück von 947 Mio. € enthalten.

Im 1. Halbjahr gab es eine überschaubare Zahl von Belastungen aus Naturereignissen. Dagegen stieg die Belastung aus von Menschen verursachten Schadenereignissen in den ersten sechs Monaten auf 453 (352) Mio. €. Ein erheblicher Anteil davon entfällt mit 217 Mio. € auf Belastungen aus dem Kredit- und Kautionsversicherungsgeschäft. Insbesondere im 2. Quartal häuften sich die Großschäden. Die Schaden- Kosten-Quote lag im 2. Quartal bei 98,1 (95,2) %, für Januar bis Ende Juni betrug sie 97,7 (99,5) %. Davon entfielen im 2. Quartal 1,5 (2,5) Prozentpunkte auf Naturkatastrophen, im 1. Halbjahr waren es 3,5 (6,6) Prozentpunkte.

Die Beitragseinnahmen stiegen in den ersten sechs Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum im Wesentlichen durch Zukäufe um 14,0 % auf 12,2 (10,7) Mrd. €; davon 6,3 (5,2) Mrd. € im 2. Quartal. Währungsbereinigt ist der Umsatz im 1. Halbjahr um 10,9 % gestiegen; im 2. Quartal um 17,4 %.

Seit dem 1. April werden auch die Bruttobeitragseinnahmen des Neuerwerbs Hartford Steam Boiler Group (HSB Group) mit 173 Mio. € in den Konzernabschluss einbezogen. Torsten Jeworrek, Vorstandsmitglied der Münchener Rück, dazu: „HSB verkörpert unseren Anspruch: Mit Knowhow – bei HSB ist es die technische Expertise – Mehrwert für unsere Kunden erzielen.“

Die Erneuerungen des Münchener-Rück-Vertragsgeschäfts in der Schaden- und Unfall-Rückversicherung zum 1. April 2009 (USA, Japan und Korea) und zum 1. Juli 2009 (vorwiegend in den USA, Australien und Lateinamerika sowie einzelne globale Kunden) entwickelten sich weiter positiv: Zum 1. April dieses Jahres betrug der Preisanstieg 7,2 %, zum 1.7. waren es 4,4 %. Jeworrek: „Ich erwarte, dass sich gerade in kapitalintensiven Segmenten das Preisniveau für 2010 dauerhaft fortsetzt. Wir wollen unsere Kunden nicht nur mit unserer Solidität überzeugen, sondern auch mit unserem lösungsorientierten Vorgehen.“

Bereits im Mai 2009 hatte die Münchener Rück angekündigt, dass sie aus dem Abschluss von großen Quotenverträgen im Rückversicherungssegment Leben und Gesundheit ab dem 2. Quartal 2009 mit zusätzlichen jährlichen Beitragseinnahmen von mehr als 2 Mrd. € rechnet.

Kapitalanlagen: Gutes Halbjahres-Kapitalanlageergebnis von 3,6 Mrd. €

Der Bestand an Kapitalanlagen zum 30.6.2009 erhöhte sich wegen der Ausweitung des Versicherungsgeschäfts und Währungskursgewinnen im Vergleich zum Jahresende 2008 um 2,5 Mrd. € bzw. 1,4 % auf 177 Mrd. €, trotz der Dividendenauszahlung.

Von Januar bis Juni 2009 stieg das Kapitalanlageergebnis der Münchener-Rück-Gruppe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,9 % auf 3,6 (3,3) Mrd. €. Das Ergebnis entspricht annualisiert einer Rendite von 4,0 %, bezogen auf den durchschnittlichen Marktwert des Portfolios.

Die Aktienquote stieg zum 30.6.2009 leicht an und lag zuletzt bei 2,0 (31.12.2008: 1,7) %, gemessen an den Kapitalanlagen zu Marktwerten unter Berücksichtigung der Absicherungsinstrumente. Die Münchener Rück profitierte damit nur in geringem Umfang von den zum Teil beträchtlichen Kursgewinnen im 2. Quartal. „Wir zogen es im volatilen Kapitalmarktumfeld vor, unsere finanzielle Kapazität bei Erst- und Rückversicherungsrisiken einzusetzen anstatt auf konjunkturbedingt fragile Aktienrallyes zu setzen“, erklärte Finanzvorstand Schneider.

Die laufende Verzinsung aus Dividenden, Zins- und Mieterträgen lag annualisiert bei 4,2 (4,7) %, bezogen auf den durchschnittlichen Marktwert des Portfolios. Aus Abgangsgewinnen und -verlusten erzielte die Münchener Rück im 1. Halbjahr ein leicht rückläufiges Ergebnis von 639 (876) Mio. €, wobei im 2. Quartal ein Ergebnisanstieg auf 280 (134) Mio. € erreicht wurde. Abgangsgewinne entstanden aus fälligen bzw. geschlossenen derivativen Finanzinstrumenten und aus dem Verkauf von bereits vor der Finanzkrise wertgesicherten Aktienbeständen. Abgangsgewinne von rund 107 Mio. € wurden auch beim Abbau der Kapitalbeteiligung an der Admiral Group von 15,1 % auf 10,2 % realisiert. Insgesamt erzielte die Münchener Rück so von Januar bis Juni per saldo ein Abgangsergebnis von 334 (691) Mio. € aus nichtfestverzinslichen Wertpapieren der Kategorie „jederzeit veräußerbar“ und Derivaten mit nichtfestverzinslichem Grundgeschäft.

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres belief sich der Saldo aus Zu- und Abschreibungen auf -667 (-1.168) Mio. €; davon -125 (-660) Mio. € im 2. Quartal. Im Vorjahr hatte die Münchener Rück noch erhebliche Abschreibungen auf ihr Aktienportfolio zu verkraften gehabt.

Dabei führte die Neubewertung des gesamten Bestands der Münchener- Rück-Gruppe an festverzinslichen Wertpapieren der Kategorie „jederzeit veräußerbar“ neben Veränderungen im Eigenkapital von 438 Mio. € per saldo zu Abschreibungen von 126 (29) Mio. €; 28 (8) Mio. € davon entfielen auf den Zeitraum April bis Juni. Auf Kreditstrukturen nahm die Münchener Rück im ersten Halbjahr Wertberichtigungen von rund 50 Mio. € vor; betroffen waren insbesondere die Mortgage-backed Securities und Collateralized Debt Obligations. Da bei Genussscheinen, stillen Beteiligungen und ähnlichen Eigenkapitalinstrumenten des Bankensektors die Gefahr möglicher Ausfälle von Zinszahlungen besteht, kam es hier von Januar bis Juni zu Abschreibungen von ca. 65 Mio. € auf solche Papiere.

Bei Derivaten gab es zwar Zuschreibungen von 751 (1.703) Mio. €; insgesamt ergaben sich im 1. Halbjahr per saldo jedoch Abschreibungen von 221 (-1.124) Mio. €, davon 92 (-236) Mio. € im 2. Quartal. Dies ist zurückzuführen auf Wertverluste bei derivativen Finanzinstrumenten, die Aktienbestände gegen Kursverluste absichern, und nun bei gestiegenen Aktienkursen zu Abschreibungen führen. Darüber hinaus resultierten Zinssteigerungen in Abschreibungen auf Swaptions, mit denen die ERGO sich in der Lebenserstversicherung gegen anhaltend niedrige Zinsen absichert.

Der gesamte Saldo der Zu- und Abschreibungen sowie der Abgangsgewinne und -verluste aus den Kapitalanlagen belief sich im 1. Halbjahr auf -28 Mio. €.

Angesichts des steigenden Zinsniveaus im ersten Halbjahr betonte Schneider: „Moderate Zinssteigerungen heben die Rendite auf unsere – ganz überwiegend festverzinslichen – Neuanlagen; sie kommen uns also trotz der gegenwärtigen Wertverluste im vorhandenen Anlageportfolio langfristig entgegen.“ Dies gelte vor allem für die Lebenserstversicherer: „Hier werden wir bei vertretbarem Risiko laufende Erträge erwirtschaften, die unsere Verpflichtungen aus der Garantieverzinsung komfortabel übersteigen“, so Schneider.

Vermögensverwalterin der Münchener Rück und der ERGO Versicherungsgruppe ist die MEAG MUNICH ERGO AssetManagement GmbH. Sie betreute zum 30.6.2009 neben den konzerneigenen Kapitalanlagen Spezial- und Publikumsfonds im Wert von 8,4 (8,5) Mrd. €.

Ausblick 2009: Ziel unverändert bei 15 % RoRaC

Wegen der anhaltenden Verwerfungen an den Finanzmärkten und der Wirtschaftskrise sind sämtliche Prognosen mit erheblichen Unsicherheiten behaftet.

Für das laufende Geschäftsjahr 2009 erwartet die Münchener Rück in der Erst- und Rückversicherung gebuchte Bruttobeiträge zwischen 40 und 42 Mrd. € (konsolidierter Gesamtumsatz). Wenn die Wechselkurse konstant bleiben, rechnet sie im Rückversicherungssegment mit Bruttobeiträgen zwischen 24 und 25 Mrd. €. Nachdem die Münchener Rück ihre Erwartung aufgrund des Abschlusses großvolumiger Quotenverträge im Rückversicherungssegment Leben und Gesundheit bereits im Mai deutlich auf 22,5 bis 24 Mrd. € (Rückversicherung) bzw. 39 bis 41 Mrd. € (konsolidierter Gesamtumsatz) anhob, erlauben zusätzliche Vertragsabschlüsse im gleichen Segment jetzt die neuerliche Erhöhung dieser Prognosen. Für die Erstversicherung werden Bruttobeiträge zwischen 17 und 17,5 Mrd. € erwartet.

In der Schaden- und Unfallrückversicherung rechnet die Münchener Rück über den Marktzyklus hinweg mit einer Schaden-Kosten-Quote in einer Größenordnung von 97 % der verdienten Nettobeiträge; dieser Schätzung liegt eine erwartete durchschnittliche Großschadenbelastung aus Naturkatastrophen von 6,5 % zugrunde. Hinsichtlich der Naturkatastrophen ist das 1. Halbjahr mit 3,5 % Belastung glimpflich verlaufen; allerdings steht der Höhepunkt der Wirbelsturmsaison noch bevor. Schon wegen der rezessionsbedingten Schäden dürfte es indes schwieriger werden, die nachhaltig angestrebte Schaden-Kosten-Quote von 97 % für 2009 zu erreichen oder gar zu unterbieten. In der Erstversicherung soll die Schaden-Kosten-Quote im Jahr 2009 erneut unter der langfristigen Zielmarke von 95 % liegen.

Die Unwägbarkeiten aufgrund der Wirtschaftskrise gelten weiter für Versicherungsgeschäft und Kapitalanlage; eine Prognose des Jahresergebnisses 2009 ist deshalb besonders schwierig. „Unser Ziel von 15 % RoRaC über den Zyklus, an dem wir festhalten, ist wegen der Folgen der Wirtschaftskrise durchaus ambitioniert, aber noch erreichbar“, so Vorstandsvorsitzender von Bomhard. Im Gegensatz zu sonst üblichen Renditezielen verleite es aber nicht zu unvorsichtigem Handeln: „Wir berücksichtigen bei unseren Zielen stets das jeweils eingegangene Risiko“, erklärte von Bomhard.

Nach dem planmäßigen Abschluss des Aktienrückkaufprogramms 2008/2009 hatte die Münchener Rück seit April weitere Aktienrückkäufe wegen der Unwägbarkeiten aus der Wirtschaftskrise ausgesetzt. Denn bis auf Weiteres überwiegen dank der komfortablen Kapitalausstattung die Wachstumschancen im Geschäft. Vorstandsvorsitzender von Bomhard betonte: „Sollten sich hingegen die Aussichten an den Versicherungsmärkten im weiteren Jahresverlauf als nicht hinreichend attraktiv erweisen und sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ausreichend stabilisieren, würden wir das Aktienrückkaufprogramm wieder aufnehmen.“



Frau Johanna Weber
FinanzPr
Tel.: +49 (89) 3891-2695
Fax: +49 (89) 3891-72695
E-Mail: jweber@munichre.com

Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft
Königinstraße 107
80802 München
http://www.munichre.de/

Die Münchener-Rück-Gruppe ist weltweit tätig, um aus Risiken Wert zu schaffen. Im Geschäftsjahr 2008 erzielte sie einen Gewinn in Höhe von 1.528 Mio. €. Ihre Beitragseinnahmen beliefen sich auf ca. 38 Mrd. €. Die Gruppe ist in allen Versicherungssparten aktiv, mit rund 44.000 Mitarbeitern an über 50 Standorten auf allen Kontinenten vertreten und zeichnet sich durch besonders ausgeprägte Diversifikation, Kundennähe und Ertragsstabilität aus. Mit Beitragseinnahmen von rund 22 Mrd. € allein aus der Rückversicherung ist sie einer der weltweit führenden Rückversicherer. Ihre Erstversicherungsaktivitäten bündelt die Münchener-Rück- Gruppe vor allem in der ERGO Versicherungsgruppe. Mit über 17 Mrd. € Beitragseinnahmen ist ERGO eine der großen Versicherungsgruppen in Europa und in Deutschland. Sowohl in der Krankenversicherung als auch in der Rechtsschutzversicherung ist sie europäischer Marktführer. 40 Millionen Kunden in über 30 Ländern vertrauen der Leistung und der Sicherheit der ERGO. Im internationalen Gesundheitsgeschäft bündelt die Münchener-Rück-Gruppe ihre Leistungen in der Erst- und Rückversicherung sowie den damit verbundenen Services unter dem Dach der Marke Munich Health. Die weltweiten Kapitalanlagen der Münchener-Rück-Gruppe in Höhe von 175 Mrd. € werden von der MEAG betreut, die ihre Kompetenz auch privaten und institutionellen Anlegern außerhalb der Gruppe anbietet.

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