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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 03.12.2010
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Marktausblick Dexia Asset Management - 2011: die Wiedergeburt der Aktie

2010 war ein ereignisreiches und volatiles Jahr. Für 2011 erwartet Dexia Asset Management ein besseres Aktienumfeld – weil die Unternehmen in guter Verfassung sind und die Zentralbanken keine Scheu vor unorthodoxen Maßnahmen hatten. Die unerwartete Hilfe der Geldpolitik ist aber nicht frei von Risiken.

2010 gab es für viele Aktienanleger nur schwarz oder weiß. Die unterschiedliche Entwicklung der Industrieländer und der Emerging Markets war ein wichtiges Thema, und nicht wenige Investoren waren zwischen Deflations- und Inflationsängsten hin- und hergerissen. Für Frédéric Buzaré, Global Head of Fundamental Equity Management bei Dexia Asset Management ist klar: „In der Rückschau wird 2010 als Jahr des Übergangs erscheinen. 2011 wird vermutlich ausgeglichener sein. Die noch immer extremen Sektorkorrelationen dürften wieder zurückgehen. Im Mittelpunkt wird dann wieder die Einzeltitelauswahl stehen. Die Vorliebe der Anleger für Wachstumswerte, die Substanzwerte deutlich hinter sich gelassen haben, wird zwar anhalten, aber die Investoren werden wählerischer.

Außerdem gehen wir davon aus, dass das moderate Wirtschaftswachstum und die expansive Geldpolitik erneut für ein sehr gutes Aktienumfeld sorgen werden. Wir rechnen nicht mit einer Deflation japanischer Prägung, weil es in den USA anders als in Japan gelungen ist, die Inflationserwartungen zu stabilisieren – ja, vielleicht steigen sie sogar. Die Realzinsen sind jetzt negativ. Inflationserwartungen und Bewertungskennziffern sind eng korreliert: In der Vergangenheit war eine Inflationsrate von 2 bis 4 Prozent günstig für Aktien. Die Unternehmen bleiben sehr diszipliniert. Sie haben viel Liquidität und sind auch im Abschwung profitabel geblieben. Die Kombination aus negativen Realzinsen und moderatem Wachstum dürfte die Aktienmärkte daher auch 2011 stützen.“

Eine unterschätzte Assetklasse

Sowohl institutionelle Investoren als auch Privatanleger scheinen das Vertrauen in Aktien verloren zu haben. Sie waren von den niedrigen Renditen enttäuscht und durch die beiden großen Krisen 2002 und 2008 verunsichert. Heute ist der amerikanische Aktienmarkt nur doppelt so groß wie der amerikanische Rentenmarkt, vor zehn Jahren war er noch sechs Mal so groß. Pensionsfonds, Versicherungen, Stiftungen und Privathaushalte haben ihr Aktienengagement deutlich zurückgefahren. Die Divergenz zwischen dem Zustand der Unternehmen und dem Verhalten der Investoren könnte aber kaum markanter sein: Die Unternehmen sind in hervorragender Verfassung, verfügen über enorme Liquiditätsreserven und haben nur wenig Schulden. Die Anleger hingegen sind risikoscheu und bevorzugen trotz der niedrigen Renditen Staatsanleihen. Frédéric Buzaré: „Die Eigenkapitalfinanzierung war niemals teurer als heute und die Fremdkapitalzinsen waren niemals niedriger. Dank ihrer hohen Bilanzqualität können Unternehmen ihre Kapitalstruktur umstellen und erheblichen Shareholder Value schaffen, indem sie Aktien zurückkaufen oder die Dividenden anheben. Außerdem wird es in vielen Sektoren eine weitere Konsolidierung geben. Wir rechnen mit zahlreichen Fusionen und Übernahmen, weil die gesündesten Unternehmen auf Einkaufstour gehen und das billige Fremdkapital nutzen, um mit Übernahmen Mehrwert zu schaffen.“

Hinzu kommt, dass die Aktienmärkte sehr vernünftig bewertet sind. Gemessen am KGV sind Aktien in Europa heute etwa so teuer wie 2003, obwohl von einem deutlich niedrigeren Wachstum ausgegangen wird. Die Bewertungen müssen steigen, damit die Kurse zulegen können. Frédéric Buzaré: „Wir glauben, dass die Bewertungskennziffern auf ihrem Tiefpunkt angelangt sind. Wichtiger als die niedrigen Nominalzinsen sind die negativen Realzinsen. Sie werden die Bewertungskennziffern steigen lassen. Die Aktienmärkte haben also vor allem wegen der zurzeit sehr niedrigen Bewertungen Aufwärtspotenzial. Wenn sich die Konjunktur erholt, ist ihr Anstieg der Hauptgrund für Kursgewinne. Eine längere Phase mit niedrigeren Realzinsen hat bislang stets zu einer Rallye geführt.“

Es gibt aber noch Risiken

Natürlich gibt es auch Risiken. In den USA ist die Geldpolitik sehr wichtig für die Marktentwicklung. Sie kann daher auch zu Verwerfungen und Ungleichgewichten führen. Erstens wurden der US-Dollar und das Pfund gegenüber dem Euro und den Emerging-Market-Währungen abgewertet. Zweitens hat die gute Entwicklung der Emerging Markets viel mit der expansiven Geldpolitik in den USA zu tun. Drittens lässt die reichlich vorhandene Liquidität die Rohstoffpreise steigen, was wiederum zu höheren Inflationserwartungen führt. Hohe Rohstoffpreise könnten außerdem, ähnlich wie 2008, der Konjunktur schaden. Viertens mag die Inflation im Westen zwar niedrig sein, doch legt die Teuerung in den Emerging Markets merklich zu. Es wäre gut, wenn dies bald zu Ende wäre, weil sonst die Geldpolitik gestrafft werden könnte. Und fünftens sind die Risiken von Staatsanleihen, insbesondere aus den europäischen Peripherieländern, keinesfalls zurückgegangen. Man sollte sie sorgfältig beobachten.

Frédéric Buzaré meint dazu: „Aufgrund dieser Ungleichgewichte und der derzeitigen Konjunkturrisiken rechnen wir weiterhin mit volatilen Aktienmärkten. Es kann daher zu kurzfristigen Korrekturen kommen, welche wir aber als gute Kaufgelegenheiten betrachten.“

Themen und Meinungen

An den Finanzmärkten findet ein Paradigmenwechsel statt. Die Unterschiede zwischen Industrieländern und Emerging Markets werden jeden Tag größer. Außerdem sollte man wachsam sein, da sich aufgrund der unorthodoxen Geldpolitik neue Preisblasen bilden können. Asien hat eine große Zukunft vor sich, was aber nicht ausschließt, dass die asiatischen Aktienmärkte kurzfristig überkauft sein können. Hinzu kommt, dass Europa zwar Probleme haben mag, doch waren die europäischen Unternehmen niemals stärker als heute – und jene, die international tätig sind, werden auch in Zukunft erfolgreich sein. An den Megatrends, über die wir schon seit einiger Zeit sprechen, hat sich nichts geändert. Dies gilt insbesondere für die Verlagerung des Wirtschaftswachstums nach Osten, die Rohstoffknappheit und die Arbeitsmarkt-Ungleichgewichte in Europa.

(...)

Die vollständige Meldung von Dexia AM finden Sie auch noch einmal als PDF im Anhang.



Frau Claudia Gerwien
Tel.: +49. 40. 692 123-23

Dexia Asset Management
Zweigniederlassung Deutschland
An der Welle 4
60422 Frankfurt
Deutschland
https://www.dexia-am.com/Home__ALL_DE.htm

Download

NM DAM_Ausblick Aktienmärkte-2011_02.12.2010.pdf (35,23 kb)  Herunterladen
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