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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 24.04.2008
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Marktkommentar und -ausblick 1. Quartal 2008

Nachhaltige Abkühlung der amerikanischen Konjunktur erwartet Weltweite Preissteigerungen dürfte Form einer Nachfrageinflation annehmen Anlagestrategie von Carmignac Gestion spiegelt Szenario einer Neuordnung des Weltwirtschaftswachstums wider

Luxemburg, April 2008 - Das Fondsmanagement der unabhängigen Fondsgesellschaft Carmignac Gestion erwartet eine nachhaltige, länger andauernde Abschwächung der amerikanischen Wirtschaft. Anlässlich der Präsentation der aktuellen Quartalsberichte in Paris sagte Edouard Carmignac, Gründer und Präsident der Fondsgesellschaft: „Alle Statistiken und Kennzahlen belegen es, die US-Wirtschaft befindet sich bereits am Beginn einer Rezession. Das Ausmaß der Wirtschaftsabkühlung wird zwar durch die Maßnahmen der FED und der US-Regierung gemildert, die Dauer hingegen wird von den meisten Experten bislang unterschätzt.“ Hinsichtlich der Inflationsentwicklung zeichnet Carmignac ebenfalls ein differenzierteres Bild. Auch wenn die Preisentwicklung landwirtschaftlicher Produkte sorgsam beobachtet werden müsse, so sprechen die Fundamentaldaten für eine weltweite Verlangsamung der Teuerungsrate. Insgesamt spiegelt die Anlagestrategie des Fondsmanagements entsprechend das Szenario einer Neuordnung des Weltwirtschaftswachstums wider.

Amerikanische Wirtschaft: Nachhaltige Abschwächung

Der private Konsum, lange Zeit die wichtigste Triebfeder des amerikanischen Wachstums, angefacht durch die Verteuerung der Vermögenswerte, insbesondere im Immobilienbereich, kann durch die hohe Verschuldung der Haushalte nicht weiter in Gang gehalten werden.
 
Die Immobilienkrise führte das zu hohe Verschuldungsniveau vor Augen, das nun reduziert werden muss. Der Schuldenabbau dürfte jedoch viel Zeit beanspruchen und den Verbrauch der privaten Haushalte daher langfristig belasten.
 
Ohne seine wichtigste Triebfeder dürfte das US-Wachstum eine nachhaltige Verlangsamung erleiden, für welche die derzeitige Rezession nur eine erste Episode darstellt.
 
Mit einer Konjunkturwende ist nunmehr kaum vor dem Frühjahr 2009 zu rechnen, wenn die neue amerikanische Regierung ihren Platz eingenommen hat.
 
Dennoch ist auf einen wichtigen Punkt hinzuweisen: Die Interventionen der Federal Reserve und der Regierung sowie die Aufhellung bei der außenwirtschaftlichen Position sollten das Ausmaß der Rezession begrenzen.
 
Europa: Mögliche Lockerung der Geldpolitik im Zuge der Abschwächung des Wachstums und der Preissteigerung

Der Verbrauch der Haushalte in der Eurozone ging im ersten Quartal zurück.
 
Im Übrigen könnte die aktuell hohe Inflationsrate in Deutschland infolge eines positiven Mehrwertsteuereffekts nachlassen. Angesichts dieser Entwicklungen könnte sich die Europäische Zentralbank dazu entschließen, die geldpolitischen Zügel zu lockern, zumal die Stärke des Euros die europäischen Konjunkturaussichten weiterhin belastet.
 
Schwellenländer: Eine nunmehr strukturelle Outperformance

Die Konjunkturabkühlung in den USA wird dem Wachstum der Weltwirtschaft unbestreitbaren Schaden zufügen, von dem auch die Schwellenländer nicht verschont bleiben werden.
 
Letztere konnten allerdings bis heute ihre Robustheit, deren struktureller Charakter durch die Gegenüberstellung der Entwicklung der BIP-Wachstumsraten der Schwellenländer und der Industrieländer deutlich gemacht wird, unter Beweis stellen (vgl. Grafik im angehängten Dokument).

Weltweite Inflation: Konjunkturell bedingte Beschleunigung

Der Aufwärtstrend der Rohstoff- und Nahrungsmittelpreise schürt die Inflationsangst.
 
Diese Sorgen sind auf kurze Sicht zwar gerechtfertigt, haben aber keinen strukturellen Charakter. Ganz im Gegenteil. Die Fundamentaldaten sprechen für eine weltweite Verlangsamung der Teuerungsrate:
 
- weltweite Konjunkturabkühlung
- Überschuss an Arbeitskräften
- steigende Produktivität
 
Dennoch mahnt die Lage an den Märkten für landwirtschaftliche Produkte zur Wachsamkeit.

Die Anlagestrategie
 
Renten: Bevorzugung der privaten Anleihen

Der weltweite Abschwung und die Aussichten auf eine Lockerung der geldpolitischen Zügel vornehmlich in Europa dürften sich, insbesondere in Europa, weiterhin zugunsten der Rentenmärkte auswirken.
 
„Statt einer Betonung der Staatsanleihen schlägt Carmignac Gestion aus dem deutlichen Einbruch der Kreditmärkte in den letzten Monaten Kapital“, lässt Rose Ouahba, Fondsmanagerin für Renten, auf der Konferenz in Paris verlautbaren.
 
„Private Anleihen dürften angesichts der aktuellen Risikoprämien die großen Nutznießer eines künftigen Rückgangs der Risikoaversion sein“, meint Ouahba weiter. Sie fügt hinzu: „In Anbetracht des Ausmaßes der Bankenkrise ist es zwar unmöglich, in naher Zukunft mit einer Trendwende an den Kreditmärkten zu rechnen, doch die potenziellen Renditen sind für uns bereits attraktiv genug, um uns in Geduld zu üben.“
 
Aktien: Neuordnung des weltweiten Wachstums

Auf der Aktienseite ließ Carmignac Gestion im laufenden Jahr 2008 bislang Vorsicht walten und reduzierte zu Beginn des Quartals die Allokation in den Schwellenländern, um zusätzliche Liquiditäten zu bilden. Dies bedeutet allerdings nicht, dass sich das Fondsmanagement grundsätzlich von diesem Anlageuniversum abwendet. Sobald die Inflationsängste verflogen sind, wird deren Wirtschafts- und Gewinnwachstum wieder eine wichtige Ertragsquelle für die verschiedenen Fonds der Gesellschaft sein.
 
Die gebildeten Liquiditäten wurden jüngst dazu eingesetzt, um die gewinnträchtigsten Sektoren im Anlageuniversum der Rohstoffe, Erdöldienstleistungen und Basismetalle zu verstärken.
 
„Ferner bauten wir angesichts der deutlichen Kursrückgänge im ersten Quartal, insbesondere aber infolge einer bevorstehenden Gesetzesänderung in den USA, eine Position im Solarenergiesektor auf, der in den nächsten Jahren stark expandieren dürfte“, erklärt Edouard Carmignac.
 
Soweit sich das Szenario einer langen amerikanischen Rezession geringen Ausmaßes bestätigt, stellen das Binnenwachstum der Schwellenländer und sein Nebenprodukt, nämlich die anhaltend steigende Nachfrage nach Rohstoffen, zurzeit die besten Anlagethemen dar. Sie bieten hervorragende Wachstumsperspektiven und zugleich besonders attraktive Bewertungen.




Frau Tanja Klatt

Tel.: 069-133896-0
Fax:
E-Mail: tk@stockheim-media.com


Frau Claudine Lorber
Marketing and Communications Director - Europe
Tel.: +352 46 70 60 25
Fax:
E-Mail: clorber@carmignac.com

CARMIGNAC GESTION LUXEMBOURG
The Plaza-65, bd G-D Charlotte
1331 Luxemburg
Luxembourg
www.carmignac.com

Carmignac Gestion
Carmignac Gestion wurde im Jahr 1989 von Edouard Carmignac gegründet und zählt heute zu den bedeutendsten unabhängigen Fondsgesellschaften in Europa. Carmignac Gestion zeichnet sich durch einen einzigartigen Anlagestil aus: eine aktive und auf Überzeugungen beruhende, nicht an Referenzwerte gebundene, opportunistische, internationale, auf eine absolute Wertentwicklung ausgerichtete Verwaltung unter Berücksichtigung der Risikotoleranz der Anleger.

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