Informationen und Wissen für die Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche Registrieren Abo Einloggen
Rotes Informations-Icon
Passwort vergessen? Kein Konto? Kostenlos registrieren...

dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 30.01.2007
Werbung

Postbank: Erbschaften kein Ersatz für private Altersvorsorge

Nur wenigen Menschen in Deutschland kann eine Erbschaft die Vorsorge für das Alter abnehmen. Zu diesem Schluss kommen die Volkswirte der Deutschen Postbank AG in einer heute veröffentlichten Analyse. "Zwar werden in Deutschland jedes Jahr rund 170 Milliarden Euro vererbt, das entspricht rund zehn Prozent des Volkseinkommens", sagt Dr. Marco Bargel, der Chefvolkswirt der Postbank. "Das Problem liegt aber in der ungleichen Verteilung. Große Erbschaften machen vor allem diejenigen, die auch ohne Erbschaft ausreichend für ihr Alter vorsorgen können."

Etwa die Hälfte der Haushalte, in denen der Haupteinkommensbezieher zwischen vierzig und 85 Jahren alt ist, erbt nach Berechnungen der Forschungsgruppe Altern und Lebenslauf der Freien Universität Berlin nichts. Die andere Hälfte erbt zwar, jedoch überschreitet der Nachlass nur bei einem Viertel dieser Haushalte die Schwelle von 51.129 Euro (= 100.000 DM, die Berechnung umfasst die Jahre 1999 bis 2002). Erbschaften mit mehr als 255.646 Euro (= 500.000 DM) machen weniger als sechs Prozent der erbenden Haushalte. Insgesamt entfällt ein Viertel des vererbten Vermögens auf nur zwei Prozent der Erbenhaushalte. Damit kann eine Erbschaft in den meisten Fällen die private Altersvorsorge nicht ersetzen.

Postbank Research erwartet in den kommenden Jahren einen deutlichen Anstieg des Erbvolumens. "Die heute älteste Generation kann wenig vererben, da sie während des Zweiten Weltkrieges oder in den schwierigen Nachkriegsjahren ins Berufsleben eingestiegen ist. Damals war für Vermögensbildung weniger Spielraum", so Bargel. Dies gelte in besonderem Maße auch für die Bürger der ehemaligen DDR, die bis zur Wende schlechtere Chancen zur Bildung von privatem Vermögen hatten. In dem Maße, in dem diese benachteiligten Generationen von späteren Generationen abgelöst werden, dürfte auch das vererbte Vermögen zunehmen. Wegen der ungleichen Verteilung der Erbschaften erwarten die Bonner Volkswirte allerdings nicht, dass sich hierdurch für die meisten Haushalte die Notwendigkeit einer Privaten Altersvorsorge verringern wird.

Die vollständigen Perspektiven für den Monat Februar sowie die Analyse "Erbschaft, Vermögen, Altersvorsorge" finden Sie auch im Internet unter www.postbank.de/research.



Abteilungsdirektor Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Herr Joachim Strunk
Tel.: +49 (0)228 920 0
Fax: +49 (0)228 920 12199
E-Mail: joachim.strunk@postbank.de

Deutsche Postbank AG
Friedrich-Ebert-Allee 114 - 126
53113 Bonn
Deutschland
www.postbank.de

dvb-Pressespiegel abonnieren
Erhalten Sie täglich die 8 wichtigsten Mel- dungen zu Versicherungs- und Finanzthemen.
Hier anmelden:
dvb-Newsletter: die Entscheidungshilfe!
Psychonomics: 1. Platz Aktualität / 2.Platz Entscheidungsrelevanz für Versicherungs- und Finanzmakler
 
AGB | Datenschutz | Hilfe | Impressum | Sitemap | Team | Werbung & Preise

© deutsche-versicherungsboerse.de