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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 06.10.2008
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Prämien stabilisieren sich auf niedrigem Niveau

▪ Im ersten Halbjahr 2008 leicht nachgebende Preise in fast allen Versicherungssparten ▪ Ende der weichen Marktphase nicht absehbar

Frankfurt, Oktober 2008 – Im ersten Halbjahr 2008 schwächte sich der seit vier Jahren anhaltende europaweite Trend zu Prämiensenkungen erstmalig leicht ab. Lediglich im Bereich der Haftpflichtversicherung konnten für Prestigekunden noch deutliche Reduzierungen erzielt werden. Das zeigt der halbjährlich veröffentlichte Marsh Versicherungsmarkt-Report für Europa, den Mittleren Osten und Afrika, der Neuabschlüsse des weltweit führenden Versicherungsmaklers auswertet. Für die kommenden Erneuerungsverhandlungen wird eine beginnende Stabilisierung der Prämien auf niedrigem Niveau in allen Sparten erwartet.

Die US-Finanzkrise und eine nachlassende Konjunktur sorgten im ersten Halbjahr 2008 in Deutschland noch nicht für einen härteren Industrieversicherungsmarkt. Lediglich Kreditversicherungen zogen spürbar an, verursacht durch einen klar steigenden Schadenstrend. Alle anderen Sparten zeigten sich bereits im vierten Jahr europaweit weich. Ein Minus von bis zu 10 Prozent war die Regel, in einigen Sparten und Regionen konnten Reduzierungen von bis zu 20 Prozent erreicht werden. In den vergangenen Jahren haben sich die Zeichnungskapazitäten in Deutschland durch neu hinzugekommene Versicherer ausgeweitet. Entsprechend zeigte sich der Markt besonders wettbewerbsintensiv.

„Auch wenn die massiven Preisrückgänge erst einmal vorbei sind, besteht kundenspezifisch noch weiteres Potenzial, die Prämien zu reduzieren“, sagt Dr. Georg Bräuchle, der als COO der Marsh GmbH für die Platzierung von Risiken auf den nationalen und internationalen Versicherungsmärkten verantwortlich ist. „Für das nächste Jahr erwarten wir eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau.“

Leichte Prämiensenkungen in fast allen Sparten

Der starke Wettbewerb sorgte in der Haftpflichtversicherung in Deutschland weiterhin für sinkende Prämien um 10 bis 20 Prozent. Dies galt auch für Österreich, wo einige Versicherer versuchten, ihre Marktanteile zu erhöhen. Um Kunden mit niedriger Schadenhistorie und gutem Risikomanagement zu halten bzw. zu gewinnen, waren die Versicherer in Ausnahmefällen sogar bereit, die Prämien um bis zu 50 Prozent zu reduzieren. Diese Entwicklung betraf jedoch nicht Chemie- und Pharmarisiken sowie Produktrückrufversicherungen, die wie in den Vorjahren hart tendierten.

Bei den Sachversicherungen ging die Bereitschaft zu Prämiensenkungen bei den Versicherern weiter zurück. Dennoch konnten Reduzierungen um bis zu 15 Prozent erreicht werden. Der Trend des letzten Jahres, die günstigen Preise für längerfristige Policen zu nutzen, setzt sich 2008 fort. Allerdings ist es zunehmend schwieriger geworden, mehrjährige Verträge zu platzieren.

Wie 2007 blieben die Kfz-Haftpflichtprämien für Flotten weiterhin weich, mit Senkungen von bis zu 10 Prozent je nach Schadenshistorie. Hier gibt es jedoch Anzeichen für eine Stabilisierung in der zweiten Jahreshälfte.

Kreditversicherungen bilden die Ausnahme des Marktes

Die Kreditversicherer reagierten auf die US-Hypothekenkrise weltweit mit Kapazitätsreduzierungen und Preisverhärtungen. In Deutschland versuchte ein Versicherer, die Prämien generell um 10 Prozent anzuheben, der starke Wettbewerb verhinderte jedoch einen generellen Anstieg im ersten Halbjahr 2008. Dennoch bewegten sich die Schadenquoten nach oben, und die zur Verfügung gestellten Deckungssummen verringerten sich, da sich der deutsche Kreditmarkt sehr stark auf risikoreiche Branchen wie die Textil- und Baubranche konzentriert.

Managerhaftpflicht weiter wettbewerbsintensiv

Die Prämien für Managerhaftpflichtversicherungen (D&O) sind in den letzten Jahren in Deutschland und Österreich stark zurückgegangen. Im ersten Halbjahr 2008 schwächte sich der Prämienverfall ab, es konnten jedoch noch Reduzierungen um bis zu 10 Prozent, in Österreich sogar bis zu 20 Prozent, erzielt werden. Für die Erneuerungsverhandlungen wird jedoch kein weiterer Rückgang mehr erwartet. Im Großkundengeschäft kam mit Glacier ein neuer Player in den deutschen Markt, und auch die Mittelstands-D&O blieb hoch kompetitiv.

Der Marsh Versicherungsmarkt-Report

Der Marsh Versicherungsmarkt-Report wird halbjährlich veröffentlicht, um über aktuelle Entwicklungen zu informieren. Er analysiert die von Marsh getätigten Platzierungen bei führenden Versicherern und deckt sieben Versicherungssparten in 41 Ländern ab.

Der Marsh Versicherungsmarkt-Report steht auf www.marsh.de zum Download bereit.



Frau Katja Kamphans
Leiterin Unternehmenskommunikation
Tel.: 069/6676-624
Fax: 069/6676-625
E-Mail: Katja.Kamphans@marsh.com

Marsh GmbH
Lyoner Str. 36
60528 Frankfurt

Marsh, ein Unternehmen der Marsh & McLennan Companies (MMC), ist der weltweit führende Versicherungsmakler und Risikoberater mit 26.000 Mitarbeitern in mehr als 100 Ländern. Marsh bietet das gesamte Spektrum an Dienstleistungen, um Risiken von Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und Privatpersonen zu erkennen, zu bewerten und zu bewältigen. Für die Marsh GmbH, ehemals Gradmann & Holler, sind rund 650 Mitarbeiter an den Hauptstandorten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Leipzig, München, Stuttgart und Wien tätig.

Marsh & McLennan Companies (MMC) ist ein internationales Dienstleistungsunternehmen mit mehr als 55.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von über 11 Milliarden US-Dollar. Zu MMC gehören neben Marsh auch der Rückversicherungsmakler Guy Carpenter, der Risiko- und Technologieberater Kroll, die Beratung für Personal- und Finanzmanagement Mercer sowie die Unternehmensberatung Oliver Wyman. Die Aktie von MMC (Börsenkürzel: MMC) wird an den Börsen von New York, Chicago und London gehandelt.

Weitere Informationen unter www.marsh.de und www.mmc.com.

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