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Rauchmelder können Leben retten und den Geldbeutel schonen

Zudem geschehen die meisten Unglücke nachts und werden oftmals durch technische Defekte ausgelöst. Unter den Folgeschäden von Bränden und Rauch leiden Jahr für Jahr fast 5.000 Menschen. Deswegen schreiben mittlerweile zehn Bundesländer beim Neubau von Privatwohnungen und Eigenheimen Rauchmelder vor.

In Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern gilt dies auch für Bestandsbauten. In Rheinland-Pfalz ist die Übergangsfrist zur Nachrüstung für bestehende Wohnungen am 12. Juli abgelaufen. Hessen folgt noch in diesem Jahr. Niedersachen, Sachsen-Anhalt und Bremen lassen noch Zeit bis 2015. Noch nicht einmal die Hälfte der Bevölkerung hat Rauchmelder in der Wohnung. In Nordrhein-Westfalen, Berlin, Brandenburg, Baden-Württemberg und Bayern gibt es derzeit noch keine gesetzliche Pflicht, Rauchmelder zu installieren. Sie kommt aber vielleicht noch in diesem Jahr.

Verantwortlich für den Einbau sind je nach Bundesland Mieter oder Vermieter. Kontrollen und Bußgelder sind weniger zu befürchten. Dagegen lohnt ein Blick in die Police der Wohngebäude-Versicherung. In den Bedingungen steht meist, dass behördliche und gesetzliche Auflagen erfüllt sein müssen. Das würde auch für Rauchmelder gelten. Andernfalls könnten Versicherungen nur einen Teil des Schadens erstatten. Bei Haus- und Wohnungsbränden im Privatbereich entstehen jährlich Schäden von über einer Mrd. Euro.

„Zusätzlich sollte darauf geachtet werden, wie Fehlalarme von Rauch- und Gasmeldern in den Versicherungsbedingungen behandelt werden", rät Beatrix Höbner, Pressesprecherin der Helvetia. So übernimmt die Helvetia Versicherung bei ihrer Wohngebäude-Versicherung auch Schäden durch Fehlalarme bis 10.000 Euro.

Die Faustregel für einen Mindestschutz laut Deutschem Feuerwehrverband lautet: Ein Rauchmelder im Flur pro Etage sowie in den Schlaf- und Kinderzimmern.

Es empfiehlt sich jedoch in Eigenheimen auch an Dachboden und Keller zu denken.

Feuerwehren und Brandschutzverbände raten, mit dem Einbau nicht bis zur Pflicht zu warten, und empfehlen Qualitäts-Rauchmelder. Diese bieten Schutz gegen Insekten und Staub und erkennen Brandrauch schnell und sicher. Außerdem arbeiten sie mit Langzeitbatterien und sind zuverlässig auch bei Temperaturschwankungen. So kommt es zu weniger Fehlalarmen. Dennoch sollten die Batterien einmal jährlich überprüft werden. „Das sollte es jedem wert sein", so Höbner. „Eine kleine Investition, die Sicherheit gibt und große Schäden vermeiden hilft."* * *

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