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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 02.01.2012
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Robustes Jahr 2011 – langsamere Gangart 2012

Alles in allem zeigt sich die Berliner Wirtschaft zum Jahreswechsel in guter Verfassung. 2011 war ein weiteres von robustem Wachstum geprägtes Jahr. Nach den aktuellen Konjunkturindikatoren dürfte die Berliner Wirtschaft in diesem Jahr um 2,5% zugelegt haben. Das geht aus der aktuellen Konjunkturprognose der Investitionsbank Berlin (IBB) hervor. Nachdem das Bruttoinlandsprodukt bereits 2010 um 2,7% zunahm, befindet sich die Berliner Wirtschaftsleistung wieder deutlich über dem Niveau des Jahres 2008, dem Stand vor der Wirtschaftskrise. Nach zwei äußerst wachstumsstarken Jahren in Folge wird sich die gesamtwirtschaftliche Dynamik 2012 allerdings abschwächen. Aus heutiger Sicht dürfte das Berliner Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2012 um etwa 1,5% steigen.

Es sind vor allem die Stimmungsindikatoren, die das Gesamtbild trüben. Hier spiegelt sich die erhöhte Unsicherheit im Zusammenhang mit der Staatsschuldenkrise wider. Betrachtet man dagegen die Fundamentaldaten zu den Auftragseingängen und zur Umsatzentwicklung, so weisen diese Indikatoren bis Oktober 2011 noch auf einen fortgesetzten Aufschwung hin. Im Jahresverlauf 2012 wird die zunehmende Verunsicherung von Konsumenten und Unternehmen aufgrund der Schuldenkrise das Wachstum jedoch deutlich bremsen. Dafür sorgt schon die rückläufige Entwicklung im gesamten Bundesgebiet. Auch lässt im Außenhandel der Schwung allmählich nach. Die Nachfragebedingungen in den europäischen Krisenländern haben sich vor dem Hintergrund der Konsolidierungsbemühungen zuletzt deutlich verschlechtert.

Die Touristen waren auch 2011 eine starke Stütze der Berliner Konjunktur. Hier hält der positive Trend nach wie vor an. Insgesamt haben die Touristen 2011 rund 11,7 Mrd. Euro in der deutschen Hauptstadt ausgeben. Auch im Einzelhandel sorgt das für steigende Umsätze. Im Durchschnitt der ersten neun Monate 2011 setzte der Berliner Einzelhandel 2,4% mehr um als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Allerdings ist die Arbeitslosigkeit in Berlin noch immer viel zu hoch. Die Arbeitslosenquote lag im November 2011 mit 12,2% auf einem Niveau weit über dem deutschen Durchschnitt (6,4%). Andererseits haben sich die Beschäftigungsindikatoren verbessert. So wurden zuletzt von der Bundesagentur für Arbeit 1.178.500 (+2,9%) sozialversicherungspflichtige Beschäftigte gemeldet.

Der Wirtschaftsstandort Berlin wird auch 2012 noch gut dastehen. Rückenwind kommt vor allem vom anhaltenden Touristenboom und damit auch vom privaten Konsum. Die Investitionen der Unternehmen dürften zwar langsamer zunehmen, aber immerhin noch wachsen. Die Negativereignisse begründen somit auch 2012 keine Konjunkturwende. Allerdings stärken die neuerlichen Turbulenzen an den Finanzmärkten die Unsicherheit. Diese sind mit verursacht durch die ungelösten Staatsschuldenkrisen. Deshalb gilt: Die hohe Unsicherheit wird auch das Berliner Konjunkturbild im nächsten Jahr prägen.

Den vollständigen Konjunkturbericht sowie weitere volkswirtschaftliche Analysen und Berichte finden Sie unter der Adresse www.ibb.de



Stab Unternehmensentwicklung
Herr Hartmut Mertens
Tel.: (030) 21 25-47 38

Investitionsbank Berlin (IBB)
Bundesallee 210
10719 Berlin
www.ibb.de

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