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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 20.04.2010
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Studie: Pensionskosten auf kommunaler Ebene dürften sich verdoppeln

Bis 2035 müssen Städte und Kommunen der Studie zufolge 6,2 Milliarden Euro an Pensionen für ehemalige Beamten und Angestellte zahlen.

LEIPZIG – Die Pensionsverpflichtungen für Beamte und Angestellte auf kommunaler Ebene dürften sich bis 2035 mehr als verdoppeln. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Universität Leipzig, die von der Commerzbank in Auftrag gegeben wurde.

Derzeit geben die Städte und Gemeinde in Deutschland 2,9 Milliarden Euro für die Pensionen ihrer 108.000 ehemaligen Mitarbeiter aus. Laut der Studie dürfte der Betrag bis 2035 auf 6,2 Milliarden Euro für 166.000 ehemalige Mitarbeiter steigen. Für jede Kommune bedeute dies eine Mehrbelastung von mehr als drei Millionen Euro im Durchschnitt.

„Hier liegt eine wesentliche, neue Herausforderung für Kommunen, wie sie mit den zukünftigen finanziellen Belastungen umgehen werden“, stellten Professor Thomas Lenk und Oliver Rottmann von der Uni Leipzig  fest. Neben dem Kostenanstieg stellt die Studie ein weiteres Problem dar: Da viele Kommunen – 61 Prozent – immer noch die Kameralbuchhaltung („Kameralistik“) verwenden, ist ihre Finanzplanung nicht auf die künftigen Verpflichtungen ausgerichtet.

Um sich auf die Entwicklung der Verpflichtungen besser einzustellen, sollte die doppelte Buchführung („Doppik“) genutzt werden. Rottmann sagte allerdings, dass sich alle Kommunen bis 2013 auf Doppik umstellen werden.

Um ihre Verpflichtungen gegenüber ihren Beamten zu erfüllen, zahlt die überwiegende Mehrheit – 75,3 Prozent – der Kommunen in einen Versorgungsverband ein. Mit dem Verband ist auch die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) gemeint. Die VBL ist die größte Pensionseinrichtung (Anlagevolumen: zwölf Milliarden Euro) für den öffentlichen Dienst.

Weitere 43,5 Prozent zahlen die Pensionen direkt aus ihrem Haushalt. Kapitalmarktorientierte Produkte, wie eine Fondslösung, werden nur von 10,6 Prozent genutzt. Mehrfachnennungen waren hier möglich.
Für die Verpflichtungen der Angestellten sahen die Antworten etwas anders aus: 88,3 Prozent der Kommunen zahlen in einen Versorgungsverband – also auch in die VBL – während Kapitalmarktlösungen, auch eine Unterstützungskasse oder eine Versicherung, von 7,7 Prozent genutzt werden.

portfolio international update 19.04.2010/jan/kbe  

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