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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 23.01.2007
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Sturm Kyrill: Begrenzte Auswirkung auf Ratings von Versicherern

Fitch Ratings erwartet nur begrenzte Auswirkungen auf die Ratings von europäischen Versicherern durch den Wintersturm Kyrill. Die erwarteten Schäden seien nicht groß genug, um eine Gefährdung für die allgemeine Finanzstärke des Sektors darzustellen.

Vorläufige Schätzungen der auf die Modellierung von Naturkatastrophen spezialisierten Gesellschaft AIR Worldwide Corporation prognostizieren Schadenzahlungen zwischen vier und acht Milliarden Euro. Nach Angaben der Münchener Rückversicherungsgesellschaft AG stellt ein Sturm mit dem Ausmaß von Kyrill darüber hinaus einen Schadensfall dar, welcher aufgrund statistischer Berechnungen häufiger als einmal in zehn Jahren vorkommt. Fitch erwartet, dass Deutschland und Großbritannien am schwersten von dem Sturm betroffen sind.    

„Während Kyrill regional verheerende Schäden an Gebäuden und im Bereich der Infrastruktur angerichtet hat, stellen diese Schäden im Vergleich mit Hurrikan Katrina (45 Mrd. US Dollar) oder Hurrikan Andrew (22 Mrd. US Dollar) kein größeres Katastrophenereignis im Hinblick auf die versicherten Schäden dar“ so Chris Waterman, Managing Director im Euroopäischen Versicherungsbereich von Fitch Ratings in London. Eher vergleichbar mit den Stürmen “Lothar” oder “Daria” (beide ca. fünf Mrd. Euro), sind die prognostizierten Schäden nicht hoch genug, um eine Gefahr der finanziellen Stabilität von Erst- oder Rückversicherungsunternehmen darzustellen. Und dies obwohl der Sturm einige der am dichtesten besiedelten Gebiete in Europa betroffen hat - mit einer sehr hohen Konzentration an versicherten Werten.

In Bezug auf einzelne Erstversicherungsgesellschaften hängen die Auswirkungen ab in den Sparten Gebäude-, Kfz- und Industrieversicherung vom jeweiligen Deckungsgrad in den betroffenen Regionen sowie den individuellen Rückversicherungsverträgen.

In Deutschland gehören die Öffentlichen Versicherer (unter anderem Provinzial Rheinland, Quantitatives Finanzstärkerating (Q-IFS) 'Aq', und Bayerische Landesbrandkasse, Q-IFS 'Aq') zusammen mit dem Marktführer Allianz (Finanzstärkerating IFS 'AA-') zu den fünf größten Gebäudeversicherern. Der Sturm Kyrill wird daher den Öffentlichen Versicherungssektor in Deutschland, im Vergleich zum gesamten Schaden- und Unfallbereich, überproportional treffen. Fitch erwartet, dass der eingekaufte Rückversicherungsschutz die Nettobelastungen der Versicherungsunternehmen in der Regel wesentlich reduzieren wird. Die Mehrzahl der von Fitch gerateten Gesellschaften verfügen über Rückversicherungsschutz, welcher die Exponierung in diesem Fall minimiert. Daher erwartet Fitch keine großflächigen Änderungen der Ratings deutscher Versicherungsunternehmen.



Media Relations
Herr Christian Giesen
Tel.: 069/76 80 76-0
Fax: 069/76 80 76-20
E-Mail: christian.giesen@fitchratings.com

Fitch Ratings (Deutschland)
Know your risk
Junghofstraße 24
60311 Frankfurt/Main
Deutschland
http://www.fitchratings.com

Die Agentur Fitch wurde 1913 gegründet und ist eine der drei großen international tätigen Full-Service-Ratingagenturen. Fitch Ratings beschäftigt weltweit über 2000 Mitarbeiter in 51 Büros. Die Zentralen befinden sich in London und New York. Ratinganalysten befassen sich mit der Bewertung von Versicherungen, Ländern, Unternehmen, Banken und strukturierten Finanzprodukten.

Als einer der international führenden Anbieter von Finanzstärkeratings für Versicherungsunternehmen analysiert Fitch unter anderem Versicherer in den Sparten Lebens- und Krankenversicherung, Schaden- und Unfallversicherung sowie in der Rückversicherung. Weltweit bewertet die Agentur über 2.500 Versicherungsunternehmen. In Deutschland ist Fitch seit 1999 mit einer Niederlassung in Frankfurt/Main vertreten.

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