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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 10.03.2006
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TeleMonitoring wird Gesundheitswesen revolutionieren

  • Prävention bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Mehr Gesundheit für halb so viel Geld
  • Mikrosysteme in der erfolgreichen Anwendung

Ein erheblicher Teil der Herz-Kreislauf-Patienten, die an ihrer Erkrankung sterben, könnte gerettet werden. Gleichzeitig ließe sich der hohe zweistellige Milliardenaufwand für die „Volkskrankheit Nr. 1“ reduzieren. Das stellt der VDE in seinem Positionspapier „TeleMonitoring“ fest.

Beim TeleMonitoring senden medizinische Sensoren am Körper des Patienten kontinuierlich Vitalparameter wie Blutdruck, Puls und EKG. Die Daten werden an ein Telemedizinisches Zentrum, ein Krankenhaus oder einen Arzt übertragen, gespeichert und bewertet. Aufgrund der Informationen, die das System laufend zur Verfügung stellt, können Prävention und Behandlung bei Herz-Kreislauf-Erkrankten wesentlich verbessert, Folgekrankheiten vermieden, kann Leben erhalten oder verlängert werden. Mit einer bundesweiten Aufklärungskampagne will der VDE Patienten, Ärzte, Krankenkassen und die Politik auf die Potenziale der TeleMedizin pro Gesundheit, kontra Kosten hinweisen. In diesem Zusammenhang setzt sich der VDE für einen Paradigmenwechsel im Gesundheitswesen ein, weg von kurativer und hin zu präventiver Medizin.

1,8 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. 45 Prozent aller Todesfälle sind darauf zurückzuführen. Die Kosten für die Behandlung summieren sich auf jährlich rund 35 Milliarden Euro. Dieser enorme Kostenblock lässt sich, so der VDE, vor allem durch eine mit TeleMonitoring verbesserte Prävention reduzieren. Sie würde den besonders teuren stationären Aufenthalt in vielen Fällen entbehrlich machen oder verkürzen. Beispielsweise errechnen Experten für eine Therapie der chronischen Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche) mit telemedizinischer Begleitung Gesamtkosten von 3.065 Euro bei einer 75-prozentigen Erfolgsquote, für die Behandlung ohne TeleMedizin 6.397 Euro bei lediglich 59 Prozent Erfolgsquote.

Bislang scheitert die flächendeckende Einführung der TeleMedizin an der fehlenden Kostenerstattung seitens der Krankenkassen und dem noch nicht verabschiedeten Präventionsgesetz. Der VDE fordert die zügige Verabschiedung des Gesetzes. Das sei auch nötig, um die global führende Stellung der deutschen Medizintechnik zu erhalten. Diese Stellung wurde unter anderem durch die kontinuierliche und weitsichtige Forschungsförderung des BMBF möglich. So werden im Förderschwerpunkt „Mikrosysteme“ seit 1995 entsprechende Entwicklungen unterstützt. Bei der Umsetzung von Innovationen in marktreife Produkte drohten andere Länder Deutschland den Rang abzulaufen, warnt der VDE.

Laut aktuellem VDE-Verbraucher-Panel 2006 sind 72 Prozent der Bevölkerung der Meinung, dass sich die medizinische Versorgung durch die TeleMedizin effizienter gestalten ließe. Neun von zehn Bürgern befürworten generell den Einsatz von Informationstechnik und Telekommunikation (ITK) in der Medizintechnik. Fast drei Viertel der Bundesbürger sind laut VDE-Studie überzeugt, dass die Gesundheitskarte mit Hilfe der ITK-Techniken die medizinische Versorgung verbessern würde.

Um die gute Stellung Deutschlands zu festigen, hat der VDE die Initiative MikroMedizin, ein Netzwerk für Industrie, Forschung und ärztliche Anwender, geschaffen. Die Initiative ist aus einem Förderprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) hervorgegangen, das mit dem Förderschwerpunkt „Mikrosysteme“ eine hervorragende Ausgangsbasis für diese Technologien geschaffen hat.



Frau Melanie Mora
Tel.: 069-6308461
E-Mail: melanie.mora@vde.com

VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik
Stresemannallee 15
60596 Frankfurt am Main
Deutschland
www.vde.com

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