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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 03.08.2009
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Themendienst: Small Caps

Anregungen für Ihre Berichterstattung über deutsche Nebenwerte

Der deutschen Industrie droht im Herbst 2009 oder Anfang 2010 eine Kreditklemme. Ein ausreichender Zugang zu Fremdfinanzierungen gilt aber als ein wesentlicher Bestandteil einer dauerhaften wirtschaftlichen Erholung. Von der Kreditklemme dürften auch deutsche Nebenwerte betroffen sein.

Im aktuellen Themendienst geht UBS Global Asset Management der Frage nach, warum trotz drohender Kreditklemme gerade der Bereich Small Caps noch interessante Investmentchancen bietet. Texte und Bilder dieses Themendienstes können Sie gerne verwenden. Für Interviews stehen Ihnen die Experten von UBS Global Asset Management jederzeit gerne zur Verfügung.

Vier Fragen an: Frank Elze, Aktien-Portfolio-Manager bei UBS Global Asset Management in Frankfurt

Herr Elze, treffen Finanzkrise und Kreditklemme deutsche Nebenwerte besonders hart?

Elze: Der schwierige Zugang zu Fremdfinanzierungen trifft Small Caps in gleichem Maße wie große Unternehmen. Denn nach unseren Beobachtungen hängt die zögerliche Kreditvergabe der Banken nicht von der Firmengröße ab, sondern vielmehr von der Branchenzugehörigkeit: So haben beispielsweise der Maschinenbau oder auch Solarunternehmen, die Projekte finanzieren möchten, erhebliche Probleme, Kredite zu bekommen. Die Kurskorrektur durch die Krise hat bei den Nebenwerten Mitte 2007 früher begonnen als bei den Standardwerten, wo es erst Anfang 2008 bergab ging. Auf Markterholungsphasen reagieren höher kapitalisierte Unternehmen schneller, die Erholung bei den Nebenwerten folgt dann zeitlich versetzt. In diesem Jahr liegen Dax® , MDax® und SDax® mit Blick auf die Wertentwicklung recht nahe beieinander.

Welche Bereiche bieten im Bereich der deutschen Small Caps derzeit Potenzial?

Elze: Wir sehen, dass verstärkt kleine Unternehmen in den Fokus von Finanzinvestoren rücken oder Übernahme- angebote erhalten. Der Software-Sektor bietet hier einige gute Beispiele. Die Software AG bietet für IDS Scheer und Finanzinvestor Carlyle will wieder bei der P&I AG einsteigen. Aber auch andere Branchen wecken mit günstigen Bewertungen Begehrlichkeiten: So bot jüngst die Beteiligungsgesellschaft Vestcorp für den Kunststoff-Spezialisten Ehlebracht AG. Unsere Aufgabe besteht darin, früh solche Unternehmen zu finden, die in einer attraktiven Nische aktiv sind und ohne fundamentalen Grund durch massive Verkäufe stark gefallen sind.

Wie ermitteln Sie den fairen Wert einer Aktie – reicht die Betrachtung des Kurs/Gewinn-Verhältnisses aus?

Elze: Nein, aktuell ist die reine KGV-Betrachtung kaum aussagefähig. Zur Ermittlung des KGVs bedarf es Gewinnschätzungen von Analysten, aber für viele Nebenwerte gibt es nur wenige Sellside-Analysen, die eine solche Schätzung enthalten würden. Außerdem haben viele Banken und Investment-Boutiquen ihre Research-Kapazitäten so gestrafft, dass kleinere Unternehmen hier tendenziell weniger Aufmerksamkeit genießen. Und: Eine reine KGV- Betrachtung ist momentan wenig sinnvoll, weil die Halbwertzeit der Unternehmensprognosen in Krisenzeiten relativ niedrig ist. Für aktive Asset-Manager muss das aber nicht unbedingt ein Nachteil sein. Es kann sogar Vorteile verschaffen, weil aktive Manager bei einem entsprechend intensiven Kontakt zum Firmen-Management Investmentchancen nutzen können, bevor auch der breite Markt diese Chancen erkennt. Wichtiger als sonst sind bei einer vernünftigen Unternehmensbetrachtung Management, Marktumfeld und aussagekräftige Bilanzen. Erst dann sind Parameter wie Preis/Buchwert und Dividenden-Rendite relevant, genauso wie Kennzahlen zur Innenfinanzierung, beispielsweise der Free Cashflow. Damit lassen sich möglicherweise Finanzierungsengpässe frühzeitig erkennen.

Die Volatilität ist bei Nebenwerten tendenziell höher als bei Standardwerten?

Elze: Ja, in schwierigen Marktphasen wie etwa im Herbst 2008, als Banktitel weltweit bedrohlich wackelten, waren auch Kurseinbrüche bei kleinen oder marktengen Titeln zu beobachten: Bereits kleine unlimitierte Verkäufe von Privatanlegern können da zu heftigen Ausschlägen führen. Doch das bietet langfristig orientierten Anlegern auch gute Einstiegschancen, vorausgesetzt, der Investor verfügt über eine entsprechende Risikotragfähigkeit. Für die kommenden Monate erwarten wir eine weiterhin hohe Schwankungsbreite bei Nebenwerten, da die vom Aktienmarkt bereits eingepreiste wirtschaftliche Erholung sich erst noch in den Quartalszahlen niederschlagen muss.

Über den Interviewpartner:

Frank Elze ist Portfolio-Manager im Bereich Deutsche Aktien von UBS Global Asset Management. Elze arbeitet am UBS-Standort in Frankfurt und verfügt über neun Jahre Investment-Erfahrung.

Fonds im Fokus: UBS (D) Equity Fund – Small Caps Germany

Der UBS (D) Equity Fund – Small Caps Germany (ISIN: DE0009751651) ist ein Aktienportefeuille, das in ausgewählte deutsche Small Caps investiert und aktiv verwaltet wird. Der Anlageschwerpunkt liegt auf Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von generell weniger als 600 Millionen Euro. Das Fondsmanagement setzt auf die Flexibilität und Innovationskraft von kleinen deutschen Unternehmen, um das Renditepotenzial zu steigern.

Hintergrund: Eine Frage der Größe

Gemessen wird die Größe eines Börsenwertes in der Regel an der Marktkapitalisierung. Dabei wird die Zahl der Aktien eines Unternehmens mit dem aktuellen Aktienkurs multipliziert. Die Marktkapitalisierung ist daher immer auch eine Momentaufnahme. Doch ab welcher Größe gilt eine Aktie eigentlich als Small Cap, wann ist sie ein Mid Cap? Eine genaue Definition gibt es nicht. Die Größe der Unternehmen in den einzelnen Marktsegmenten liefert nur Anhaltspunkte: Nach Angaben der Deutschen Börse reicht die Höhe der Marktkapitalisierung im MDax® derzeit (Stand: 30.7.2009) von 50 Millionen Euro bis 4,36 Milliarden Euro. Im SDax® liegt die Spanne zwischen 35 Millionen Euro bis 495 Millionen Euro. Interessant: Je nach Anlageregion ist es unterschiedlich, ab welcher Größe Experten von einem Small Cap sprechen. Während etwa der UBS (D) Equity Fund – Small Caps Germany schwerpunktmäßig in Unternehmen investiert, deren Marktkapitalisierung nicht größer als 600 Millionen Euro ist, liegt die Schwelle beim US-Pendant deutlich höher: Beim UBS (Lux) Equity Fund – Small Caps USA (USD) beträgt die Obergrenze immerhin 4 Milliarden US-Dollar (ca. 2,84 Milliarden Euro). Mancher US-Small Cap wäre hierzulande ein stolzer Dax® -Wert.

Wussten Sie schon?

Einmal Small Cap – immer Small Cap? Keinesfalls. Manche Gesellschaften schaffen einen rasanten Aufstieg. Der Salzgitter AG beispielsweise ist innerhalb von weniger als zehn Jahren der Durchmarsch nach ganz oben gelungen: Am 21. Juni 1999 als Small Cap im SDax® gestartet, stieg der Konzern bereits 27 Monate später in den MDax® auf. Damals umfasste der MDax® noch 70 Werte. Obwohl der MDax® später auf 50 Titel reduziert wurde, konnte sich Salzgitter dort etablieren. Der Konzern steigerte seine Marktkapitalisierung in den Folgejahren – scheiterte jedoch mehrmals beim Sprung in den Dax® . Vorübergehend galt Salzgitter daher unter Anlegern sogar als „unaufsteigbar“. Im vergangenen Jahr gelang jedoch der Sprung unter die Top 30: Seit Dezember 2008 spielt Salzgitter in der ersten Liga der börsennotierten Unternehmen in Deutschland.



Marketing & Sales Management
Frau Miriam Howard

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www.ubs.com/deutschland

Über UBS Global Asset Management

UBS Global Asset Management gehört zu den weltweit größten institutionellen Vermögensverwaltern und zählt in Europa zu den führenden Fondshäusern: Die Gruppe verwaltet ein Kundenvermögen von rund 386 Milliarden Euro (Stand: 31. Dezember 2008). In 25 Ländern ist UBS Global Asset Management mit 3.800 Mitarbeitern aktiv. UBS Global Asset Management bietet Lösungen für alle Vermögensklassen von Immobilien- über traditionelle bis hin zu alternativen Anlagen an. Über 140 Analysten beobachten bei UBS Global Asset Management die Anlagemärkte in aller Welt. UBS Global Asset Management ist – neben Global Wealth Management & Swiss Bank, Wealth Management Americas und der Investment Bank – einer von vier unabhängigen UBS Geschäftsbereichen.




Frank Elze
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