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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 12.11.2008
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Umfrage 1998 - 2008: Rückenschmerzen nehmen um ein Viertel zu - ärztliche Behandlungen helfen oft nur kurzfristig

Aktuell leiden zwei Drittel der Bundesbürger unter Rückenschmerzen – vor zehn Jahren war es „nur“ die Hälfte (1998: 53 Prozent; 2008: 67 Prozent). Dies geht aus den aktuellen Ergebnissen der Langzeitstudie des BKK Bundesverbandes hervor, die TNS Healthcare (vormals Emnid) bei 6.013 Personen ab 14 Jahren im April/Mai dieses Jahres durchgeführt hat. Allerdings gibt rund die Hälfte der Befragten an, nur gelegentlich unter Rückenschmerzen zu leiden. Besonders stark angestiegen ist die Zahl derjenigen mit chronischen Beschwerden: Im Vergleich zum Jahr 1998 hat sich ihre Zahl verdoppelt (von 17 auf 30 Prozent).

Medikamente: Verschreibung steigt um ein Drittel
Immer mehr Rückenschmerzbetroffene verzichten auf einen Arztbesuch. Gaben 1998 noch 57 Prozent an, wegen ihrer Rückenschmerzen einen Arzt aufgesucht zu haben, sind es 2008 nur noch 36 Prozent. Wer allerdings ärztliche Hilfe benötigt, bekommt am häufigsten Medikamente, bevorzugt Schmerzmittel, verschrieben (1998: 47 Prozent, 2008: 64 Prozent).

Stark zugenommen haben ebenfalls die ärztlichen Empfehlungen zur Krankengymnastik (von 22 Prozent 1998 auf 61 Prozent 2008). Chiropraktische Maßnahmen haben sich im Zehnjahresvergleich vervierfacht (von 7 auf 27 Prozent). Im Vergleich dazu gibt es wenig Veränderungen bei den verordneten Massagen (1998: 46 Prozent; 2008: 49 Prozent), Spritzen (1998: 49 Prozent; 2008: 44 Prozent), Fangopackungen (1998: 25 Prozent; 2008: 32 Prozent) und Bestrahlungen (1998: 25 Prozent; 2008: 30 Prozent).

Über 80 Prozent der Patienten haben erneut Beschwerden
Vier von fünf Betroffenen geben zwar an, dass das, was der Arzt verordnet hat hilft, allerdings kommen die Rückenschmerzen bei der überwiegenden Mehrheit (81 Prozent) wieder. Jeder Fünfte (21 Prozent) war bis zu einer Woche schmerzfrei, bei jeweils 10 Prozent kamen die Schmerzen nach ein bis zwei bzw. zwei bis vier Wochen wieder. Besonders gravierend ist dies bei der Gruppe der chronisch Rückenkranken: Bei 94 Prozent kommen die Schmerzen nach kurzer Zeit wieder.

Gelegentliche Schmerzen – regelmäßiger Sport hilft offenbar
In der Rückenschmerzumfrage werden insgesamt 4.055 Rückenschmerz-Betroffene segmentiert und signifikante Rückenschmerz-Typen identifiziert. Die größte Gruppe sind mit 46 Prozent „Personen mit gelegentlichen Kreuzschmerzen“. Sie leiden eher selten unter Rückenschmerzen und treiben häufig drei bis sechs Mal pro Woche Sport. Sie sind meist männlich und berufstätig. Die verordneten Maßnahmen führen überdurchschnittlich häufig zu einer kompletten bzw. längeren Schmerzfreiheit.

Temporäre Verspannungen – häufig durch Computernutzung
Zwei Drittel der Bevölkerung nutzen heute täglich den Computer. Das sind mehr als doppelt so viele wie vor 10 Jahren (1998: 29 Prozent; 2008: 64 Prozent). Die computerbedingten Beschwerden haben um rund 20 Prozent zugenommen (1998: 41 Prozent; 2008: 59 Prozent).

In der Gruppe der Betroffenen mit temporären Verspannungen (27 Prozent) klagen überdurchschnittlich viele über Beschwerden, die offenbar mit ihrem (Computer)-Arbeitsplatz zusammenhängen: Die Schmerzen liegen überwiegend im oberen Rückenbereich. Die Betroffenen sehen die Ursache ihrer Schmerzen häufig in ungünstiger Körperhaltung und zu langem Sitzen. Sie gehen seltener als der Durchschnitt zum Arzt, verzichten eher auf Medikamente und setzen mehr auf Massagen und Bewegung zur Schmerzlinderung. Diese Gruppe ist häufig weiblich und 14 bis 39 Jahre alt.

Chronisch Rückenkranke – viel verordnet, Schmerzen bleiben
Die chronisch Rückenkranken mit globalen Schmerzen (18 Prozent) suchen überdurchschnittlich häufig Ärzte auf, sind lange krankgeschrieben und nehmen mehr Medikamente als der Durchschnitt. Vom Arzt erhalten sie die verschiedensten Verordnungen. Das Spektrum reicht von Medikamenten über Bestrahlungen bis zu Massagen. Allerdings sind fast alle (94 Prozent) dieser Betroffenen nicht nachhaltig komplett schmerzfrei – ein

Viertel hat sogar bereits innerhalb einer Woche wieder Beschwerden. Sie geben überdurchschnittlich häufig an, dass die Schmerzen auf Abnutzung/Verschleiß oder einen Bandscheibenvorfall zurückzuführen oder auch berufsbedingt sind. Auch die ärztlichen Diagnosen weisen aus, dass diese Patienten deutlich häufiger an schmerzhaften Rückenschäden leiden.

Diese Gruppe ist häufiger weiblich und meist über 50 Jahre alt. Ältere mit Rückenbeschwerden setzen meist auf Hausmittel Diese kleinere Gruppe (9 Prozent) hat oft tägliche Beschwerden, die sie selbst auf Alterserscheinungen zurückführt. Auch die Ärzte begründen die Diagnosen häufig mit Knochenverschleiß, Verspannungen und Übergewicht. Die Beschwerden werden mit Salben, Wärme und Bädern gelindert. Betroffen sind häufig weibliche, über 60-jährige und nicht mehr berufstätige Menschen.

Presseservice
Details der Langzeitstudie mit Analysen und Grafiken sowie die Typisierung der Rückenschmerzbetroffenen gibt es ebenso wie Bildmaterial zur Behandlung von Rückenbeschwerden unter www.bkk.de/ruecken. Fakten, Daten und downloadfähige Grafiken zum Thema Rückenschmerzen erhalten Sie im aktuellen Faktenspiegel, den Sie unter www.bkk.de/faktenspiegel im Internet finden.  



Frau Christine Richter
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 030/22312-0
Fax: 030/ 223 12 129
E-Mail: presse@bkk-bv.de

BKK Bundesverband
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45128 Essen
www.bkk.de

Seit über 200 Jahren versichern und versorgen Betriebskrankenkassen Mitarbeiter von Unternehmen und Betrieben – vom Pförtner und der Verkäuferin über den Fließbandarbeiter und kaufmännischen Angestellten bis zur Leitungs- und Vorstandsebene. Seit der Einführung des freien Kassenwahlrechts haben sich immer mehr Menschen für die BKK entschieden. Zirka 14 Millionen Menschen, einschließlich der Familienversicherten, werden heute von 168 Betriebskrankenkassen versorgt. Damit ist die BKK mit einem Marktanteil von rund 20 Prozent die drittgrößte Kassenart.

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