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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 29.07.2010
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Unfallforschung der Versicherer: Unfälle in Autobahnbaustellen sind häufiger, aber weniger schwer als auf freier Strecke - "Herausbeschleunigen" aus Baustellen gefährlich

Autobahnen sind die qualitativ hochwertigsten und sichersten Straßen in Deutschland. Schwachstellen sind neben den Anschlussstellen vor allem Baustellenbereiche, die zu Störungen im Verkehrsablauf und immer wieder zu schweren Unfällen führen. Bei einer im Auftrag der Unfallforschung der Versicherer (UDV) durchgeführten Studie der TU Dresden wurde das Unfallgeschehen an 12 Baustellen mit einer Gesamtlänge von 68 km analysiert und fünf Baustellen einer detaillierten Untersuchung unterzogen. Die Ergebnisse zeigen, dass Unfälle in Baustellenbereichen im Vergleich zu baustellenfreien Autobahnabschnitten aufgrund der geringeren Fahrgeschwindigkeiten weniger schwer sind. Die Länge der Baustelle spielt beim Unfallgeschehen aber keine Rolle.

Betrachtet man die Baustellen genauer, fällt auf, dass die Strecken innerhalb der Baustellen unabhängig von ihrer Breite und der zulässigen Höchstgeschwindigkeit eher unfallunauffällig sind, sie sind sogar sicherer als Autobahnabschnitte ohne Baustellen. Besondere Probleme bestehen innerhalb der Baustellen an Überleitungen und Verschwenkungen sowie an Behelfs-Anschlussstellen. Hier kommt es bis zu sechs mal häufiger zu Unfällen als auf Autobahnabschnitten ohne Baustellen. Was besonders überrascht: Das Ende von Baustellen mit Verschwenkung und Aufhebung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit erweist sich ebenfalls als besonders unfallauffällig. Anscheinend führt das schon zu erkennende Schild „Aufhebung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit“ zu starken Beschleunigungen und großen Streuungen der Geschwindigkeiten am Baustellenende.

Zur Verbesserung der Sicherheit in Autobahnbaustellen empfiehlt die UDV:

- Die Reduzierung der Fahrstreifenanzahl im Annäherungsbereich der Baustellen sollte frühzeitig erfolgen.
- Verschwenkungen und Überleitungen sollten verdeutlicht werden.
- Nicht vermeidbare Behelfsanschlussstellen müssen deutlich erkennbar und mit Verzögerungsstreifen ausgestattet sein.
- Am Baustellenende sollte die zulässige Höchstgeschwindigkeit stufenweise angehoben werden.

Weitere Informationen unter www.udv.de



Herr Klaus Brandenstein
Tel.: 030 / 2020-5883
E-Mail: k.brandenstein@gdv.de

Gesamtverband der Deutschen
Versicherungswirtschaft e.V
Wilhelmstraße 43 / 43G
10117 Berlin
http://www.gdv.de

Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) (www.udv.de) im Gesamtverband der Deut-schen Versicherungswirtschaft (GDV) (www.gdv.de) forscht und berät seit über 50 Jahren im Dienste der Verbesserung der Sicherheit und der Unfallvermeidung auf Deutschlands Straßen. Sie ist gleichzeitig einer der größten Auftraggeber für universitäre und außeruni-versitäre Verkehrssicherheitsforschung. Die drei Fachbereiche „Verkehrsinfrastruktur“, „Fahrzeugsicherheit“ sowie „Verkehrsverhalten und –psychologie“ arbeiten interdisziplinär zusammen. Die UDV pflegt den Austausch mit anderen in der Verkehrssicherheitsarbeit tätigen Institutionen. Die deutschen Versicherer bekennen sich damit ausdrücklich zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung für die Verkehrssicherheit.

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