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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 13.03.2013
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Unisex-Vorteil für die betriebliche Altersversorgung? Institut für Vorsorge und Finanzplanung prüft Direktversicherungen erneut auf Herz und Nieren

„Im Vergleich zu anderen Rentenversicherungen kann Unisex für die betriebliche Altersversorgung sogar eine Chance darstellen – gesetzt den Fall, dass die Kalkulation gemäß der tatsächlichen Geschlechterverteilung erfolgt. “Das ist das Fazit von Prof. Michael Hauer im Hinblick auf das aktuelle Rating des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) zu Direktversicherungen.

Zum dritten Mal hat das IVFP Direktversicherungen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung (§ 3 Nr. 63 EStG) detailliert und umfassend unter die Lupe genommen. Im diesjährigen Rating hat das IVFP 102 Tarife von 49 Anbietern auf bis zu 85 Einzelkriterien untersucht. Die Gesamtnote setzt sich wie in allen anderen Analysen auch aus vier Teilbereichsnoten (Unternehmenssicherheit, Rendite, Flexibilität sowie Transparenz & Service) zusammen.

Die Einteilung der Produkte erfolgte in drei Kategorien: Klassische Tarife mit beitragsorientierter Leistungszusage, fondsgebundene Tarife mit beitragsorientierter Leistungszusage (BoLz), fondsgebundene Tarife mit Beitragszusage mit Mindestleistung (BzMl). Im Fokus des bAV-Produktratings 2013 standen – wie nicht anders zu erwarten – die Auswirkungen der Unisex-Einführung.

Renditevergleich: Bisex versus Unisex

Wie also wirkt sie sich aus, die Umstellung auf Unisex? Berechnungen des IVFP auf Basis von Garantieleistungen klassischer Tarife haben ergeben, dass durch die Umstellung auf Unisex die Renten von Männern durchschnittlich um 6,23 Prozent sinken, während sich die der Frauen um 3,44 Prozent erhöhen. So wurden beispielsweise monatliche Renten für Männer von 319,93 Euro und Frauen von 290,02 Euro im Zuge der Unisexumstellung auf jeweils 300 Euro angepasst.

Der Grund hierfür ist einfach: Im Durchschnitt kalkulieren die Versicherer – nach Berechnungen des IVFP – gegenwärtig mit einer Mann-Frau-Verteilung von 33:67, auch bei der betrieblichen Altersversorgung. Und das, obwohl der Anteil der Männer bei dieser Vorsorgeform überwiegt. Aktuell liegt die Verteilung bei 54:46 (Mann/Frau). „Unisex macht erforderlich, dass die Tarifkalkulation analog zur Verteilung des Kundenpotenzials erfolgen muss“, so Hauer. Und weiter: „Daher ist es unabdingbar, dass Versicherer in der Tarifkalkulation zwischen privaten Rentenversicherungen und bAV unterscheiden. Tun sie das, dann liegt genau hier die Chance für die bAV, nämlich bessere Rentenleistungen anzubieten.“

Dass das möglich ist, beweisen einige Versicherer, die sich im Rahmen der Umstellung auf Unisex besser positionieren konnten. Dies sind etwa Continentale, HDI sowie Stuttgarter. Grund für diese Verbesserung ist, dass die Versicherer die Verteilung optimiert haben. Zugunsten des Mannes. Insgesamt ist dies bei 15 Prozent der untersuchten Tarife der Fall. Die maximale Kalkulation beträgt dabei sogar 58:42 (Mann/Frau).

Weitere interessante Ergebnisse des Ratings

Im aktuellen bAV-Produktrating kamen zwei neue Kriterien zum Tragen: untersucht wurde wie es sich mit den Rechnungsgrundlagen sowohl bei Zuzahlung als auch bei einer vereinbarten Dynamik verhält?

Lediglich bei 43 Prozent der Tarife gelten bei Zuzahlung jeweils die Rechnungsgrundlagen, die bei Vertragsabschluss vereinbart wurden – bei 49 Prozent gelten die jeweils aktuellen Rechnungsgrundlagen zum Zeitpunkt der Zuzahlung. Für die restlichen Tarife gibt es hierzu keine Informationen.

Zwar liegen dem IVFP inzwischen von 84 Prozent (2011: 68) aller Tarife genaue Angaben zu den Kosten für Zuzahlungen (hier: 1.000 Euro) vor – allerdings auf Nachfrage. Kunden werden diese Informationen nicht aktiv ausgewiesen. Folgende Anbieter verlangen maximal 50,- Euro für Zuzahlungen: Alte Leipziger (BoLz), Cosmos (klassisch, BoLz, BzMl), Hannoversche (BoLz, BzMl), HanseMerkur (klassisch, BoLz) Provinzial NordWest (BzMl), WGV (klassisch), Württembergische (BoLz). Im Durchschnitt liegen die Kosten für Zuzahlungen bei 78 Euro. Allerdings gibt es auch Anbieter, die deutlich mehr verlangen. So bewegen sich deren Kosten für eine Zuzahlung von 1.000. Euro zwischen 130 und 230 Euro.

Betrachtet man die Dynamik, fällt das Ergebnis folgendermaßen aus: 47 Prozent der Tarife verwenden die zum Zeitpunkt der Beitragserhöhung gültigen Rechnungsgrundlagen. Bei 45 Prozent der Tarife werden die bei Vertragsabschluss gültigen Rechnungsgrundlagen auch für die vereinbarte Dynamik verwendet.

Wer seinen Vertrag mehr als 36 Monate ruhen lässt, also beitragsfrei stellt, muss bei den meisten Tarifen bei Wiederaufnahme die dann gültigen Rechnungsgrundlagen hinnehmen – lediglich bei 13 Prozent bleiben die ursprünglichen bestehen. Trotzdem: Immerhin fünf Prozent mehr als im vorherigen Rating.

Zu den führenden Anbietern in diesem Jahr zählen in der Kategorie „klassisch“ Europa, Allianz, Debeka, Hannoversche und HUK-Coburg. Im Bereich fondsgebundener Tarife mit beitragsorientierter Leistungszusage belegen Allianz, Alte Leipziger, Hannoversche und Stuttgarter die vorderen Plätze. Neben Allianz, Stuttgarter und Hannoversche überzeugt Provinzial NordWest bei den BzMl-Tarifen.

Unter www.vorsorge-finanzplanung.de/bAV-Rating2013 stehen die Ergebnisse online zur Verfügung.

Unter www.einfach-mehr-Vorsorge.de besteht die Möglichkeit, sich anhand des bAV- Tariffinders die passende Direktversicherung ermitteln zu lassen.

Weitere Informationen gibt es unter www.ivfp.de.

Institut für Vorsorge und Finanzplanung GmbH
Auf der Haide 1
92665 Altenstadt / WN
www.vorsorge-finanzplanung.de

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) ist ein unabhängiges, inhabergeführtes Unternehmen, das sich auf private und betriebliche Altersvorsorge spezialisiert hat. Im Jahr 2001 gegründet und mit Hauptsitz in Altenstadt/WN steht es unter der fachlichen Leitung von Prof. Dr. Thomas Dommermuth. Einer der drei Geschäftsbereiche beruht auf der Bewertung von Vorsorgeprodukten, Erstellung von Gutachten und Zertifizierung von Beratungsprozessen im Bereich der Finanzplanung. Die Softwareentwicklung ist eine weitere Domäne des Instituts: Individuelle Online-, Offline- oder Serverlösungen gehören hier ebenso zum Leistungsspektrum wie die Anbindung von Software an entsprechende Tarifprogramme. Über seine eigene Akademie bietet das Institut ein umfangreiches Spektrum an Fachseminaren und Weiterbildungen an. Zu seinen Kunden zählen zahlreiche namhafte Unternehmen wie AachenMünchener, Allianz, AXA, Commerzbank, Concordia, Fidelity, HDI, LBS, Postbank, Sparkassen Finanzgruppe, Standard Life, Union Investment, Versicherungskammer Bayern, Zurich Deutscher Herold u.v.a.




Die Top-Tarife der Kategorie "klassisch" aus insgesamt 102 untersuchten Direktversicherungen


Die Top-Tarife der Kategorie "fondsgebunden (BzMl)" aus insgesamt 102 untersuchten Direktversicherungen


Die Top-Tarife der Kategorie "fondsgebunden (BoLz)" aus insgesamt 102 untersuchten Direktversicherungen

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