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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 19.05.2006
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Unsicherheitsempfinden der Deutschen beim Reisen verstärkt sich - Erste Ergebnisse des ELVIA Sicherheitsbarometers 2006

Der Wert des ELVIA Sicherheitsbarometer steigt im vierten Befragungsjahr. Erste Ergebnisse des jährlich gemeinsam mit der Universität Lüneburg erhobenen Indexes zum subjektiven Sicherheitsempfinden der Deutschen auf Reisen belegen einen Anstieg auf 65,77 (Basisjahr 2003: 45,34). In den vergangenen beiden Jahren lag der Wert stabil bei rund 60. Wie bei einer subjektiv "gefühlten Temperatur" bedeutet ein steigender Barometerwert eine Zunahme des Unsicherheitsempfindens.

Zurückzuführen ist der Anstieg des ELVIA Sicherheitsbarometers vor allem auf eine verstärkt personenbezogene Unsicherheit. Reiserisiken werden zunehmend als "Problem" der eigenen Person empfunden. Dazu zählen vor allem Faktoren wie Gesundheit, die eigene wirtschaftliche Situation und Mitreisende. Am stärksten fühlten sich die befragten Personen von Terrormeldungen und Warnungen vor weiteren Anschlägen verunsichert. Entsprechend langfristig und sorgfältig wird bei der Urlaubsplanung vorgegangen. Auch die Frage, ob im Urlaub gerne verrückte Sachen ausprobiert würden, stieß auf Ablehnung. Generell steigt das Sicherheitsempfinden mit zunehmendem Alter der Befragten. Damit wirkt sich das steigende Durchschnittsalter der Bevölkerung auch direkt auf den Barometerwert aus.

Darüber hinaus wird der Wert des Sicherheitsbarometers in den Bereichen der destinations- und leistungsbezogenen Unsicherheit sowie im Bereich des Absicherungsbedarfs ermittelt. Diese Werte wiegen im Vergleich zum Vorjahr weniger schwer. Die destinationsbezogene Unsicherheit ist von 39,5 auf 32,4  Prozent gefallen. Dies lässt den Schluss zu, dass die Reisenden das Thema Sicherheit weniger mit einer Destination an sich in Verbindung bringen und das Phänomen Terror im Alltag Gegenwärtig geworden ist. Die Aufgabe von Reiseveranstaltern besteht nun darin, für angebotene Destinationen glaubwürdig Sicherheit vermitteln zu können. Generell sind die Reiseveranstalter hier bereits auf einem guten Weg, was den Rückgang der leistungsbezogenen Unsicherheit von 32,3 auf 28,7 Prozent belegt. Das Vertrauen in die Reiseveranstalter und die durch sie vermittelte Sicherheitsleistung, z.B. in Form von Reiseversicherungen, ist gegeben.

Sicherheitsempfinden beeinflusst die Reisehäufigkeit

Bei der Differenzierung von Viel-Reisenden (Barometerwert: 64,5) mit drei und mehr Reisen pro Jahr und Normal- und Wenig-Reisenden (Barometerwert: 66,9) mit ein bis zwei Reisen pro Jahr fällt auf, dass der Barometerwert bei zunehmender Reisehäufigkeit fällt. Dagegen unterscheiden sich die Werte bei der Buchungsart, d.h. Individualreisenden (65,2) und Pauschalreisenden (66,3) nur geringfügig.

Polarisierung beim Sicherheitsempfinden

Aus der Gruppe der Befragten lassen sich drei Kategorien (Cluster) entwickeln: Vorsichtige, Risikobewusste und Unbekümmerte. Die Veränderung der Anteile der drei Gruppen bestätigt das Gesamtergebnis des gestiegenen Barometerwertes. Die Zahl der Risikobewussten (das mittlere Segment) unter den Befragten ist mit 28,7 Prozent (Vorjahr: 41,8 Prozent) extrem gesunken. Dagegen haben die Vorsichtigen mit 49,0 Prozent (Vorjahr 39,7 Prozent) in fast gleichem Maße zugelegt. Die Anzahl der Unbekümmerten ist leicht gestiegen: 22,3 Prozent (Vorjahr 18,5 Prozent). Fazit: Die Ergebnisse belegen das für Krisenzeiten typische Verhalten der Polarisierung. Risikobewusste Personen werden noch vorsichtiger. Andererseits neigt ein kleinerer Anteil gerade wegen aktuell verstärkt auftretender Krisen zu der Annahme, in Zukunft weniger in Gefahr zu sein.

Wovor haben die Reisenden am meisten Angst?

Als schwerwiegendstes Risiko stuften die Teilnehmer der Studie Krankheit bzw. Tod am Urlaubsort mit 63,5 Prozent ein. Im Vergleich zum Vorjahr (74,8 Prozent) ist dieser Wert jedoch um gut 10 Prozent gefallen. Darauf folgen die Risiken Unfall und Unruhen/Terror im Zielgebiet mit 51,6 und 50,6 Prozent. Die drei am häufigsten eintretenden Risiken auf Reisen nach Ansicht der Befragten: Krankheit oder gar Tod am Urlaubsort -belegt mit 70,7 Prozent (Vorjahr 44,4 Prozent) Platz 1 der häufigsten Sicherheitsrisiken beim Reisen. Auch hier folgt an zweiter Stelle - jedoch mit großem Abstand - Unfall/Panne mit 39,4 Prozent. Kriminalität, Betrug und Übervorteilung wird als dritthäufigstes Risiko (34,2 Prozent) eingeschätzt.

Was passiert tatsächlich? Krankheit im Urlaub nimmt zu

Am schwerwiegendsten (63,5 Prozent) und am häufigsten (70,7 Prozent) befürchtet: Krankheit während der schönsten Wochen des Jahres. 51,4 Prozent der Befragten und damit 8,8 Prozent mehr als in 2005 haben dies schon erfahren müssen. Das Unfallrisiko wird ebenfalls höher bewertet (51,6 Prozent) bzw. erwartet (39,4 Prozent) als es letztendlich eintritt (17,5 Prozent). Die Angst vor Unruhen oder Terror im Zielgebiet wiegt mit 50,6 Prozent nach wie vor schwer (Vergleich 2005: 50,3 Prozent). Die Befragten schätzen das Risiko, dass sie betroffen sein könnten, nur mit 12,8 Prozent ein. Mit 5,1 Prozent tatsächlich Betroffenen stieg der Anteil im Vergleich zum Vorjahr um knapp 2 Prozent.

Auswirkungen der Ergebnisse auf die Strategien von ELVIA

Thomas Plessl, Marketingleiter der ELVIA nutzt die Ergebnisse für zukünftige Planungen: "Der Anstieg der personenbezogenen Unsicherheit bei den Befragten gibt uns deutliche Hinweise, wie wir als Reiseversicherung in Zukunft unsere Produkte entwickeln und kommunizieren müssen. Die Angst vor Krankheit hat im Vergleich stark zugenommen. Eine nachhaltige Analyse der medizinischen Infrastruktur in Reiseländern wird von uns daher weiter forciert. Darüber hinaus ist es aber auch notwendig, unsere Kunden über die Standards im Ausland und die Qualität unserer Partner zu informieren. Es ist uns wichtig, dem Kunden so einfach wie möglich strukturierte Produktalternativen anzubieten, die seiner ganz persönlichen Situation und damit seinen Ängsten entsprechen. Vor allem Reisebüros muss es möglich sein, den Sinn und Zweck einer Reiseversicherung kurz und knapp erklären zu können. Passiert dann tatsächlich etwas im Urlaub leisten wir unkompliziert und schnell. Effizientes Schadensmanagement ist für ELVIA eine Selbstverständlichkeit."

Zum ELVIA Sicherheitsbarometer

2.755 Befragte aus allen Bevölkerungsschichten und Alters­gruppen, Pauschalurlauber wie Individualtouristen, äußerten sich im Rahmen der repräsentativen Studie im Zeitraum von Dezember 2005 bis Februar 2006 bezüglich ihres persönlichen Sicherheitsempfindens auf Reisen. Zum Einsatz kamen zwei Fragebögen. Zur Ermittlung des aktuellen Barometerwertes waren 46 Zustimmungsfragen - subjektive Aussagen mit der Möglichkeit, einen Zustimmungsgrad anzukreuzen - und 14 weitere Fragen zu beantworten. Mit einem zusätzlichen Fragebogen wurde die Einstellung der Reisenden zu aktuellen Trends in der Touristik (z.B. Low Cost Carrier, Internet usw.) abgefragt. Hier mussten 52 Zustimmungsfragen und 18 sonstige Fragen beantwortet werden. Die Ergebnisse aus dieser Erhebung liegen bis Juli 2006 vor.



Pressesprecherin
Frau Monika Reitsam-Rieger
Tel.: +49.89.62424-113
Fax: +49.89.62424-224
E-Mail: presse@elvia.de

ELVIA Reiseversicherung
Ludmillastr. 26
81543 München
Deutschland
www.elvia.de

Über die ELVIA Reiseversicherungen

Seit 50 Jahren steht der Name ELVIA Reiseversicherungen für Kompetenz und Zuverlässigkeit rund um das Thema Sicherheit auf Reisen. Als ein Unternehmen der Allianz sind die ELVIA Reiseversicherungen in das weltweit führende Netzwerk der MONDIAL Assistance Group eingebunden. Der Reiseversicherungs- und Assistance-Konzern sichert mit mehr als 8.000 Mitarbeitern in 28 Ländern auf fünf Kontinenten eine kontinuierlich hohe Dienstleistungsqualität für alle Kunden - immer und überall.

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