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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 30.05.2007
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Verwaltungsrat des neuen Spitzenverbandes Bund hat sich konstituiert

Wahl des Vorsitzenden und alternierenden Vorsitzenden

Berlin. Der Verwaltungsrat des neuen Spitzenverbandes Bund hat sich konstituiert. 41 Vertreter der Versicherten und Arbeitgeber der Krankenkassen werden künftig die gesundheits- und sozialpolitischen sowie strategischen Entscheidungen des neuen Spitzenverbandes Bund treffen, Ziele für die Vertragsverhandlungen im Gesundheitswesen definieren, Rahmenvorgaben für den Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitswettbewerb der Krankenkassen festlegen sowie die Satzung und den Haushalt des Spitzenverbandes Bund beschließen.

Auf ihrer ersten Sitzung wählten die ehrenamtlichen Vertreter der Versicherten und Arbeitgeber zunächst ihren Vorsitzenden und alternierenden Vorsitzenden. Dabei gilt: Der Vorsitzende bzw. der alternierende Vorsitzende müssen jeweils der Gruppe der Versicherten bzw. Arbeitgeber angehören. Der Vorsitz wechselt jährlich.

Zum Vorsitzenden wählte der Verwaltungsrat des neu gebildeten Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen Dr. Volker Hansen, geboren am 25. Februar 1955, Arbeitgebervertreter. Hansen ist seit 2005 Mitglied des Verwaltungsrats der AOK Brandenburg und alternierender Verwaltungsratsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes. Hauptberuflich ist Hansen stellvertretender Abteilungsleiter "Soziale Sicherung" bei der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) in Berlin.

Zum alternierenden Vorsitzenden wählte der Verwaltungsrat Willi Budde, geboren am 26. August 1940, Versichertenvertreter. Er ist seit 1970 ehrenamtlich in der Selbstverwaltung der BKK Mannesmann in Düsseldorf tätig. Seit 1981 ist er in den Verwaltungsrat des BKK Landesverbandes Nordrhein-Westfalen gewählt und dort seit 1996 alternierender Vorsitzender. Der Selbstverwaltung des BKK Bundesverbandes gehört Willi Budde seit 1987 an; seit 1996 ist er alternierender Vorsitzender des Verwaltungsrates.

Hansen betonte, der neue Verwaltungsrat werde die Interessen der Versicherten und Beitragszahler sowie der Krankenkassen im Spitzenverband verantwortungsbewusst wahrnehmen. Die Arbeitgebervertreter legten sehr viel Wert darauf, dass der staatliche Einfluss im Spitzenverband nicht zu groß werde. Der Wettbewerb der Krankenkassen dürfe keineswegs eingeschränkt werden, sondern müsse – im Gegenteil – nachhaltig intensiviert werden; es komme darauf an, hier die Spielräume zu respektieren. "Die wettbewerbliche Struktur der Kassenlandschaft muss sich auch im Spitzenverband Bund weiterhin widerspiegeln", so Hansen. Ein weiteres Augenmerk würden die Arbeitgeber auf die Wirtschaftlichkeit der Entscheidungen im Spitzenverband Bund legen. Schließlich stelle der Spitzenverband mit seinen Entscheidungen die wichtigsten Stellschrauben für die Ausgaben der GKV von ca. 150 Mrd. Euro.

Auch Budde erklärte, es komme entscheidend darauf an, dass der Spitzenverband Bund keine staatliche Behörde ohne Bezug zum realen Versorgungsgeschehen werde. "Die medizinische Versorgung der rund 70 Millionen Versicherten muss im Mittelpunkt stehen. Der Gedanke der Selbstverwaltung müsse oberste Priorität haben, die Entscheidungen müssten nachvollziehbar sein und sich an der Praxis orientieren. Der Verwaltungsrat trage hier eine hohe Verantwortung, denn er stelle das Bindeglied zwischen Spitzenverband Bund, Krankenkassen und den Versicherten und Arbeitgebern dar.

Die Verwaltungsratsmitglieder betonten, dass die heutigen Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen auch künftig eine wichtige Rolle als Bindeglied zwischen Spitzenverband Bund und Mitgliedskassen wahrnehmen und Beratungs- und Koordinierungsfunktionen übernehmen würden. In Zukunft nähmen die Spitzenverbände verstärkt Dienstleistungsaufgaben in zentralen Wettbewerbsfelder im Auftrag ihrer Mitgliedskassen wahr. Auch in einem sich verstärkenden Kassenwettbewerb sei es weiterhin sinnvoll, in gemeinsamen Organisationen Interessen zu bündeln und Synergieeffekte zu erzielen.

Die Mitglieder des Verwaltungsrats wurden am 21.5.2007 von der Mitgliederversammlung des neuen Spitzenverbandes Bund gewählt. Gewählt wurden sie nach Vorschlägen der Kassen entsprechend der folgenden Sitzverteilung:

  • jeweils 7 Versicherten- und Arbeitgebervertretern der Allgemeinen Ortskrankenkassen,
  • 13 Versichertenvertreter der Ersatzkassen (hier gibt es keine Arbeitgebervertreter),
  • je 4 Versicherten- und Arbeitgebervertreter der Betriebskrankenkassen,
  • je 2 Versicherten- und Arbeitgebervertreter der Innungskrankenkassen
  • je einem gemeinsamen Versicherten- und Arbeitgebervertreter von See-Krankenkasse, Knappschaft und Landwirtschaftlichen Krankenkassen.

Die Sitzverteilung orientiert sich an den Marktanteilen (Anzahl der Versicherten) der verschiedenen Kassenarten.

 

Diese Pressemitteilung finden Sie auch im Internet unter www.gkv.info



Frau Michaela Gottfried
Tel.: 02241 108-293
E-Mail: presse@vdak-aev.de

Verband der Angestellten-Krankenkassen e.V.
Frankfurter Straße 84
53721 Siegburg
www.vdak-aev.de

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