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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 06.12.2011
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Vorläufige Jahreszahlen 2011: VGH Versicherungen erwarten gute Ergebnisse in schwierigem Umfeld

Brandkasse: Beitragsplus durch starkes Neugeschäft und Bestandswachstum. Provinzial Leben: Finanzmarktkrise für Kunden abgefedert / Überschussbeteiligung von 4,0 Prozent. Provinzial Kranken: Beitragsplus mit 12,7 Prozent stärker als 2010.

Die VGH Versicherungen verzeichnen für das Jahr 2011 trotz Euroschuldenkrise eine zufrieden stellende Geschäftsentwicklung. Dies teilte Vorstandsvorsitzender Dr. Robert Pohlhausen bei der Vorstellung der vorläufigen Jahreszahlen am Montag in Hannover mit. Die Landschaftliche Brandkasse Hannover, als VGH-Mutterunternehmen für die Schaden- und Unfallversicherung zuständig, wird voraussichtlich 2,3 Prozent mehr Beiträge für das Gesamtgeschäft verbuchen als 2010 – das deutlichste Wachstum seit 2003. Die Provinzial Krankenversicherung Hannover AG erwartet einen Beitragsanstieg, der mit 12,7 Prozent noch stärker als 2010 ausfällt (Vorjahr +9,7 %). Die Provinzial Lebensversicherung Hannover kann das Geschäft gegen laufenden Beitrag auf Vorjahresniveau stabilisieren. Das Einmalbeitragsgeschäft der Boomjahre 2009 und 2010 ebbt wie prognostiziert ab. Dennoch erreicht es mit einem Volumen von voraussichtlich 150 Mio. Euro (Vorjahr 237 Mio.) weiterhin ein sehr hohes Niveau. Bedingt durch den Rückgang der Einmalbeiträge reduziert sich das Prämienvolumen in der Lebensversicherung insgesamt (einschließlich Provinzial Pensionskasse Hannover AG) um voraussichtlich 11,5 Prozent.

Die vier genannten VGH-Unternehmen erwarten dadurch spartenübergreifend einen Rückgang der Beitragseinnahmen um 3,4 Prozent auf 1,73 Mrd. Euro (Vorjahr 1,79 Mrd.). Das konsolidierte Beitragsvolumen des gesamten Konzerns wird auf 2,14 Mrd. Euro veranschlagt (Vorjahr 2,19 Mrd.) Pohlhausen: „In einem für die Assekuranz sehr schwierigen Jahr erzielt die VGH die zweithöchsten Beitragseinnahmen ihrer Unternehmensgeschichte. Wir werten das als Erfolg und als klares Zeichen des Vertrauens, das die Kunden uns unter widrigen Kapitalmarktverhältnissen unverändert entgegenbringen.“

Krisenfolgen für Kunden abgefedert

Im nunmehr vierten „Krisenjahr“ in Folge federt die VGH die Auswirkungen der internationalen Schuldenkrise für ihre Kunden weitgehend ab. Finanzvorstand Thomas Krüger: „Unser ausbalanciertes Kapitalanlagemanagement analysiert und steuert Wachstum, Sicherheit, Rendite und Liquidität ausgewogen. Unter herausfordernden Rahmenbedingungen ist es uns auch 2011 gelungen, bei allen VGH-Unternehmen eine zufrieden stellende Nettoverzinsung der Kapitalanlagen zu erwirtschaften.“ In die europäischen Krisenstaaten („PIIGS“) ist die VGH über Spezialfonds mit nur 0,5 Prozent des Kapitalanlagebestands sehr zurückhaltend investiert. In Griechenland, Portugal und Irland bestehen keine Investments.

Krüger: „Mehr Sorge macht uns die anhaltende Niedrigzinsphase. Unsere Lebensversicherungskunden profitieren zwar gerade in Krisenzeiten durch Glättungsmechanismen von einer im Vergleich mit anderen Vorsorgeformen attraktiven Gesamtverzinsung. Aber für ein dauerhaft niedriges Zinsniveau am Markt zahlen sie langfristig die Zeche.“

Brandkasse: Beitragsplus durch starkes Neugeschäft und Bestandswachstum

Die Beitragseinnahmen der Landschaftlichen Brandkasse steigen zum Jahresende auf voraussichtlich 982 Mio. Euro. Sie legen damit um 2,3 Prozent zu (Vorjahr 960 Mio.). Pohlhausen: „Über unsere Vertriebspartner, die VGH-Vertretungen und die niedersächsischen Sparkassen, haben wir die Kundenbetreuung 2011 gezielt intensiviert. Das daraus resultierende gute Neugeschäft und Bestandswachstum hat die Beitragseinnahmen in den Kompositsparten so signifikant wie seit Jahren nicht erhöht.“ Insbesondere die Sachversicherungen (+1,7 %) und die Haftpflicht (+4,4 %) fördern das Beitragsplus, aber auch Rechtsschutz (+4,5 %) und Unfall (+2,3 %). In der hart umkämpften Kraftfahrtversicherung setzt die VGH ihren Erfolgskurs ebenfalls fort (+1,0 %). Er resultiert 2011 vor allem aus dem guten unterjährigen Bestandswachstum, darüber hinaus aus dem starken Jahreswechselgeschäft 2010/11. Robert Pohlhausen: „Bei vielen Produktinnovationen lagen wir 2011 in der Einschätzung der Kundenwünsche genau richtig. Unser neuer Unfalltarif mit zahlreichen Zusatzleistungen konnte sich sehr erfolgreich im Markt platzieren. In der Haftpflicht sind wir nach Einführung der gesetzlichen Pflichtversicherung für Hundehalter zum 1. Juli den Niedersachsen mit leistungsstärkeren und preiswerteren Tarifen entgegengekommen. In der industriellen Sachversicherung wiederum haben wir flexibel auf die wachsende Nachfrage nach Versicherungen von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien reagiert.“

Ihre Leistungsstärke stellt die Brandkasse auch 2011 unter Beweis: Für Schäden zahlt sie ihren Kunden bis Jahresende rund 675 Mio. Euro (+1,4 %). Eine Reihe teurer Großbrände und ein deutlich höherer Aufwand für Kfz-Kasko-Schäden belasten die Ausgabenseite. Größere Massenschadenereignisse durch Stürme, Schnee- und Frostschäden blieben dagegen weitgehend aus. Die erwartete kombinierte Schaden-Kosten-Quote (Combined Ratio) liegt mit 94 Prozent über Vorjahresniveau (92 %), aber weiterhin unter dem Marktdurchschnitt von 97 Prozent.

Die Kapitalanlagen der Brandkasse wachsen von 2,63 auf 2,68 Mrd. Euro. Die Nettoverzinsung erreicht trotz anhaltend niedriger Zinsen an den Kapitalmärkten 2,6 Prozent (3,7 %). Bei einer Aktienquote von rund 6 Prozent wird die Brandkasse in diesem Jahr aufgrund der negativen Aktienmarktentwicklung ein Ergebnis von hochgerechnet 68 Mio. Euro erzielen. Dieses Ergebnis liegt 30 Mio. Euro unter dem guten Vorjahr. Der Gewinn vor Ertragsteuern und Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) beläuft sich aus heutiger Sicht auf 50 Mio. Euro (80 Mio.). Für 2012 zahlt die Brandkasse ihren Kunden eine erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung von mehr als 20 Mio. Euro (20 Mio.).

Provinzial Leben: Überdurchschnittliche Gewinnbeteiligung von 4 Prozent

In der Lebensversicherung kann die Provinzial ihre Einnahmen aus laufenden Beiträgen mit geschätzt 515 Mio. Euro etwa auf Vorjahresniveau halten (518 Mio., ‑0,6 %). Auch das Neugeschäft nach statistischem Jahresbeitrag bleibt mit 31 Mio. Euro stabil. Besonders positiv entwickeln sich dabei Risiko- und Berufsunfähigkeitsversicherungen. Das Einmalbeitragsgeschäft ist 2011 geprägt von der erwarteten Normalisierung des Trends hin zur eigentlichen Altersvorsorge. Durch Kontingentierung und Festlegung einer gestaffelten Überschussbeteiligung mit siebenjähriger Laufzeit für aufgeschobene Versicherungen gegen Einmalbeitrag hatte die VGH dieses Geschäft 2011 bewusst limitiert. Thomas Krüger: „Wir steuern das Wachstum so, dass es perspektivisch unsere Bestandskunden nicht benachteiligt und die hohe Solvabilität unseres Unternehmens stabilisiert.“ Im aktuellen Jahr erwartet die Provinzial Leben Einmalbeiträge in Höhe von 150 Mio. Euro, ein im Vergleich zum Vorjahr immer noch sehr hohes Volumen (237 Mio.). Folglich reduzieren sich die Beitragseinnahmen der Provinzial Leben insgesamt (einschließlich Pensionskasse) um 11,5 Prozent auf 691 Mio. Euro (781 Mio.).

Als erfreulich wertete Krüger, dass trotz der anhaltenden Finanzkrise die Zahl der Vertragskündigungen weiter zurückgeht: „Unsere Stornoquote sinkt erneut, von 4,2 auf derzeit 3,8 Prozent. Sie bewegt sich auf deutlich günstigerem Niveau als der Marktdurchschnitt von 5,4 Prozent. Unsere Versicherten verstehen also, wie krisenfest und sicher ihre Altersvorsorgeverträge bei der VGH gerade in turbulenten Zeiten sind.“

Die Kapitalanlagen der Provinzial Leben wachsen zum Jahresende von 7,18 auf 7,38 Mrd. Euro. Das Anlageergebnis wird trotz des Niedrigzinsumfeldes und volatiler Finanzmärkte aus heutiger Sicht 280 Mio. Euro betragen (299 Mio.). Die Nettoverzinsung dürfte bei 3,9 Prozent liegen (4,3 %). Der Bruttoüberschuss wird auf 130 Mio. Euro hochgerechnet (150 Mio.). Daran beteiligt die VGH ihre Kunden mit voraussichtlich 110 Mio. Euro, die in die Rückstellung für Beitragsrückerstattung fließen bzw. den Kunden als Direktgutschrift zugewiesen werden.

Auch bei der Überschussbeteiligung zeigt sich die Stärke der VGH vor dem Hintergrund der Finanzkrise. Krüger: „Auch die Provinzial Leben kann sich den allgemeinen Marktzwängen nicht entziehen. Es gelingt uns jedoch, die seit Jahren überdurchschnittliche Überschussbeteiligung für 2012 so moderat anzupassen, dass nach wie vor eine Vier vor dem Komma steht. Mit der Deklaration von vier Prozent liegen wir über Branchenschnitt und können uns im Markt noch besser positionieren. Unsere Gesamtverzinsung beträgt mehr als fünf Prozent.“

Provinzial Kranken: Beitragswachstum mit 12,7 Prozent stärker als 2010

Die Provinzial Krankenversicherung ist 2011 weiter kontinuierlich gewachsen und hat sich als junger Krankenversicherer gut entwickelt. Die Beitragseinnahmen steigen zum Jahresende um voraussichtlich 12,7 Prozent auf 54,3 Mio. Euro (Vorjahr 48,2 Mio., +9,7 %). Der Bestand versicherter Personen wächst um 2,9 Prozent auf 146.500 (142.315), davon 14.140 (13.752) als vollversicherte Kunden. Der Kapitalanlagebestand liegt bei 174 Mio. Euro (145 Mio.). Das Anlageergebnis wird bei 6,3 Mio. Euro erwartet, die hochgerechnete Nettoverzinsung beträgt etwa 4,0 Prozent (4,6 %). Das Jahresergebnis vor Steuern und erfolgsabhängiger Beitragsrückerstattung wächst von 6,8 auf 8,0 Mio. Euro.

Auf der Ausgabenseite erbringt die Provinzial Kranken Leistungen in Höhe von voraussichtlich 21,5 Mio. Euro (+6,6 %). Auch im Berichtsjahr steigen die Krankheitskosten branchenweit wieder schneller als die allgemeinen Lebenshaltungskosten. Dämpfend wirkt das Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes: Seit Anfang 2011 gelten die gesetzlich eingeführten Arzneimittelrabatte auch für Privatversicherte.

Der führende Branchendienst map-report platziert in seiner jährlichen Untersuchung der Solvabilitätsquoten deutscher Versicherer die Provinzial Kranken 2011 auf den dritten Rang der finanz- und leistungsstärksten Krankenversicherer – für einen jungen Krankenversicherer ein beachtliches Ergebnis.

Ausblick: Firmenkunden, Kfz und Elementarschäden im Fokus

„Für 2012 halten wir bei aller bestehenden Unsicherheit eine weitere Verbesserung der Beitragsentwicklung für möglich“, prognostizierte Pohlhausen zuversichtlich. Voraussetzung für die Verteidigung der regionalen Marktführerschaft mit hohen Marktanteilen in allen Kernsparten bleibe auch künftig die Balance zwischen traditionellen Werten eines öffentlichen Versicherers und zukunftsfähiger Innovationsstärke. Als Erfolgsfaktoren nannte der VGH-Chef hohe Glaubwürdigkeit – vor allem in der Schadenregulierung –, das fortgesetzte Bekenntnis zur regionalen Anbindung und eine am Kundenbedarf orientierte verlässliche Produktqualität zu fairen Preisen. Pohlhausen: „Dies und unser konkurrenzlos flächendeckendes Servicenetz mit rund 600 VGH-Vertretungen und 1.200 Sparkassen-Geschäftsstellen tragen entscheidend zur Wettbewerbsstärke, Kundenbindung und positiven Geschäftsentwicklung bei.“

In den Schaden- und Unfallversicherungen geht die Brandkasse für 2012 von einem Beitragswachstum auf dem guten Niveau des Jahres 2011 aus. Entwicklungspotenzial sieht der Vorstand vor allem im Firmenkundengeschäft und – nach dem Ende des jahrelang ruinösen Preiswettbewerbs im Markt – erneut in der Kfz-Versicherung. Sowohl im privaten wie gewerblichen Bereich will die VGH 2012 außerdem verstärkt über klimabedingt wachsende Gefahren durch Naturgewalten aufklären. Pohlhausen: „Die VGH hat als einer der ersten Versicherer das Elementarrisiko Überschwemmung durch Starkregen und Rückstau in die Grunddeckung ihrer Gebäude- und Hausratpolicen eingeschlossen.“

In der Lebensversicherung gehen vom Wiederanlagepotenzial erhöhter Abläufe der Produktgeneration zwölfjähriger Policen noch Impulse für das aktuelle Jahresendgeschäft aus. Die gesetzliche Senkung des Garantiezinses von 2,25 auf 1,75 Prozent ab 1. Januar 2012 dürfte zusätzlich Vorzieheffekte auslösen. Thomas Krüger: „Wir erwarten aber keine Jahresendrallye. Die Kunden verstehen, dass die Gesamtverzinsung zählt.“ Für 2012 bleiben die Aussichten der Lebensversicherung, vor allem im Segment der Einmalbeiträge, stark von der Entwicklung des Zinsumfeldes abhängig. Insgesamt geht die Provinzial Leben von Beitragseinnahmen auf dem Niveau des Jahres 2011 aus.

DieProvinzial Kranken sieht dem neuen Geschäftsjahr positiv entgegen, da sich die Prämien in der Vollversicherung besonders beitragsstabil entwickelt haben. Private Krankenversicherer profitieren weiter durch gestiegene Beitragssätze und Zusatzbeiträge bei den gesetzlichen Krankenkassen von wechselwilligen, freiwillig gesetzlich Versicherten. Auch das Ende der 3-Jahres-Wartefrist für Angestellte, die in die PKV wechseln wollen, hat den Wettbewerb spürbar belebt. Durch die vom Gesetzgeber für 2012 angekündigte Provisionsdeckelung dürfte sich die Wettbewerbssituation der Provinzial Kranken mit ihren vergleichsweise geringen Abschlusskosten zusätzlich verbessern. Die vorgesehene Steuerbegünstigung kapitalgedeckter, ergänzender Pflegezusatzversicherungen eröffnet ebenfalls neue Geschäftsperspektiven.



Herr Christian Worms
Pressesprecher
Tel.: 0511 362-3808
Fax: 0511 362-2597
E-Mail: christian.worms@vgh.de

VGH Versicherungen
Schiffgraben 4
30159 Hannover
http://www.vgh.de

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