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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 26.04.2010
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VuV-Stimmungsbarometer: Anlageberatungsprotokolle helfen Kunden nicht bei Investmententscheidung

- Unabhängige Vermögensverwalter bemerken weiterhin erhöhte Nachfrage - Experten setzen auch künftig auf Aktien, Aktienfonds und Rohstoffe - Asien (ex Japan) und BRIC als bevorzugte Regionen

Auch unabhängige Vermögensverwalter sind seit Jahresbeginn gesetzlich verpflichtet, bei Beratungsmandaten die Kundengespräche zu einzelnen Anlageempfehlungen zu protokollieren. Dem Anleger soll ein Beweismittel für etwaige Schadensersatzansprüche an die Hand gegeben werden, daneben soll er in der Anlageentscheidung unterstützt und der Verbraucherschutz erhöht werden.

Das aktuelle VuV-Stimmungsbarometer, eine Umfrage des Verbandes unabhängiger Vermögensverwalter Deutschland e.V. (VuV) unter seinen Mitgliedern, zeigt allerdings, dass eine deutliche Mehrheit der Kunden unabhängiger Vermögensverwalter in diesem Protokoll keine Entscheidungshilfe sieht. „Rund 85 Prozent der befragten unabhängigen Vermögensverwalter geben an, dass das Protokoll den Kunden bei der Anlageentscheidung nicht wirklich unterstützt“, so Günter T. Schlösser, Vorstandsvorsitzender des VuV. Im Rahmen eines klassischen Mandats zur Vermögensverwaltung bestehe zwar keine Protokollierungspflicht, so Schlösser. „Aber viele Kunden möchten speziell zu einzelnen Anlagen außerhalb der Vermögensverwaltung eine Beratung. In solchen Fällen müssen wir die Empfehlung über mehrere Seiten protokollieren. Oftmals empfinden die Kunden dies als störend“, sagt Schlösser. Aus der Umfrage geht hervor, dass zahlreiche Kunden das Protokoll als eine bürokratische Formalität empfinden. Nach Einschätzung Schlössers ist dies ein Zeichen dafür, dass das den unabhängigen Vermögensverwaltern entgegengebrachte Vertrauen so hoch ist, dass ein Bedarf für ein Beweismittel nicht gesehen wird.

Unabhängige Vermögensverwalter weiterhin im Aufwind

Die unabhängigen Vermögensverwalter verzeichnen weiterhin großen Zuspruch: Über die Hälfte der Finanzportfolioverwalter (54 Prozent) sagt, dass sie eine verstärkte Nachfrage von Kunden registriert. Das entspricht einer Steigerung von sieben Prozent im Vergleich zur letzten Umfrage. „Gerade jetzt wünschen Kunden eine neutrale Betreuung und nehmen die unabhängigen Vermögensverwalter verstärkt als Alternative zu Banken wahr“, so der Verbandsvorsitzende Schlösser. „Dies liegt vor allem im stark gesunkenen Vertrauen der Kunden gegenüber dem vertriebsorientierten Angebot der Banken begründet.“

Befragt zur Zukunft der Honorarberatung glauben derzeit nur 44 Prozent der Umfrageteilnehmer, dass sich diese Beratungsform hierzulande gegenüber der Bezahlung von Finanzberatern über Provisionen in den kommenden Jahren durchsetzen wird. In der letzten Umfrage lag dieser Anteil noch bei über 50 Prozent.

Auf Aktien und Rohstoffe setzen

Als aussichtsreichste Anlageklassen auf Sicht von zwölf Monaten nannten die unabhängigen Vermögensverwalter insbesondere Aktienfonds (87 Prozent) und Aktien (Standardwerte 85 Prozent, Nebenwerte 79 Prozent; Mehrfachnennungen möglich). Ebenso werden Rohstoff-Investments (79 Prozent) und Unternehmensanleihen (69 Prozent) zur Anlage empfohlen. Dagegen raten 58 Prozent der Experten von Investitionen in Hedgefonds bzw. 48 Prozent von Investitionen in Private Equity ab, ebenso von Geldmarktfonds (58 Prozent). „Hedgefonds haben in der Krise an Glaubwürdigkeit verloren und ihr ursprüngliches Versprechen, gerade auch in einer Baisse Gewinne zu machen, nicht halten können“, erklärt Schlösser diese Umfrageergebnisse.

Starker Focus auf Asien und BRIC

Mit Blick auf die Chancen in den einzelnen Ländern setzen die Finanzportfolioverwalter vor allem auf Asien ex Japan (92 Prozent) und die BRIC-Staaten (85 Prozent). Die schlechteste Performance in den kommenden zwölf Monaten werden nach Meinung von 23 bzw. 19 Prozent der Befragten Nordamerika und Europa bringen. Besondere Anlagepriorität bei den Umfrageteilnehmern genießen in den nächsten zwölf Monaten Technologieunternehmen sowie die Rohstoff- und Versorgerbranche. Diese bewerten 77 bzw. je 73 Prozent als aussichtsreiche Industriezweige. Als größte Verlierer werden die Automobil-, Konsumgüter- und Finanzbranche (63 bzw. 48 und 56 Prozent) gehandelt.

Knappe Mehrheit geht von steigender Volatilität aus

Gut 17 Prozent der unabhängigen Finanzportfolioverwalter sind der Meinung, dass die Volatilität sinken wird, während über ein Drittel der Befragten (37 Prozent) mit einer unveränderten Schwankungsbreite rechnet. Dafür prognostizieren über 42 Prozent einen Anstieg der Volatilität. Die Höhe der Leitzinsen der EZB wird nach Einschätzung einer deutlichen Mehrheit (73 Prozent) in den nächsten zwölf Monaten unverändert bleiben; ein Viertel der Befragten sieht steigende Leitzinsen.

An der Umfrage, die an alle 191 Mitglieder des VuV gesandt wurde, haben 52 unabhängige Vermögensverwalter teilgenommen. Das entspricht einer Rücklaufquote von 27 Prozent. Die Umfrage erfolgte anonym, sie wurde im Zeitraum vom 31. März bis zum 16. April 2010 durchgeführt.

Die vollständigen Ergebnisse erhalten Sie auf Anfrage.



Frau Annette Matzke
Tel.: +49 (0)221 42075-24
Fax: +49 (0)221 42075-59

VuV - Verband unabhängiger Vermögensverwalter
Deutschland e.V.
Deutschherrnufer 41
60594 Frankfurt am Main
Deutschland
www.vuv.de

Über den Verband unabhängiger Vermögensverwalter Deutschland e.V.

Der Verband unabhängiger Vermögensverwalter Deutschland e.V. versteht sich als Interessenvertretung bankenunabhängiger Finanzportfolioverwalter. Ein zentrales Anliegen des VuV ist es, dazu beizutragen, unabhängige Vermögensverwalter als wichtige Partner am Kapitalmarkt zu etablieren, den Kontakt und den Austausch unter den Mitgliedern zu stärken, ein Branchenbewusstsein zu entwickeln und von der Öffentlichkeit positiv wahrgenommen zu werden. Dem 1997 gegründeten Verband gehören derzeit rund 200 Mitglieder mit einem Gesamtvolumen der Assets under Management von rund 50 Milliarden Euro an.

Weitere Informationen zum Verband sowie ein vollständiges Verzeichnis seiner Mitglieder finden Sie unter www.vuv.de.

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