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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 15.12.2009
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Warenkreditversicherer weiterhin mit hohen Vertragsstückzahlen / deutlicher Anstieg der Schadenaufwendungen / Kautionsschadenversicherer mit erfreulichem Plus

Die fünf großen Warenkreditversicherer in Deutschland haben – bezogen auf das inländische Geschäft – aktuell annähernd 39.600 Verträge in ihren Beständen. Ende 2007, also vor Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise, hatten die Warenkreditversicherer noch rund 38.800 Verträge in ihren Büchern. „Das ist ein eindeutiger Beleg dafür, dass die Kreditversicherer zu ihren Kunden stehen“, sagt der Vorsitzende der Kommission Kreditversicherung des GDV, Peter Ingenlath, am Montag in Köln. Innerhalb der Kreditversicherungsverträge besteht damit aktuell für mehr als 1,12 Millionen Abnehmer der Lieferanten Deckungsschutz.

Seit Ende 2008 ging das versicherte inländische Handelsvolumen um etwas mehr als 9 Prozent auf aktuell 259,1 Milliarden Euro zurück. Das ist vor allem eine Folge des deutlichen Rückgangs der gesamtwirtschaftlichen Auftragslage. „Wenn weniger gehandelt wird, entstehen weniger Handelsforderungen und folglich sinkt der Absicherungsbedarf. Wenn ein Automobilhersteller 10 Prozent weniger Pkws herstellt, dann benötigt er auch 10 Prozent weniger Lenkräder, 10 Prozent weniger Auspuffrohre usw.“, betont Ingenlath.

Zudem nahm in den vergangenen Monaten die Schadenlast deutlich zu. Die Hochrechnung für das laufende Jahr ist durch die zunehmende Zahl an Unternehmensinsolvenzen infolge der Wirtschaftskrise nicht rosig. So werden die Schadenaufwendungen 2009 in der Warenkredit-, Kautions- und Vertrauensschadenversicherung im Vergleich zum Vorjahr um rund 40 Prozent zunehmen, nach etwas mehr als 37 Prozent im Vorjahr; die Schadenquote vor Abwicklung beläuft sich voraussichtlich auf 101 Prozent. Die Schaden-Kosten-Quote nach Abwicklung, also die Combined Ratio, wird nach den Berechnungen des GDV in diesem Jahr voraussichtlich um 36 Prozentpunkte auf rund 114 Prozent zunehmen, was einem versicherungstechnischen Verlust von rund 200 Millionen Euro entspräche. Die Kreditversicherer im GDV rechnen für 2009 im Vergleich zum Vorjahr mit einem Rückgang der gebuchten Bruttobeiträge um 1,5 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro.

Erfreuliches berichten die Kautionsversicherer. Sie konnten in den ersten drei Quartalen dieses Jahres ihre Prämieneinnahmen um 4,1 Prozent steigern. Der Schadenaufwand ging um 10,7 Prozent zurück, woraus eine unterjährige Schadenquote von 31 Prozent folgt. Die Vertrauensschadenversicherer melden 2009 ein deutliches Plus von 4,1 Prozent bei den Vertragsstückzahlen. Ihr gebuchter Bruttobeitrag ist dagegen in den ersten drei Quartalen um 1,2 Prozent gesunken. Zudem verzeichnen die Vertrauensschadenversicherer auf der Schadenseite einen deutlichen Anstieg der Schadenstückzahl von 5,6 Prozent und eine Zunahme des Schadenaufwands für Versicherungsfälle um 15,2 Prozent. Die unterjährige Schadenquote nahm in den ersten drei Quartalen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5 Prozentpunkte auf 44 Prozent zu. Der gestiegene Schadenaufwand ist eine unmittelbare Folge der Finanzkrise. Denn die Unternehmen haben in den vergangenen Monaten ihr Risikomanagement verbessert und damit Unterschlagungen, Diebstahl, Betrug und andere Untreuehandlungen ihrer Mitarbeiter schneller aufgedeckt.



Herr Dr. Matthias Müller
Tel.: 030 / 20 20 – 51 11
E-Mail: m.mueller@gdv.de

Gesamtverband der Deutschen
Versicherungswirtschaft e.V
Wilhelmstraße 43 / 43G
10117 Berlin
http://www.gdv.de

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Peter Ingenlath
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