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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 18.05.2011
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Wenn sich die Wege trennen: Wie Versicherungen bei einer Scheidung aufgeteilt werden

Eine Trennung ist nicht nur schmerzvoll, sondern bringt auch jede Menge bürokratischen Aufwand mit sich: Die Aufteilung des gemeinsamen Besitzes ist in der Regel ein komplizierter Vorgang. Auch beim Thema Versicherungen gibt es einiges zu klären. Was im Scheidungsfall mit Lebens- und Rentenversicherungen passiert, erklärt ERGO Versicherungsexpertin Tatjana Höchstödter.

Können Versicherungspolicen bei einer Scheidung grundsätzlich aufgeteilt werden?

Die wenigsten Paare denken daran, wenn sie sich das Jawort geben. Doch manchmal endet das gemeinsame Glück eher als erhofft. Wenn eine Ehe scheitert, geht es auch um die schwierige Frage, wie das gemeinsame Hab und Gut zu trennen ist. Das ist nicht nur Sache der Eheleute selbst, dafür sorgt das Familiengericht im Rahmen des Versorgungsausgleichs. Bei diesem Ausgleich werden in der Ehe erworbene Versorgungsanrechte – etwa aus einer Rentenversicherung – jeweils hälftig geteilt. Haben beide Partner in der Ehe solche Rechte erworben, erhalten sie jeweils die Hälfte der Versorgungsanrechte des anderen. Ausgeglichen werden neben gesetzlichen Rentenansprüchen auch private Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherungen sowie Ansprüche aus einer betrieblichen Altersvorsorge – und zwar vollständig und endgültig bereits bei der Scheidung.

Wie läuft eine Aufteilung in der Praxis ab?

Im Regelfall wird dieser Ausgleich über eine so genannte interne Teilung umgesetzt. Beispiel: Besitzt ein Ehepartner eine private Rentenversicherung, steht dem anderen Partner bei der Scheidung die Hälfte der in der Ehezeit entstandenen Ansprüche zu. Dazu nimmt ihn das Versicherungsunternehmen als neuen Kunden auf und überträgt durch die Scheidung entstandene Ansprüche vom Vertrag des Ehepartners auf den neuen Vertrag.

Was passiert mit kapitalbildenden Lebensversicherungen?

Im Falle einer Scheidung greift bei der Lebensversicherung der Zugewinnausgleich. Damit soll ein finanzieller Ausgleich zwischen den Eheleuten geschaffen werden. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder der Versicherungsnehmer kündigt den Lebensversicherungsvertrag und das Ehepaar teilt den Erlös, oder einer von beiden behält den Vertrag und zahlt den anderen aus. Diese Auszahlungssumme kann dann entweder über einen Teilrückkauf aus der Lebensversicherung selbst entnommen werden oder aus sonstigen Vermögenswerten bestritten werden. Die Entscheidung, den Vertrag zu kündigen oder bestehen zu lassen, fällt der Versicherungsnehmer – das können bei einer verbundenen Lebensversicherung auch beide Partner sein.

Wie wird bei der Risikolebensversicherung verfahren?

Bei einer Risikolebensversicherung spart der Kunde kein Kapital an. Daher werden solche Policen nicht in den Zugewinnausgleich einbezogen. Der Vertrag ist personengebunden; für den Versicherungsnehmer ändert sich also nichts. Er muss nur daran denken, den Namen des Bezugsberechtigten im Todesfall zu ändern. Wird dies vergessen, kann es sein, dass Jahre später einmal der Ex-Partner in den Genuss der Versicherungssumme kommt, und nicht der aktuelle Lebenspartner.



Media Relations
Herr Robert Hirmer
Tel.: 0211 477-6874
Fax: 0211 477-1511
E-Mail: presse@ergo.de

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40198 Düsseldorf
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Über die ERGO Versicherungsgruppe

Mit 20 Mrd. Euro Beitragseinnahmen ist ERGO eine der großen Versicherungsgruppen in Deutschland und Europa. ERGO ist weltweit in über 30 Ländern vertreten und konzentriert sich auf die Regionen Europa und Asien. Im Heimatmarkt Deutschland gehört ERGO über alle Sparten hinweg zu den Marktführern. Über 50.000 Menschen arbeiten als angestellte Mitarbeiter oder als hauptberufliche selbstständige Vermittler für die Gruppe.

ERGO bietet ein umfassendes Spektrum an Versicherungen, Vorsorge und Serviceleistungen. Über 40 Millionen Kunden vertrauen der Kompetenz, Sicherheit und Hilfe der ERGO und ihrer Spezialisten in den verschiedenen Geschäftsfeldern; allein in Deutschland sind es 20 Millionen Kunden. ERGO gehört zu Munich Re, einem der weltweit führenden Rückversicherer und Risikoträger. Mehr unter www.ergo.com.




Tatjana Höchstödter (Jahrgang 1973) hat nach ihrer Ausbildung zur Versicherungskauffrau Betriebswirtschaftslehre studiert und anschließend zwei Jahre in einer Unternehmensberatung gearbeitet. Im Jahr 2000 wechselte sie zur Victoria Lebensversicherung. Seit 2008 ist sie als Leiterin Produktmanagement private Altersvorsorge für die ERGO Lebensversicherung tätig. Zu ihren liebsten Freizeitbeschäftigungen gehören Tauchen und Ski fahren.
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