Versicherungsfunk

„Stehen wir vor großen Disruptionen? Stehen wir vor Revolutionen in der Branche? Ich glaube es ehrlicherweise nicht.“

In dieser Folge von „Die Versicherungsbranche in 2030 Tagen“ spricht MarKo Petersohn mit Marc Schwetlik, Vorstand für Kapitalanlagen der Ideal Versicherungsgruppe, über realistische Zukunftsbilder jenseits von Hype und Heilsversprechen. Schwetlik blickt auf 35 Jahre Branchenerfahrung zurück und erklärt, warum er weder an große Disruptionen noch an radikale Umbrüche glaubt. Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen zum einen die wirtschaftlichen Grenzen von KI und Digitalisierung, die Rolle alter IT-Systeme und die Frage, warum Innovation für viele Versicherer vor allem eine Kostenentscheidung ist. Schwetlik macht deutlich, weshalb gerade mittelständische Häuser sehr genau abwägen müssen, ob sich neue Technologien tatsächlich rechnen. Zum anderen nimmt ebenfalls die Frage der Altersvorsorge und der Pflege einen großen Raum im Podcast ein. Für Marc Schwetlik ist dabei weniger die Erkenntnis das Problem – sondern das fehlende Handeln. Dass die gesetzliche Rente künftig nicht ausreichen wird, sei längst im Bewusstsein der Menschen angekommen. Dennoch bleibe die private Vorsorge für viele ein Thema, das aufgeschoben werde. Noch größer sei der blinde Fleck beim Thema Pflege. Zwar steige der Bedarf mit dem Älterwerden der Babyboomer-Generation massiv, doch außerhalb der Branche werde darüber kaum gesprochen. Dabei gehe es nicht nur um Versorgung, sondern häufig auch um den Schutz des eigenen Vermögens. Pflege werde schnell existenziell teuer – und zwinge Betroffene im Zweifel zum Vermögensverzehr. Für Schwetlik ist klar: Pflegevorsorge wird zwangsläufig an Bedeutung gewinnen, weil staatliche Systeme an ihre Grenzen stoßen und die demografische Entwicklung den Druck weiter erhöht. Hören Sie direkt rein!

 

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