Sterbetafel - Statistik der Sterbewahrscheinlichkeiten
Die Sterbetafel ist eine Statistik der Sterbewahrscheinlichkeiten von Männern und Frauen nach Geburtsjahrgang. Die Sterbetafel bietet die Kalkulationsgrundlage der Lebensversicherung und auch der Krankenversicherung.
Weil die Lebenserwartung in Deutschland steigt, muss die Sterbetafel von Zeit zu Zeit angepasst werden. Für private Rentenversicherungen gibt die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) die Sterbetafel DAV 2004 R heraus. Sie hat die Vorgängertafel DAV 1994 R abgelöst. Für Versicherungen mit Todesfallschutz, etwa die Risikolebensversicherung, gibt es eigene Tafeln, zum Beispiel die DAV 2008 T. In der privaten Krankenversicherung werden eigene PKV-Sterbetafeln verwendet, die die Finanzaufsicht BaFin regelmäßig veröffentlicht.
In der Praxis bestimmt die Sterbetafel, wie lange ein Versicherer voraussichtlich zahlen muss oder wie wahrscheinlich ein Leistungsfall ist. Dabei wirkt sie je nach Produkt in entgegengesetzte Richtungen. Bei einer Rentenversicherung bedeutet eine höhere Lebenserwartung, dass die Rente voraussichtlich länger gezahlt wird. Aus demselben angesparten Kapital ergibt sich dann eine niedrigere monatliche Rente. Bei einer Risikolebensversicherung senkt eine geringere Sterbewahrscheinlichkeit dagegen eher den Beitrag.
Ein Beispiel: Angenommen, zwei Personen sparen jeweils 100.000 Euro für eine Rente an. Wird die Rente nach einer Tafel mit höherer Lebenserwartung berechnet, fällt die monatliche Rente niedriger aus als nach einer älteren Tafel.


