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dvb-aktuell vom 09.05.2012

Internetportale nur selten mit passendem Hausrat-Tarif

Verbraucher werden auf Vergleichsportalen gezielt getäuscht, behauptet Ökotest am Beispiel der Hausratversicherung. Ein Plädoyer für Beratung durch Makler.

Große Versprechen gehören zu den Merkmalen der Branche der Vergleichsportale. Sie werden jedoch nur selten eingelöst, hat die Zeitschrift Ökotest festgestellt, als sie im Mai-Heft 17 Vergleichsportale für Hausratversicherungen getestet hat. Ergebnis: Acht unterschiedliche Testsieger wurden ermittelt, wobei für identische Tarife auch unterschiedliche Preise angegeben worden sind.

Die unterschiedlichen Ergebnisse kommen auch zustande, weil nicht alle Versicherer bei allen Portalen berücksichtigt werden. Gründe: Nicht alle stellen jedem Portal die benötigten Daten zur Verfügung. Daneben machen mehrere Portale technische Schwierigkeiten geltend. Zudem werden Versicherer mitunter nicht gelistet, weil sie mit dem Portal keinen Vermittlervertrag abschließen, also keine Vergütung bei Abschluss zahlen. Denn einige Portale fungieren als Online-Makler, die auf Courtagen angewiesen sind, da der Vergleich für den Privatkunden kostenlos ist. Im Einzelfall werden gut 30 Prozent eines Jahresbeitrags an Vermittlungsvergütung fällig.

Auf diese Weise kommen irreführende oder fehlerhafte Ergebnisse zustande, zumeist jedoch völlig unvollständige Markterhebungen. Teilweise werden die Verbraucher gezielt getäuscht. Ökotest fordert daher, dass der Gesetzgeber hier einen Riegel vorschiebt. Ein seriöses Portal könne man daran erkennen, dass auf Werbung mit einem kostenlosen Vergleich verzichtet wird, denn die Kosten (Maklerprovisionen) sind im Preis für die Police enthalten. Bevor der Vergleich startet, informiert ein seriöses Portal zudem über Anbieter, die am Vergleich teilnehmen und nicht teilnehmen. Es informiert auch über die Provisionen, die es für Vertragsabschlüsse erhält. Zudem werden auch Tarife gelistet, für die das Portal keine Provision erhält.

Ökotest nennt kein einziges Portal als wirklich empfehlenswert. Häufig werden entgegen dem Anforderungsprofil zu geringe Leistungen offeriert, etwa bei Entschädigung für Fahrraddiebstahl. Da hilft nur ein tatsächlicher Marktvergleich durch einen echten Makler. Der sei laut Ökotest jedoch „nur eine Alternative, wenn er auch Tarife berücksichtigt, für die es keine Provision gibt“. Das mag für Online-Portale gelten, von denen manche als Makler aufgestellt sind.

Für einen leibhaftigen Makler, der an einer stabilen Kundenbetreuung interessiert ist, ist die Abschlusscourtage für eine Hausratversicherung nicht so wichtig. Bei passender Absicherung für alle Lebensrisiken kommt er selbst dann auf auskömmliche Vergütung, wenn er hier und da einen Direktversicherer empfiehlt.  

Übrigens: Starke Leistungen erbringen rund zehn Hausrat-Tarife, die Ökotest ebenfalls im Mai-Heft untersucht hat. Testsieger wurden Asstel (Komfort SF3) und Medien-Versicherung (Komfort Aktiv). Das Gros der Tarife ist befriedigend oder ausreichend (siehe früherer Artikel). Details dazu gibt es im Internet.

 


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