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dvb-aktuell vom 02.05.2012

Sehr differenzierter Markt bei Hausratpolicen

Preise und Leistungen von Hausratversicherungen unterscheiden sich extrem. Der Schutz bei Schäden durch grobe Fahrlässigkeit wird wichtiger, meint Öko-Test.

Über 38 Prozent der Leistungen für Schäden gehen in der Hausratversicherung auf das Konto von Dieben – mit steigender Tendenz. Brände folgen mit 32 Prozent der Schadenfälle als zweithäufigste Gefahr. Öko-Test hat im Mai-Heft 185 Tarife von immerhin 54 Anbietern verglichen und gravierende Unterschiede bei Preisen und Leistungen festgestellt.

Beim Diebstahlschutz haben die Hausratversicherer vor allem Fahrradbesitzern das Leben erleichtert: Die meisten haben mittlerweile einen 24-Stunden-Schutz in ihren Bedingungen verankert. Einzige Bedingung: Das Rad muss beim Abstellen an einem festen Gegenstand gesichert werden. Es gibt jedoch auch noch Tarife, die in der Nacht nicht leisten. Darauf sollten Vermittler bei der Marktrecherche achten.

Der Schutz vor Dusseligkeit, auch grobe Fahrlässigkeit genannt, galt jahrelang als nicht versicherbar. Inzwischen verzichten vier Angebote generell auf Leistungskürzungen wegen grober Fahrlässigkeit, und zwar sowohl bei der Herbeiführung des Versicherungsfalls als auch bei Verstößen des Kunden gegen Pflichten und Sicherheitsvorschriften: die Testsieger Asstel (Komfort SF3) und Medien-Versicherung (Komfort Aktiv) sowie die zweitplazierte Gegenseitigkeit (TOPVIT) und die drittplazierte Ostangler Brandgilde (Exklusiv inclusive Fair-Play).

Bei allen anderen getesteten Tarifen müssen Kunden im Ernstfall damit rechnen, dass der Versicherer nur die Hälfte oder noch weniger des Schadens bezahlt. Dann relativiert sich auch ein vermeintlich kleiner Jahresbeitrag sehr schnell. Denn die Leistung kann gekürzt werden, wenn beispielsweise ein vorgeschriebener Brandmelder fehlt oder eine leere Wohnung im Winter versehentlich nicht beheizt wird und es zu einem Rohrbruch kommt. Apropos Preise: In einem Modellfall kostet der günstigste Tarif 88 Euro pro Jahr (Hannoversche mit Tarif „Hausrat“), der teuerste mit 296 Euro drei Mal so viel (Generali mit Tarif „Komfort Plus“).

Doch der Preis ist nicht das einzige wichtige Kriterium. Beim Preis-Leistungsverhältnis vergab Ökotest Schulnoten zwischen 1 und 6. Der Billigtarif der Hannoverschen bekam nur die Note 3,92, der teuerste Tarif der Generali allerdings auch nur die Note 3,25. Manche Tarife bieten zudem nur einen mäßigen Schutz.

Starke Leistungen erbringen elf Tarife, darunter die Testsieger, weil Rauch- und Rußschäden erweitert versichert sind. Klassisch werden sie nur abgedeckt, wenn sie Folge eines Feuers in der Wohnung sind oder durch ein defektes Gerät entstehen, etwa einen Ofen. Dass sie andere Ursachen haben können, zeigt ein Fall in Düsseldorf. Dort zündeten Jugendliche Sperrmüll an, der an der Straße lagerte. Eine drei Meter hohe Stichflamme ließ gleich an zwei Wohnhäusern die Scheiben bersten und führte in den Wohnungen zu schweren Schäden. Nur Tarife, die Rauch und Ruß „ohne versicherten Brandherd“ abdecken, zahlen in solchen Fällen.

Das Gros der Tarife ist befriedigend oder ausreichend. Vier Angebote müssen sogar ein mangelhaft (5. Rang) hinnehmen: Premium (Inter), Exklusiv (Inter), Basis (Baden-Badener) und Basis (Schleswiger). Weitere Details gibt es im Internet


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