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dvb-aktuell vom 25.04.2012

Lösungen fürs ungeliebte Kfz-Geschäft

Die Prämien für Kfz-Policen sind so niedrig wie in den 80er Jahren. Das macht die Sparte für Makler weiter zum „Zuschussgeschäft“. Einige Direktversicherer locken.

Der Durchschnittsbeitrag hat sich 2011 erstmals seit 2004 erhöht. „In der Kfz-Haftpflichtversicherung beobachten wir eine rund zweiprozentige Erhöhung der Durchschnittsprämie, in der Vollkaskoversicherung etwa 1,5 Prozent“, sagte Dr. Robert Pohlhausen, Vorsitzender des GDV-Hauptausschusses Schaden- und Unfallversicherung kürzlich auf einer Fachtagung in Berlin.

Zusammen mit einem leichten Bestandswachstum ergeben sich 2011 in der Kfz-Versicherung Beitragseinnahmen von 20,9 Milliarden Euro – ein Plus von 3,5 Prozent (2010: 0,5 Prozent). Nach wie vor profitieren die Kunden vom harten Wettbewerb (siehe früherer Artikel). Die Lage hat sich damit aber keinesfalls entspannt, so der GDV: Die Entwicklung der Schäden ist unverändert kritisch. Die Leistungen der Kraftfahrtversicherer betrugen 20,5 Milliarden Euro – 2,1 Prozent mehr als im schon äußerst schadenträchtigen Jahr 2010.

Hauptursachen waren Sturm und Hagel im Sommer und Herbst, der vorübergehende Konjunkturaufschwung und die damit einhergehende höhere gewerbliche Fahrleistung, aber auch die lange Glatteisperiode zu Jahresbeginn 2011 und im Dezember 2010, die noch in die Bilanzen 2011 hineinwirken. Zudem sind die Schäden teurer geworden. Die Combined Ratio, die Schaden-Kosten-Quote, hat sich nochmals von 107,4 Prozent auf voraussichtlich 108 Prozent verschlechtert und steigt damit das siebte Mal in Folge. Mit rund 1,6 Milliarden Euro versicherungstechnischem Verlust müssten die Beiträge eigentlich deutlich steigen, tun es aber nur marginal – aus Angst vor der Konkurrenz und Verlusten von Marktanteilen.

Besonders dramatisch ist die Lage in der Vollkaskoversicherung. Dort betrug die marktdurchschnittliche Schaden-Kosten-Quote 2011 nach Abwicklung der Schäden 115 Prozent. „Es gibt so gut wie keinen Versicherer mehr, der noch ein ausgeglichenes versicherungstechnisches Ergebnis erzielt“, warnt Pohlhausen. Selbst in der Teilkaskoversicherung betrug die Schaden-Kosten-Quote durchschnittlich 102 Prozent.

Folge für Makler: Mit der Autoversicherung haben sie weiterhin viel Arbeit, angesichts geringer Prämien aber wenig Vergütung. Viele Autoversicherer zahlen nur noch marginale Vergütung: Für einen preisgünstigen Tarif bekommt der Makler gerade noch vier bis fünf Prozent Courtage. Bei 300 Euro Durchschnittsbeitrag liegt der Verdienst bei nur 13,50 Euro pro Jahr. Für manchen Makler kommt daher das Angebot ausgewählter Direktversicherer gerade recht: Makler können bei denen zwar meist nichts verdienen – sie erhalten keine Courtage. Aber einige Direktversicherer bieten Maklern in der Autosparte eine Kooperation an.

Schon seit langem ist die DA Direkt über Pools im Maklergeschäft tätig. Gezahlt werden laufende Courtagen. Die Sparkassen DirektVersicherung kooperiert mit Einzelmaklern und Pools. Das Unternehmen hat für Makler eine eigene Seite im Internet entwickelt. Makler können über die genannte Internet-Seite selbst zeitsparend den schnellen Online-Abschluss für den Kunden tätigen. Oder aber die Website an ihren Kunden weiterreichen und somit keinerlei Beratung leisten. Der Kunde ist dann für den Abschluss selbst verantwortlich. Dieses „knackige Outsourcing“ bringt dem Makler dennoch Vergütung: entweder einmalig 45 Euro oder 25 Euro für den Erstabschluss und 20 Euro ab Folgejahr, sofern der Kunde bei der Stange bleibt. Die meisten Makler bevorzugen das zweite Vergütungsmodell. 


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