Bestandsverkauf statt Verrentung: Alternative für Versicherungsmakler

Oliver Brüß
PolicenTransfer

von Oliver Brüß, PolicenTransfer

Viele Makler verfügen über einen Bestand, der für die großen Private-Equity-getriebenen Konsolidierer uninteressant ist. Dadurch rückt die Maklerrente als verbleibende Option in den Vordergrund. Doch das muss nicht die optimale Lösung sein: Mit ein wenig Engagement sind mehr Selbstbestimmung und vor allem finanzielle Vorteile möglich.

Mit dieser Herausforderung ist der Makler nicht allein. Am 24. Februar 2026 zeige ich von 9:30 bis 12:00 Uhr zusammen mit einigen Kollegen auf einer Onlineveranstaltung, wie der praktische Ansatz für Makler aussehen kann.

Ein Vergleich mit dem Immobilienmarkt

Wer sein Haus verkaufen möchte, wird es für den Verkauf vorbereiten. Es wird ein wenig renoviert und für gute Fotos hergerichtet, um die Aufmerksamkeit zu erhöhen. Es wird in einer ansprechenden Anzeige im Internet präsentiert und gegebenenfalls wird ein Immobilienmakler eingeschaltet.

Beim Bestandsverkauf ist das Prinzip ähnlich. Die Aufbereitung des Portfolios, die Digitalisierung der Kundendaten und die transparente Darstellung der Ertragslage liegen im Kompetenzbereich eines jeden Versicherungsmaklers. Die Verhandlungen kann er ebenfalls übernehmen, schließlich ist Verkaufen sein tägliches Geschäft.

Bei der Vertragsgestaltung sollten jedoch externe Berater hinzugezogen werden, denn dabei handelt es sich um die wichtigste Transaktion des Berufslebens.

Einmalzahlung versus laufendes Risiko

Die Maklerrente bindet den Verkäufer langfristig an die Qualität der Bestandsbetreuung durch den Übernehmer. Stornoquoten und Umdeckungen können die monatlichen Zahlungen jedoch schleichend schmälern. Bei einer Einmalzahlung entfällt dieses Risiko. Der Verkaufserlös kann in klassische Altersvorsorgeprodukte investiert werden – eine Aufgabe, die Versicherungsmakler wiederum gut beherrschen.

Digitalisierung als Werttreiber

Ein digitalisierter und gepflegter Bestand erhöht den Verkaufswert gleich mehrfach. Zum einen lässt sich die Durchschnittscourtage bei der Bestandsoptimierung häufig um drei bis 4 Prozent erhöhen. Das entspricht bei einem mittleren Bestand zusätzlichen Jahreseinnahmen von 10.000 bis 15.000 Euro.

Zusätzlich erhöht sich durch die hohe digitale Qualität des Bestands der Bewertungsfaktor: Käufer zahlen mehr für technisch sauber dokumentierte, bestandsfeste Portfolios mit aktuellem Kundenkontakt, da das Verlustrisiko bei der Übernahme sinkt. Diese Steigerung multipliziert sich mit dem Bewertungsfaktor und führt zu einem um 40.000 bis 50.000 Euro höheren Verkaufspreis.

Regionale Käufer statt anonyme Investoren

Plattformen wie Policentransfer sind spezialisierte Marktplätze für Maklerbestände. Im Gegensatz zu Konsolidierern können Verkäufer hier gezielt nach Käufern aus ihrer Region suchen, die zu ihrer Unternehmensphilosophie passen. Die Kundenbetreuung bleibt im vertrauten Umfeld und muss nicht in standardisierten Prozessen großer Vertriebsorganisationen untergehen. Für viele Makler ist diese Kontinuität ein wichtiger Aspekt bei der Nachfolgeplanung.

Online-Kongress Nachfolge

24. Februar 2026

Sicherheit durch Expertise

Die rechtliche Ausgestaltung des Kaufvertrags, die Optimierung des Bestands und das erfolgreiche Verkaufen an einen geeigneten Nachfolger. Das erfordert Fachwissen, das Maklern nur einmal im Berufsleben abverlangt wird. Informationen hierzu gibt es beim Online-Kongress „Maklernachfolge gestalten” am 24. Februar 2026 von 9:30 bis 12:00 Uhr. Zusammen mit Dr. Peter Schmidt, Norman Wirth und Experten von Liechtenstein Life stellen wir die Möglichkeiten rund um Bestandsbewertung, Verkaufsoptionen und rechtliche Absicherung vor. Alle Fragen werden aufgenommen und beantwortet. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Hier geht es zur Anmeldung.

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